
Trumps Machtpoker in der Karibik: US-Präsident nimmt Kuba ins Visier

Die außenpolitische Agenda des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gleicht derzeit einem geopolitischen Schachspiel auf mehreren Brettern gleichzeitig. Nach Grönland und dem Iran richtet sich der Fokus des Weißen Hauses nun auf den kommunistischen Inselstaat vor der amerikanischen Haustür: Kuba. Mit markigen Worten und provokanten Social-Media-Beiträgen setzt Trump das Castro-Erbe unter Druck – und die Reaktionen aus Havanna lassen nicht lange auf sich warten.
Provokation mit Zigarre und Flagge
Was verbindet man gemeinhin mit Kuba? Den Ohrwurm „Guantanamera", den Rum-Cola-Klassiker „Cuba Libre" und natürlich die legendären Havannas. Genau mit einer solchen Zigarre ließ sich Trump auf einem KI-generierten Bild ablichten – im Hintergrund die kubanische Flagge. Ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte und auf seinem Social-Media-Kanal Truth Social für erhebliche Aufregung sorgte.
Doch dabei blieb es nicht. In einem weiteren Beitrag erklärte der US-Präsident unmissverständlich: „Kuba lebte viele Jahre lang von großen Mengen an Öl und Geld aus Venezuela." Im Gegenzug habe die Insel den venezolanischen Diktatoren „Sicherheitsdienste" zur Verfügung gestellt. Damit sei nun Schluss, verkündete Trump triumphierend.
Die Warnung: „Bevor es zu spät ist"
Nach der Verhaftung des venezolanischen Machthabers Maduro wandte sich Trump direkt an dessen langjährigen Verbündeten in Havanna. Seine Botschaft war unmissverständlich:
„Ich empfehle Ihnen dringend, eine Vereinbarung zu treffen, bevor es zu spät ist."
Welche Art von Vereinbarung der amerikanische Präsident konkret im Sinn hat, ließ er wohlweislich offen. Diese strategische Unklarheit gehört offenkundig zum Kalkül des Weißen Hauses. Trump fügte hinzu, dass Venezuela nun die USA habe, um es zu schützen – kubanische „Schläger und Erpresser" würden nicht mehr benötigt.
Rubio als „Präsident von Kuba"?
Besonders pikant: Trump teilte einen Screenshot eines X-Beitrags mit dem Text „Marco Rubio wird Präsident von Kuba" und kommentierte lakonisch: „Hört sich gut an!" Rubios Eltern waren Kubaner, die 1956 während der Batista-Diktatur in die Vereinigten Staaten flohen – drei Jahre bevor Fidel Castro die Macht übernahm. Ob solche Kommentare ernst gemeint sind, darf bezweifelt werden. Sie zeugen jedoch von der unkonventionellen Kommunikationsstrategie, mit der das Weiße Haus derzeit operiert.
Havannas scharfe Reaktion
Die kubanische Führung reagierte erwartungsgemäß scharf auf die amerikanischen Drohgebärden. Außenminister Bruno Rodríguez Parilla wies die Vorwürfe auf X entschieden zurück: Kuba erhalte weder venezolanisches Öl noch Geld für Sicherheitsdienste – und habe dies auch niemals getan.
Gleichzeitig holte der Außenminister zum Gegenschlag aus: „Die USA verhalten sich wie eine kriminelle und unkontrollierte Hegemonialmacht, die nicht nur den Frieden und die Sicherheit Kubas und dieser Hemisphäre, sondern die der gesamten Welt bedroht." Recht und Gerechtigkeit stünden auf Kubas Seite, so Rodríguez.
Kuba rüstet sich für den Ernstfall
Einen Tag vor dem verbalen Schlagabtausch beging Kuba seinen jährlichen „Tag der Verteidigung". Die staatlichen Medien zeigten Bilder von Bürgern, die Schlange standen, um Waffen für militärische Übungen entgegenzunehmen. Die kommunistische Parteizeitung „Granma" titelte kämpferisch: „Kuba ist eine freie, unabhängige und souveräne Nation. Niemand sagt uns, was wir zu tun haben."
Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez wandte sich direkt an die Bevölkerung: „Kuba greift nicht an, sondern wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen. Es droht nicht, sondern bereitet sich vor, bereit, das Vaterland bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen."
Das Trauma der Schweinebucht
Die Geschichte mahnt zur Vorsicht. Im April 1961 scheiterte ein von der CIA geplanter Umsturzversuch in der berüchtigten Schweinebucht kläglich. Exilkubaner waren militärisch ausgebildet und ausgerüstet worden, um das Castro-Regime zu stürzen. Nach nur 72 Stunden kapitulierten die Angreifer. Dieses historische Debakel dürfte auch im Pentagon nicht vergessen sein.
Da sich das kommunistische Regime seit nunmehr 66 Jahren auf eine amerikanische Invasion vorbereitet, dürfte den US-Streitkräften kein vergleichbarer Handstreich wie in Venezuela gelingen. Die kubanische Führung weiß um ihre Verwundbarkeit – aber auch um ihre Entschlossenheit.
Geopolitisches Kräftemessen
Trumps aggressive Rhetorik gegenüber Kuba fügt sich nahtlos in seine breitere außenpolitische Strategie ein. Ob Grönland, Iran oder nun die Karibik – der amerikanische Präsident scheut keine Konfrontation und setzt auf maximalen Druck. Für Europa und insbesondere Deutschland stellt sich die Frage, wie man mit einem derart unberechenbaren Verbündeten umgehen soll.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Trumps Drohungen substanzielle Folgen haben oder ob es bei verbalen Machtdemonstrationen bleibt. Eines steht fest: Die geopolitische Landschaft verschiebt sich rasant, und traditionelle Gewissheiten gelten nicht mehr. In solch unsicheren Zeiten erweist sich einmal mehr der Wert stabiler Vermögenswerte wie physischer Edelmetalle als Anker in stürmischer See.
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