Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
03.03.2026
07:18 Uhr

Trump rügt Starmer: Britischer Premier blockierte zunächst Nutzung von Diego Garcia für Iran-Schläge

Was sich derzeit zwischen Washington und London abspielt, hat das Zeug zu einer veritablen diplomatischen Krise zwischen den beiden engsten Verbündeten der westlichen Welt. US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Interview mit dem britischen Telegraph offen „enttäuscht" über den britischen Premierminister Keir Starmer gezeigt – und das aus gutem Grund. Starmer hatte zunächst die Nutzung der gemeinsamen britisch-amerikanischen Militärbasis auf der Insel Diego Garcia für Luftschläge gegen den Iran verweigert.

Ein beispielloser Affront unter Verbündeten

Trumps Worte waren unmissverständlich. Starmers anfängliche Weigerung, Washington die Nutzung der Basis auf den Chagos-Inseln zu gestatten, sei etwas, das es „zwischen unseren Ländern noch nie gegeben" habe. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während der Iran britische Interessen direkt bedroht, britische Staatsbürger in Gefahr bringt und – wie Trump betonte – für den Tod und die Verstümmelung zahlreicher Briten verantwortlich sei, zögerte Starmer. Er zögerte, weil er sich offenbar um die „Rechtmäßigkeit" sorgte, wie Trump süffisant anmerkte.

Erst am 1. März lenkte der Labour-Premierminister ein und erklärte, die Sicherheitslage habe sich verändert, da iranische Aktionen nun britisches Personal und britische Interessen in der Region unmittelbar bedrohten. Britische Jets seien bereits im Rahmen koordinierter Verteidigungsoperationen in der Luft und hätten iranische Angriffe erfolgreich abgefangen. Starmer gestattete daraufhin den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für diesen „spezifischen und begrenzten defensiven Zweck".

Diego Garcia – ein strategischer Eckpfeiler westlicher Sicherheit

Die Basis auf Diego Garcia ist für die Vereinigten Staaten einer der strategisch wichtigsten Militärstützpunkte weltweit. Rund 2.300 bis 2.400 Meilen von der iranischen Südküste entfernt gelegen, ermöglicht sie Langstreckenbomber- und Marineoperationen über den gesamten Nahen Osten, Ostafrika und den Indo-Pazifik hinweg. Trump hatte bereits am 18. Februar auf Truth Social gewarnt, dass die Einrichtung von entscheidender Bedeutung werden könnte, sollten die Spannungen mit dem Iran weiter eskalieren.

Dass ausgerechnet dieser neuralgische Punkt westlicher Verteidigungsfähigkeit durch die politische Zögerlichkeit eines britischen Premierministers temporär blockiert wurde, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der britischen Außen- und Sicherheitspolitik unter Labour-Führung.

Die Chagos-Kontroverse: „Ein Akt totaler Schwäche"

Doch die Verstimmung zwischen Trump und Starmer geht tiefer. Im Hintergrund schwelt der Streit um die britische Entscheidung, die Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius zu übertragen. Im Oktober 2025 wurde ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet, das vorsieht, dass die britisch-amerikanische Basis auf Diego Garcia für mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleibt.

Trump bezeichnete diesen Deal als „Akt totaler Schwäche" und als „sehr woke Angelegenheit". Starmer hätte die Inseln behalten und die Eigentumsrechte verteidigen sollen, anstatt sie „Leuten zu geben, die nicht die rechtmäßigen Eigentümer" seien, so der US-Präsident. Immerhin: Vergangene Woche bestätigten britische Regierungsvertreter, dass Downing Street das Ratifizierungsverfahren pausiert habe, um die Angelegenheit zunächst mit den Vereinigten Staaten zu besprechen. Trump kommentierte dies knapp: Es sei „nützlich", habe aber „viel zu lange gedauert".

Drohnenangriff auf britische Basis in Zypern

Wie real die iranische Bedrohung ist, zeigte sich nur Stunden nach Starmers Einlenken auf dramatische Weise. Eine Drohne vom Typ Shahed schlug in die britische Royal-Air-Force-Basis Akrotiri auf Zypern ein. Der Angriff um 0:03 Uhr verursachte zwar nur geringfügige Schäden und keine Opfer, doch die Botschaft Teherans war unmissverständlich. Der zypriotische Präsident Nikos Christodoulides bestätigte den Vorfall.

Das britische Verteidigungsministerium erklärte, man überprüfe regelmäßig die Sicherheit der Übersee-Stützpunkte. Zusätzliche Fähigkeiten seien kürzlich auf der Insel stationiert worden – darunter Radarsysteme, Drohnenabwehrtechnologie, F-35-Kampfjets und bodengestützte Luftverteidigungssysteme.

300.000 Briten in der Gefahrenzone

Die Dimension der Bedrohung ist gewaltig. Schätzungsweise 300.000 britische Staatsbürger befinden sich in Ländern, die vom Iran ins Visier genommen werden könnten. 102.000 davon sind beim Außenministerium für Warnmeldungen registriert. Eine mögliche Massenevakuierung wird offenbar bereits erwogen. Starmer selbst räumte ein, der Iran greife „britische Interessen an" und bringe „britische Menschen in enorme Gefahr".

Man fragt sich unweigerlich: Wenn die Bedrohungslage derart ernst ist – warum dann das anfängliche Zögern? Warum die juristische Bedenkenträgerei, während iranische Raketen und Drohnen auf alliierte Stellungen zielen? Es ist genau diese Art von politischer Handlungsunfähigkeit, die westliche Demokratien zunehmend verwundbar macht. Während Autokratien wie der Iran entschlossen handeln, verlieren sich demokratische Regierungen in Rechtsauslegungen und innenpolitischen Kalkulationen.

Ein Lehrstück für Europa

Der Vorgang sollte auch in Berlin aufmerksam verfolgt werden. Denn was sich zwischen London und Washington abspielt, ist symptomatisch für ein grundlegendes Problem der westlichen Sicherheitsarchitektur: Zu viele Regierungen in Europa sind mehr mit ideologischen Befindlichkeiten beschäftigt als mit der konsequenten Verteidigung ihrer Bürger und Interessen. Trumps Frustration über Starmer ist nachvollziehbar – und sie dürfte sich nicht auf Großbritannien beschränken. Auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, ob Deutschland im Ernstfall bereit wäre, schnell und entschlossen zu handeln, oder ob auch hier erst endlose Debatten über Rechtsgutachten geführt würden, während die Bedrohung wächst.

Die Zeiten, in denen sich westliche Nationen den Luxus zögerlicher Sicherheitspolitik leisten konnten, sind vorbei. Der Iran hat dies mit seinem Drohnenangriff auf Akrotiri unmissverständlich klargemacht.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
05.11.2024
26 Min.

Wer ist Trumps Vize, JD Vance?

Wird JD Vance als Vizepräsidentschaftskandidat die konservative Basis stärken und neue Wählergruppen erreichen? Mit ihm könnte sich die politische Landschaft verändern. – Lesen Sie hier!
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen