
Strompreis explodiert um 29 Prozent: Wenn der Wind nicht weht, zeigt die Energiewende ihr wahres Gesicht

Es ist ein Lehrstück in Echtzeit. Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, schoss der Day-Ahead-Strompreis in Deutschland um satte 29 Prozent in die Höhe. Der Grund? Eine simple Hitzewelle, gepaart mit ausbleibendem Wind. Mehr brauchte es nicht, um das fragile Kartenhaus der deutschen Energiepolitik gehörig ins Wanken zu bringen. Wer noch immer glaubt, die Energiewende sei ein verlässliches Bollwerk gegen explodierende Preise, dem sei dieser Tag als unbequeme Lektion empfohlen.
Wind weg, Preise hoch – das ewige Dilemma
Die Mechanik dahinter ist von ernüchternder Schlichtheit. Sobald die Sonne brennt und Klimaanlagen, Rechenzentren, Kühlhäuser und Supermärkte ihren Hunger nach Strom anmelden, während gleichzeitig die Windräder mangels Wind stillstehen, fällt das Konstrukt in sich zusammen. Für jenen Donnerstag rechneten die Marktdaten mit einem Rückgang der deutschen Windstromleistung um beachtliche 9,7 Gigawatt. Übrig blieben magere 4,4 Gigawatt – ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die sogenannte Residuallast, also jene Strommenge, die andere Kraftwerke gefälligst zu liefern haben, stieg um 8,2 Gigawatt auf 23,5 Gigawatt. Und wer springt dann ein? Ausgerechnet jene Gas- und Kohlekraftwerke, die unsere Regierungen seit Jahren als Auslaufmodelle brandmarken.
Entscheidend ist nicht die schöne Jahresbilanz aus erneuerbaren Energien, sondern die nüchterne Frage, ob zur richtigen Stunde tatsächlich Strom aus der Steckdose kommt.
Die teure Wahrheit hinter der grünen Fassade
Es ist die Ironie der Geschichte: Während man uns einredet, fossile Energieträger gehörten auf den Müllhaufen der Vergangenheit, sind es eben jene Kraftwerke, die in der Stunde der Not die Lichter anlassen. Doch dieser Dienst hat seinen Preis – und den zahlt am Ende der Verbraucher. Besonders bitter trifft es jene Stromkunden, die kurzfristig am Markt einkaufen müssen.
Die Solarproduktion, gerne als Allheilmittel präsentiert, half tatsächlich – aber nur zur Mittagszeit, wenn die Sonne hoch stand. In den windstillen Abendstunden? Fehlanzeige. Da brauchte es wieder die verlässliche, regelbare Leistung konventioneller Kraftwerke.
Ein europäisches Phänomen
Auch jenseits unserer Grenzen ächzte man unter der Last. In Frankreich kletterten die Temperaturen vielerorts über 30 Grad, der Kühlbedarf stieg entsprechend. In Deutschlands Süden und Westen sah es nicht anders aus. Die warme Wetterphase sollte bis zum Wochenende anhalten – und mit ihr die angespannte Versorgungslage.
Was der deutsche Bürger daraus lernen sollte
Während die Politik weiterhin die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz feiert und Hunderte Milliarden in dubiose Infrastrukturprojekte pumpt, zeigt der Strommarkt mit brutaler Offenheit, wie verwundbar unser Energiesystem geworden ist. Eine Volkswirtschaft, deren Energieversorgung vom Wetterbericht abhängt, ist keine starke Volkswirtschaft. Sie ist ein Spielball der Launen der Natur.
Genau in solchen Zeiten der Unsicherheit zeigt sich, warum krisenfeste Sachwerte ihren festen Platz in einem klug aufgestellten Vermögen verdienen. Physisches Gold und Silber kennen weder Windflaute noch Hitzewelle. Sie haben über Jahrhunderte ihren Wert bewahrt – ganz gleich, ob die Windräder sich drehten oder stillstanden. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die der politisch erzwungenen Energiewende offensichtlich abgeht.
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