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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
06:14 Uhr

Straße von Hormus: Teheran will nach dem Krieg die Spielregeln im Persischen Golf neu diktieren

Während die Welt gebannt auf die Trümmer des iranisch-israelisch-amerikanischen Konflikts blickt, positioniert sich Teheran bereits für die Nachkriegsordnung. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat nichts Geringeres gefordert als einen völlig neuen internationalen Mechanismus für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus – jene schmale Wasserstraße, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls fließt. Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen: Hier geht es um weit mehr als maritime Verkehrsregeln.

Teherans Griff nach der Kontrolle über die Lebensader des Welthandels

In einem Interview mit dem Sender Al-Jazeera erklärte Araghchi am 18. März, die Anrainerstaaten der Meerenge sollten ein Protokoll aushandeln, das unter bestimmten Bedingungen eine sichere Schifffahrt gewährleiste. Klingt harmlos. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt die wahre Dimension dieser Forderung. Der Iran will mitbestimmen, wer diese strategisch bedeutsamste Wasserstraße der Welt passieren darf – und wer nicht.

Araghchi formulierte es mit diplomatischer Eleganz: Es müssten Regeln geschaffen werden, die „ein Wiederaufflammen des Krieges verhindern und dauerhaften Frieden garantieren". Konkrete Details? Fehlanzeige. Der Außenminister hielt sich bedeckt. Was er jedoch unmissverständlich klarstellte: „Selbstverständlich werden wir unseren Feinden nicht erlauben, diese Wasserstraße zu benutzen." Ein Satz, der es in sich hat.

Die Vorgeschichte: Wie der Konflikt eskalierte

Der aktuelle Krieg hat seine Wurzeln in der dramatischen Eskalation vom Juni 2025, als eine gemeinsame amerikanisch-israelische Militärkoalition iranische Atomanlagen angriff. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelische und US-amerikanische Einrichtungen in der gesamten Golfregion sowie auf Handelsschiffe in der Meerenge. Seit Ende Februar dieses Jahres haben sich die Kampfhandlungen weiter verschärft.

US-Präsident Donald Trump äußerte am 16. März die Hoffnung, der Krieg könne bald enden – räumte aber ein, dass ein Abschluss innerhalb weniger Tage unwahrscheinlich sei. Gleichzeitig forderte er andere Nationen auf, sich an Patrouillen zum Schutz der Schifffahrt zu beteiligen. Die Reaktion der europäischen Verbündeten? Zurückhaltend, um es diplomatisch auszudrücken. Die EU erörterte lieber „alternative Handelswege", statt sich militärisch zu engagieren. Ein Muster, das man aus Brüssel nur allzu gut kennt.

Deutschland duckt sich weg – wie gewohnt

Verteidigungsminister Pistorius schloss einen Bundeswehreinsatz zum Schutz der Straße von Hormus kategorisch aus. Eine klare deutsche Absage, die einmal mehr die sicherheitspolitische Zaghaftigkeit Berlins offenbart. Während andere Nationen Verantwortung übernehmen, versteckt sich Deutschland hinter diplomatischen Floskeln. Man fragt sich unwillkürlich: Wann hat dieses Land eigentlich aufgehört, seine eigenen strategischen Interessen zu verteidigen? Immerhin ist Deutschland als Exportnation in höchstem Maße von freien Seewegen abhängig.

Machtwechsel in Teheran: Neue Führung, alte Drohungen

Besonders brisant ist die innenpolitische Lage im Iran. Nach dem Tod des Obersten Führers Ali Chamenei im Februar übernahm sein Sohn Modschtaba Chamenei die Macht. Dessen erste öffentliche Erklärung ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Die Straße von Hormus müsse als Druckmittel geschlossen bleiben, und er kündigte Vergeltung für die im Krieg getöteten Iraner an.

Israel vermutet, der neue Führer sei bei Angriffen auf den Bunker seines Vaters verletzt worden. Araghchi widersprach und behauptete, Modschtaba Chamenei habe lediglich „oberflächliche Verletzungen" erlitten und sei bei bester Gesundheit. Ob das der Wahrheit entspricht, lässt sich von außen kaum verifizieren. Fest steht: Die iranische Führung gibt sich nach außen unerschütterlich.

Auf die Frage nach einer möglichen Änderung der iranischen Nukleardoktrin unter der neuen Führung reagierte Araghchi ausweichend. Man habe stets betont, das Atomprogramm diene friedlichen Zwecken. Gleichzeitig räumte er ein, dass religiöse Urteile von der jeweiligen Person abhingen, die sie erlasse. Eine bemerkenswert ehrliche Aussage, die Raum für beunruhigende Interpretationen lässt.

Gezielte Tötung des iranischen Geheimdienstchefs

Parallel zu den diplomatischen Manövern setzt Israel seine militärischen Operationen fort. Am 18. März gaben die israelischen Streitkräfte bekannt, den iranischen Geheimdienstminister Esmail Khatib bei einem nächtlichen Luftangriff mitten in Teheran getötet zu haben. Khatib soll Überwachung, Spionage und verdeckte Operationen gegen Israel, US-Ziele weltweit und sogar regimekritische iranische Demonstranten geleitet haben.

Araghchi reagierte betont gelassen. Er habe Berichte darüber gehört, aber noch keine Bestätigung erhalten. Dann folgte der entscheidende Satz: „Die Islamische Republik Iran verfügt über eine stabile und tief verwurzelte Struktur. Die Anwesenheit oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf diese politische Struktur." Eine Botschaft, die gleichermaßen an die eigene Bevölkerung wie an die Feinde gerichtet sein dürfte.

Was bedeutet das für Europa – und für den Ölpreis?

Die Auswirkungen dieses Konflikts auf die globalen Energiemärkte sind bereits jetzt verheerend. Die Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus treibt die Ölpreise in die Höhe und belastet die ohnehin angeschlagene europäische Wirtschaft zusätzlich. Für Deutschland, das sich unter der neuen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD gerade erst wirtschaftlich stabilisieren wollte, kommt diese Krise zur denkbar ungünstigsten Zeit.

Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das Bundeskanzler Merz für Infrastruktur aufgelegt hat, wird durch steigende Energiekosten weiter entwertet. Die Inflation, die den deutschen Bürger ohnehin schon erdrückt, dürfte durch die Hormus-Krise weiteren Auftrieb erhalten. Und während Berlin über Klimaneutralität bis 2045 philosophiert, zeigt die Realität im Persischen Golf einmal mehr, wie verwundbar eine Industrienation ist, die ihre Energieversorgung nicht eigenständig sichern kann.

Mehrere Länder haben sich als Vermittler angeboten. Teheran werde jedoch nur Vorschläge in Betracht ziehen, die Irans Bedingungen entsprächen, so Araghchi. Dazu gehörten ein Ende des Krieges sowie eine Entschädigung für die entstandenen Schäden. Man darf gespannt sein, ob die internationale Gemeinschaft bereit ist, diesen Preis zu zahlen – oder ob der Konflikt am Persischen Golf noch lange die Weltpolitik in Atem halten wird.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und explodierender Energiepreise zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte eine Beimischung von Edelmetallen in seinem Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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