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08.05.2026
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Substanzverzehr im Osten: Wie die Merz-Regierung das Vertrauen der Unternehmen verspielt

Substanzverzehr im Osten: Wie die Merz-Regierung das Vertrauen der Unternehmen verspielt

Es ist ein wirtschaftshistorischer Tiefpunkt, den die Bundesrepublik gerade erlebt – und kaum jemand in Berlin scheint es wahrhaben zu wollen: Erstmals seit der Wiedervereinigung reichen die Investitionen in Deutschland rechnerisch nicht mehr aus, um den Verschleiß der bestehenden Anlagen, Maschinen und Gebäude auszugleichen. Anders formuliert: Die deutsche Wirtschaft frisst ihre eigene Substanz auf. Und nirgendwo ist dieser Befund so dramatisch wie im Osten der Republik.

Thüringen und Sachsen-Anhalt am Ende der Tabelle

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts sprechen eine unmissverständliche Sprache. Die Nettoinvestitionsquote für Deutschland insgesamt rutschte im vergangenen Jahr auf minus 0,23 Prozent. Doch der Osten zieht den bundesweiten Schnitt mit Wucht nach unten: Thüringen verzeichnet mit minus 3,81 Prozent die schlechteste Quote überhaupt, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt mit minus 2,98 Prozent. Selbst Sachsen, das gerne als industrielles Aushängeschild präsentiert wird, liegt mit minus 1,17 Prozent tief im roten Bereich – trotz Autoproduktion und vielgepriesener Mikroelektronik.

Was hier passiert, ist nichts weniger als der schleichende Abbau einer Industrielandschaft, die nach 1990 unter enormen Mühen aufgebaut wurde. Eine bittere Bilanz für eine Region, die eigentlich Aufholjagd betreiben sollte.

„Es wird nur noch das Nötigste getan“

Die Industrie- und Handelskammern schlagen längst Alarm. Die IHK Erfurt verweist auf eine alarmierende Entwicklung, die sich bereits seit 2015 abzeichne: Lediglich acht Prozent der Unternehmen investierten überhaupt noch in Erweiterungen, während über 80 Prozent ausschließlich Ersatzbeschaffungen tätigten. Investitionen in Digitalisierung, Energie oder Transformation würden „verschoben, gestreckt oder auf das betriebsnotwendige Maß begrenzt“, heißt es aus Erfurt.

Auch die IHK Ostthüringen zu Gera bestätigt diesen Trend: Eine Trendwende sei nicht in Sicht, viele Unternehmen verfügten schlicht nicht mehr über den finanziellen Spielraum für größere Vorhaben. Mehr als jedes vierte Unternehmen rechne mittlerweile mit Personalabbau. Ein verheerendes Signal für eine Region, die ohnehin mit Abwanderung und Demografieproblemen kämpft.

Die IHK Dresden formuliert es nüchtern und doch alarmierend: Wenn dauerhaft weniger investiert werde, als an Substanz verloren gehe, gefährde das Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Beschäftigung. Als Hauptursachen nennt die Kammer hohe Energiepreise, ausufernde Bürokratie, Fachkräftemangel, endlose Genehmigungsverfahren – und politische Unsicherheit.

„Wer hier investiert, investiert in seinen Tod“

Noch deutlicher werden die Stimmen aus der ostdeutschen Chemieindustrie, einem Schlüsselsektor der Region. Ein Sprecher der SKW Stickstoffwerke Piesteritz bringt es auf eine Formel, die jedem politisch Verantwortlichen die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte: Wer in Europa noch investiere, investiere „in seinen Tod“. Große Konzerne könnten ausweichen – nach Asien, in die USA, in die Golfstaaten. Kleine und mittelständische Betriebe hingegen blieben zurück und müssten den politisch verschuldeten Niedergang ausbaden.

Christof Günther, Betreiber des bedeutenden Chemieparks Leuna, lässt kein gutes Haar an der Berliner Politik. Die völlig aus dem Ruder gelaufene Energiewende und die geopolitischen Verwerfungen hätten der energieintensiven Industrie in Deutschland die internationale Wettbewerbsfähigkeit gekostet. In Ostdeutschland werde durch die Politik schlicht industrielle Substanz vernichtet. Und an eine Kurskorrektur glaube er nicht mehr: Die Bundesregierung habe „die in sie gesetzten Hoffnungen enttäuscht und jegliches Vertrauen verspielt“.

Versprechen gebrochen, Hoffnungen zerschlagen

Damit ist das politische Urteil über die Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil gesprochen – und es fällt vernichtend aus. Angetreten mit dem Versprechen, Deutschland aus der wirtschaftlichen Lethargie zu reißen, hat die schwarz-rote Bundesregierung bislang vor allem eines geliefert: ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket, das künftige Generationen über Jahrzehnte mit Zinsen und Steuern belasten wird. Friedrich Merz, der einst hoch und heilig versprach, keine neuen Schulden zu machen, hat sein Wahlversprechen kassiert wie ein abgelaufenes Gutscheinheft.

Statt die strukturellen Probleme – horrende Energiepreise, erstickende Bürokratie, ideologisch motivierte Klimavorgaben – beherzt anzugehen, beschränkt man sich auf kosmetische Korrekturen und teure Symbolpolitik. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 ist ein wirtschaftspolitisches Korsett, das die letzten Reste industrieller Substanz erdrosseln dürfte.

Die Wissenschaft mahnt – und sieht keinen Ausweg

Auch die Ökonomen schlagen Alarm, wenngleich differenzierter. Joachim Ragnitz vom ifo-Institut Dresden warnt davor, die negativen Quoten zu überdramatisieren, räumt aber ein, Deutschland lebe „auf Kosten der Substanz“. Besonders problematisch seien die schwachen Bruttoanlageinvestitionen im Osten, die durch demografischen Schwund und fehlende Nachfolgeperspektiven weiter unter Druck gerieten. Oliver Holtemöller vom IWH Halle sieht den eigentlichen Flaschenhals in der lahmenden Produktivität – ein Problem, das durch bloße Industrieansiedlungen nicht zu beheben sei.

Was bleibt, ist die Frage nach echter Vermögenssicherung

Die Botschaft aus dem Osten der Republik ist eindeutig: Hier kämpfen Unternehmen nicht mehr um Wachstum, sondern ums nackte Überleben. Wer auf eine Trendwende durch die Berliner Politik hofft, dürfte enttäuscht werden – das Vertrauen ist verspielt, und es wird sich so schnell nicht zurückgewinnen lassen.

Für jeden vorausschauenden Bürger stellt sich angesichts dieser Lage die Frage, wie das eigene Vermögen vor den absehbaren Folgen einer entkernten Industrielandschaft, steigender Inflation und immer neuer Schuldenberge zu schützen ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten bewährt. Sie sind unabhängig von politischen Fehlentscheidungen, kennen kein Ausfallrisiko und bewahren ihre Kaufkraft auch dann, wenn Papierwerte und Buchforderungen ins Wanken geraten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau die Stabilität, die man von der deutschen Wirtschaftspolitik schon lange nicht mehr erwarten kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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