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Kettner Edelmetalle
02.06.2026
05:49 Uhr

Strom rationieren statt erzeugen: Wenn das Klimainstitut die deutsche Industrie per Knopfdruck abschalten will

Strom rationieren statt erzeugen: Wenn das Klimainstitut die deutsche Industrie per Knopfdruck abschalten will

Es gibt Ideen, die so weltfremd sind, dass man sich beim Lesen unweigerlich fragt, ob hier noch jemand bei klarem Verstand am Werk war. Das dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium zugeordnete Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat nun genau eine solche Idee in den Raum gestellt: Wenn Wind und Sonne mal wieder nicht liefern – also bei der berüchtigten Dunkelflaute –, dann soll nicht etwa ein zuverlässiges Gaskraftwerk einspringen. Nein, stattdessen soll die deutsche Industrie heruntergefahren werden. Willkommen in der schönen neuen Welt der Energiewende.

„Flexibilität statt fossiles Gas“ – ein Euphemismus für geplante Mangelwirtschaft

Die Studie trägt den beschönigenden Titel „Flexibilität statt fossiles Gas“ und wurde – wie sollte es anders sein – von Greenpeace in Auftrag gegeben. Schon dieser Umstand sagt eigentlich alles über die ideologische Stoßrichtung des Papiers. Die Grundannahme: Deutschland brauche im Regelbetrieb gar keine zusätzlichen fossilen Gaskraftwerke mehr. Die Lücke solle mit dem Zauberwort „Flexibilität“ geschlossen werden.

Was sich hinter diesem harmlos klingenden Begriff verbirgt, ist allerdings nichts anderes als eine fundamentale Umkehrung der wirtschaftlichen Logik. Nicht mehr die Stromerzeugung folgt dem Bedarf der Menschen und Betriebe – sondern die Verbraucher sollen sich gefälligst nach dem launischen Angebot von Wind und Wetter richten.

Nicht mehr die Stromerzeugung folgt dem Bedarf, sondern der Bürger und die Industrie sollen sich an die Launen des Wetters anpassen. Das ist keine Energiepolitik, das ist Kapitulation vor der Realität.

Wenn die Fabrik stillsteht, weil keine Sonne scheint

Für die Industrie bedeutet das im Klartext: Energieintensive Betriebe sollen ihre Produktionsprozesse verschieben oder zeitweise komplett abschalten, wenn nicht genug Strom da ist. Gegen eine Vergütung selbstverständlich, „auf freiwilliger Basis“. Das Schlagwort dafür lautet „Demand Response“ – ein Begriff, der so technokratisch daherkommt, dass man die dahinterstehende Zumutung beinahe übersieht.

Besonders perfide: Die sogenannte Bandlast soll abgeschafft werden. Bislang profitierten Unternehmen, die gleichmäßig große Strommengen abnahmen, von reduzierten Netzentgelten. Und das aus gutem Grund – ein gleichmäßiger Verbrauch erleichtert die Netzplanung und reduziert Schwankungen. Was jahrzehntelang als netzdienliches, vernünftiges Verhalten galt, wird nun plötzlich als „negativer Anreiz“ gebrandmarkt. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Verlässlichkeit wird zum Makel erklärt.

Milliarden für Stillstand – wer soll das bezahlen?

Die Studie behauptet beschwichtigend, eine industrielle Lastabregelung werde nur in „seltenen Extremfällen“ nötig sein. Gleichzeitig sollen neue Gaskraftwerke aber nur noch „nachrangig“ einspringen dürfen – als bloßer Notnagel, „nicht für den Regelbetrieb“. Da fragt sich der mündige Bürger: Was denn nun?

Und vor allem: Wer trägt die Kosten? Wenn industrielle Lasten im großen Maßstab abgeregelt und die betroffenen Unternehmen mit Subventionen entschädigt werden müssen, dürften die Zahlungen rasch in die Milliarden klettern. Geld, das der ohnehin geschröpfte Steuerzahler aufzubringen hätte. Eine volkswirtschaftliche Rechnung, die schlicht nicht aufgeht – es sei denn, man hätte die schleichende Deindustrialisierung bereits als Ziel verinnerlicht.

