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18.09.2026
10:56 Uhr
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Teheran in New York: Einreise ja – Luxus-Shopping nur mit Erlaubnis

Teheran in New York: Einreise ja – Luxus-Shopping nur mit Erlaubnis
Symbolbild: KI-generiert

Irans Präsident Masoud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi dürfen zur UN-Generalversammlung nach New York reisen. Das US-Außenministerium bestätigte die Visa-Genehmigung am Donnerstag – mitten im offenen militärischen Konflikt zwischen Washington und Teheran. Doch die Gastfreundschaft hat enge Grenzen: Für teure Einkäufe brauchen die Iraner künftig eine behördliche Erlaubnis.

Ein Gastrecht aus dem Jahr 1947

Dass die Trump-Regierung überhaupt Visa ausstellt, ist keine diplomatische Freundlichkeit, sondern eine völkerrechtliche Verpflichtung. Grundlage ist das UN-Hauptquartierabkommen von 1947: Als Sitzstaat der Vereinten Nationen müssen die USA Delegierten grundsätzlich Zugang zum UN-Gelände am East River gewähren.

Spielraum bleibt dennoch. Washington darf die Bewegungsfreiheit einschränken und bestimmte Aktivitäten untersagen – und nutzt diesen Hebel diesmal offenkundig aus. Nach Angaben des State Department erhält nur eine „Kerndelegation“ Visa, deutlich kleiner als in früheren Jahren. Peseschkian und Araghtschi gehören laut Agenturberichten dazu.

Uhren, Parfüm, Costco: Die kuriose Verbotsliste

Besonders bemerkenswert ist das Einkaufsregime, das die USA ausdrücklich auch für die diesjährige UN-Woche bekräftigen. Grundlage ist eine Verfügung des Außenministeriums vom September 2025. Sie listet detailliert auf, was iranische Regierungsvertreter, Mitarbeiter der UN-Mission und deren Angehörige nur mit Vorab-Genehmigung kaufen dürfen:

  • Uhren, Schmuck, Schuhe, Lederwaren und Handtaschen
  • Kosmetik, Parfüm, Kunst, Teppiche, Elektronik, Musikinstrumente – sofern ein Einzelstück vor Steuern über 1.000 US-Dollar kostet
  • Fahrzeuge ab 60.000 US-Dollar
  • Alkohol und Tabakwaren
  • Mitgliedschaft und Einkäufe bei Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s Wholesale Club

Außenamtssprecher Tommy Pigott stellte klar, die Beschränkungen würden auch während der UN-Woche durchgesetzt. Händler im Großraum New York warnte er davor, Verstöße zu ermöglichen. Die Botschaft aus Washington: Der Aufenthalt sei kein Anlass für ausgedehnte Luxuseinkäufe.

Krieg, Gespräche – und kein Ergebnis

Der Auftritt der iranischen Führung hat in diesem Jahr besondere Brisanz. Seit den gemeinsamen Angriffen Israels und der USA auf den Iran im Februar stehen sich beide Seiten militärisch gegenüber. Zwischenzeitliche Gespräche über ein Ende der Kämpfe hätten bislang zu keiner dauerhaften Einigung geführt.

Gleichzeitig hält die US-Regierung an einem weitreichenden Einreiseverbot für iranische Staatsangehörige fest; seit Januar gelten verschärfte Visabeschränkungen. Diplomatische und offizielle Reisen zählen zu den Ausnahmen – ein Regelwerk, das Kritiker als Symbolpolitik bezeichnen, Befürworter dagegen als konsequente Härte gegenüber einem Gegner, dem man keine Bühne zum Shoppen bieten will.

Und der deutsche Kanzler? Bleibt zu Hause

Während Teheran seine Spitzenpolitiker nach New York schickt, verzichtet Deutschland auf den großen Auftritt: Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Reise zur UN-Generaldebatte abgesagt, seine Präsenz in Berlin sei „erforderlich“. Medienberichten zufolge steht der Kanzler innenpolitisch massiv unter Druck. Für viele Beobachter ein bitteres Bild – die größte Wirtschaftsnation Europas fehlt bei der wichtigsten diplomatischen Bühne der Welt, weil die eigene Koalition Aufmerksamkeit bindet.

Für Anleger zählt vor allem eines: Ein schwelender Krieg am Persischen Golf, blockierte Verhandlungen und ein politisch geschwächtes Berlin sind Zutaten, die Märkte nervös machen. In solchen Phasen zeigt physisches Gold seine historische Stärke als krisenresistenter Vermögensbaustein – als Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich eigenständig informieren.

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