
Sturmgeschütz des Zeitgeistes am Abgrund: Der Spiegel verliert dramatisch an Lesern
Was einst als das mächtigste Nachrichtenmagazin Deutschlands galt, scheint nun in einer existenziellen Krise zu versinken. Die aktuellen Zahlen aus dem Hamburger Verlagshaus sprechen eine unmissverständliche Sprache: Der Spiegel blutet aus – und zwar an allen Fronten gleichzeitig.
Historischer Tiefstand bei den Print-Abonnements
Die Zahl der Abonnenten der gedruckten Ausgabe ist im dritten Quartal 2025 erstmals unter die magische Grenze von 200.000 gefallen. Mit gerade einmal 190.100 Abonnenten verzeichnet das einst so stolze Magazin einen Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind 19.300 treue Leser weniger, die dem Blatt den Rücken gekehrt haben. Ein Aderlass, der seinesgleichen sucht.
Besonders pikant: Die vielgepriesene Digitalisierung kann den Niedergang nicht auffangen. Die Zahl der Digital-Abonnements stagniert bei 263.300 – ein mickriger Zuwachs von gerade einmal 0,4 Prozent oder 1.100 Abos. Unter dem Strich verlor der Spiegel innerhalb eines Jahres satte 18.200 Abonnenten. Vier Prozent seiner Stammleserschaft – einfach weg.
Kiosk-Verkauf im freien Fall
Doch damit nicht genug. Auch der Einzelverkauf am Kiosk bricht dramatisch ein. Die Einnahmen sanken im dritten Quartal um 4,5 Prozent auf 15,2 Millionen Euro. Der Verkauf der Hefte fiel von 97.829 auf 88.401 Exemplare – ein Minus von fast zehn Prozent. Im vierten Quartal 2025 verschärfte sich die Lage noch weiter: Durchschnittlich nur noch 79.539 Exemplare fanden im Einzelhandel einen Käufer. Das sind 18.290 weniger als im Vorquartal.
Man fragt sich unweigerlich: Wer will dieses Blatt eigentlich noch lesen? Offenbar immer weniger Menschen, die bereit sind, für ideologisch gefärbte Berichterstattung auch noch Geld auszugeben.
Manager Magazin vor dem Kollaps
Besonders bedrohlich gestaltet sich die Situation beim zum Verlag gehörenden Manager Magazin. Dort drohen laut internen Quellen deutliche Verluste, weil das Anzeigengeschäft regelrecht eingebrochen sei. Eine hohe sechsstellige Summe fehle in der Kasse. Die Werbekunden scheinen das sinkende Schiff zu verlassen – und mit ihnen die letzten Hoffnungen auf eine schnelle Erholung.
Kreative Bilanzkosmetik auf Kosten der Mitarbeiter
Die Krise trifft auch die Belegschaft mit voller Wucht. Die Geschäftsleitung verpflichtete die Mitarbeiter bereits im ersten Halbjahr 2025 dazu, ihren Jahresurlaub komplett innerhalb eines Jahres zu nehmen. Kein Resturlaub, keine Übertragung ins nächste Jahr. Der Grund? Reine Bilanzkosmetik. Durch diesen Trick musste der Verlag keine hohen Rückstellungen in Millionenhöhe bilden.
Mit dieser Maßnahme habe man die Bilanz 2025 um geschätzte 2,5 bis drei Millionen Euro aufhübschen können. Bereits 2024 sei man so verfahren und habe durch Auflösung von Rückstellungen einen Einmaleffekt von drei Millionen Euro erzielt. Kreative Buchführung statt journalistischer Qualität – so könnte man es wohl zusammenfassen.
Ein Symptom des Zeitgeistes
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2024 erwirtschaftete die Spiegel-Gruppe noch einen Umsatz von 255,2 Millionen Euro bei einem Gewinn von 26,5 Millionen. Für das abgelaufene Jahr dürften die Zahlen weit schlechter ausfallen.
Was wir hier beobachten, ist mehr als nur die Krise eines einzelnen Medienhauses. Es ist das Scheitern eines journalistischen Modells, das sich vom Leser entfremdet hat. Jahrelang hat der Spiegel eine bestimmte politische Agenda verfolgt, hat sich als moralische Instanz aufgespielt und dabei offenbar vergessen, dass Journalismus in erster Linie der Wahrheit und nicht einer Ideologie verpflichtet sein sollte.
Die Leser stimmen mit den Füßen ab – oder besser gesagt: mit ihren Geldbeuteln. Und dieses Votum fällt vernichtend aus. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Hamburg einmal innehalten und sich fragen, ob der eingeschlagene Kurs wirklich der richtige ist. Die Zahlen legen nahe: Er ist es nicht.
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