Der gläserne Verbraucher: Smart Meter als Steuerungsarchitektur

Doch damit nicht genug. Neben der Industrieabregelung stellt die Studie eine zweite, mindestens ebenso brisante Forderung in den Raum: die technische Steuerbarkeit des Verbrauchs. Gefordert wird ein beschleunigter Ausbau sogenannter Smart Meter – digitale Stromzähler, die Verbrauchsdaten in Intervallen von 15 Minuten oder weniger erfassen und übertragen. Daten, die ausdrücklich „zur Steuerung genutzt werden können“.

Bei Privathaushalten werden Wärmepumpen, Wallboxen und Speicher als „Flexibilitätspotenzial“ ins Visier genommen. Noch fordert die Studie keine unmittelbare Fernsteuerung der heimischen Geräte. Doch wer die Infrastruktur schafft, ebnet den Weg. Was heute als harmloses Messsystem eingeführt wird, kann morgen zur Steuerungsarchitektur werden, mit der dem Bürger der Saft abgedreht wird, wenn es der Wetterlage gerade beliebt.

Kein Einzelfall: Auch die Bundesnetzagentur marschiert mit

Dass es sich hierbei nicht bloß um die Fieberträume aus dem Greenpeace-Umfeld handelt, macht die Sache umso beunruhigender. Auch das von der Bundesnetzagentur vorangetriebene Verfahren „AgNes“ stellt die bislang belohnte, gleichmäßige Stromabnahme energieintensiver Unternehmen infrage. Die Marschrichtung ist also längst staatlich abgesegnet – das Wuppertal Institut geht lediglich noch einen radikalen Schritt weiter.

Bemerkenswert ist auch, wer in Nordrhein-Westfalen politisch die Verantwortung trägt: Eine unionsgeführte Landesregierung. Wer also glaubt, dieser Energie-Irrsinn sei ein reines Projekt der Grünen, irrt gewaltig. Der ideologische Klimakult hat längst auch jene Parteien durchdrungen, die sich nach außen gern als Hüter von Wirtschaft und Wohlstand inszenieren.

Das eigentliche Problem: Eine Politik gegen das eigene Land

Statt die ohnehin fragwürdige Stromerzeugung aus volatilen Quellen mit verlässlichen Kraftwerken abzusichern, soll die Gesellschaft selbst an die Launen von Wind und Sonne angepasst werden. Das ist keine zukunftsweisende Energiepolitik – das ist die Umkehrung jeder ökonomischen Vernunft. Während andere Industrienationen wie die USA unter Präsident Trump wieder auf billige, verlässliche Energie setzen und ihre Industrie schützen, ergeht sich Deutschland in akademischen Planspielen über die geordnete Abschaltung seiner eigenen Wirtschaft.

Es ist diese Realitätsverweigerung, die viele Bürger zunehmend fassungslos zurücklässt. Wer Stahlhochöfen oder Glasschmelzen kennt, weiß: Man kann solche Anlagen nicht einfach an- und abschalten wie eine Schreibtischlampe. Doch solche praktischen Erwägungen scheinen in den klimatisierten Forschungsbüros, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, keine Rolle zu spielen.

Fazit: Wenn der Staat selbst zum Risiko wird

Die zunehmende Unsicherheit über die deutsche Stromversorgung, die schleichende Aushöhlung des Industriestandorts und die ideologische Bevormundung des Bürgers haben handfeste Folgen – nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch für die Stabilität der gesamten Volkswirtschaft. Wer sein Vermögen in einem solchen Umfeld schützen will, sollte sich nicht allein auf staatliche Versprechen oder volatile Papierwerte verlassen.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie ihren Wert auch in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen bewahren. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögensportfolio können sie eine sinnvolle Säule der Vermögenssicherung darstellen – unabhängig davon, ob das Stromnetz steht oder nicht.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die hier dargestellten Einschätzungen ersetzen keine individuelle Beratung durch entsprechend qualifizierte Fachleute. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen. Eine Haftung für etwaige finanzielle Verluste wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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