
Trump krönt seinen Mann: Kevin Warsh übernimmt das Ruder der Fed

Es ist vollbracht: Mit der Vereidigung von Kevin Warsh als 17. Vorsitzendem der US-Notenbank Federal Reserve hat Donald Trump einen seiner wichtigsten geldpolitischen Schachzüge vollzogen. Bei der feierlichen Zeremonie in Washington stand der US-Präsident persönlich an der Seite seines Wunschkandidaten, der nun die Nachfolge von Jerome Powell antritt. Powell hatte das Amt seit 2018 innegehabt und sich in den vergangenen Jahren wiederholt erbitterte Wortgefechte mit Trump geliefert.
Ein Lob, das Bände spricht
Trump sparte bei der Amtseinführung nicht mit Superlativen. Er erwarte, dass Warsh einer der besten Fed-Chefs werde, die das Land jemals gesehen habe, ließ er verlauten. Niemand sei besser auf diese Rolle vorbereitet. Bemerkenswert war, wie Trump zugleich versuchte, dem altbekannten Vorwurf der politischen Einflussnahme den Wind aus den Segeln zu nehmen. Warsh solle vollständig unabhängig agieren, betonte er – und richtete an seinen frisch vereidigten Notenbankchef die Worte, er möge weder auf ihn noch auf irgendjemand anderen hören, sondern schlicht einen guten Job machen.
Eine wohlklingende Formulierung. Was Trump unter einem „guten Job" konkret versteht, ließ der Präsident allerdings galant offen. Beobachter dürften wenig Zweifel daran haben, in welche Richtung der Wunsch des Weißen Hauses zielt: niedrigere Zinsen, lockerere Geldpolitik, gefälligst sofort.
Abrechnung mit der Powell-Ära
Die Vereidigungsrede nutzte Trump überdies für eine deutliche Abrechnung mit der bisherigen Linie der Federal Reserve. Die Notenbank sei in den vergangenen Jahren mit Themen abgelenkt gewesen, die weit außerhalb ihres eigentlichen Mandats lägen, ließ er wissen. Eine Spitze, die unschwer als Kritik an der zunehmenden Politisierung westlicher Zentralbanken zu verstehen ist – ein Vorwurf, der sich übrigens nahtlos auf die Europäische Zentralbank übertragen lässt, die sich unter Christine Lagarde fleißig in Klimapolitik und Genderfragen verstrickt, während die Inflation den Bürgern das Ersparte wegfrisst.
Was bedeutet der Wechsel für die Märkte?
Der Personalwechsel an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt ist kein bürokratischer Vorgang, sondern ein geopolitisches Ereignis ersten Ranges. Warsh, ein erfahrener Ex-Fed-Gouverneur und Wall-Street-Veteran, gilt als marktnah und galt lange Zeit eher als Verfechter restriktiver Geldpolitik. Allerdings hat er sich zuletzt deutlich in Richtung niedrigerer Zinsen positioniert – ganz im Sinne seines neuen Dienstherrn im Weißen Haus.
Für Sparer und Anleger weltweit stellt sich nun die Frage, wie unabhängig die Fed unter Warsh tatsächlich bleiben wird. Eine politisch domestizierte Notenbank, die im Zweifel den Geldhahn aufdreht, um den Präsidenten glücklich zu machen, birgt enorme Risiken: schleichende Geldentwertung, Vermögensblasen, Verzerrungen an den Anleihemärkten. Die Geschichte lehrt, dass Regierungen, die sich ihre Zentralbanken gefügig machen, am Ende stets die Stabilität ihrer Währung opfern.
Warum physische Edelmetalle jetzt umso wichtiger werden
Gerade in einer Zeit, in der die Unabhängigkeit der Notenbanken zunehmend in Zweifel steht, in der Staatsschulden auf historische Rekordstände klettern und in der die geldpolitische Disziplin zur Verhandlungsmasse politischer Interessen wird, gewinnen physische Edelmetalle als Vermögensanker erheblich an Bedeutung. Gold und Silber kennen keinen Notenbankchef, keine Wahlperiode und keine politischen Launen. Sie sind das, was Papierwährungen schon längst nicht mehr sind: ein verlässlicher Wertspeicher über Jahrhunderte hinweg.
Wer sein Vermögen breit aufstellen möchte, sollte die Entwicklungen rund um Warsh, Trump und die Fed mit wachem Blick verfolgen. Eine vernünftige Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio ist in dieser Gemengelage keine spekulative Wette, sondern eine schlichte Frage der Vernunft.
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