
Über 1.000 verdächtige Drohnenflüge: BKA warnt vor wachsender Bedrohungslage
Das Bundeskriminalamt hat erstmals ein umfassendes Lagebild zum Thema „Tatmittel Drohnen" erstellt und dabei alarmierende Zahlen veröffentlicht. Seit Jahresbeginn 2025 wurden demnach mehr als 1.000 verdächtige Drohnenflüge über deutschem Territorium registriert. BKA-Präsident Holger Münch spricht von einer „ausgeprägten Gefahrenlage", die insbesondere kritische Infrastrukturen betrifft.
Militärische Einrichtungen und Flughäfen im Fokus
Laut den Angaben des BKA-Chefs konzentrieren sich die verdächtigen Überflüge vor allem auf sensible Bereiche. Militärische Einrichtungen stehen dabei an erster Stelle, gefolgt von Flughäfen, Rüstungsunternehmen und Hafenanlagen. Das Bundeskriminalamt führt seit Anfang des Jahres ein spezielles Lagebild, in das auch Erkenntnisse der Bundeswehr einfließen.
Die Frage nach den Urhebern dieser Aktivitäten lässt sich nicht eindeutig beantworten. Münch räumte ein, dass eine hundertprozentige Zuordnung zu bestimmten Akteuren nicht möglich sei. Dies liege vor allem daran, dass die Drohnenpiloten nur selten gefasst und befragt werden könnten.
Vermutung: Staatlich gesteuerte Operationen
In vielen Fällen vermutet das BKA jedoch staatlich gesteuerte Operationen hinter den Überflügen. Das primäre Ziel dieser Aktivitäten sei die Verunsicherung der Bevölkerung, so Münch. Neben diesem psychologischen Effekt könnten die Drohnen allerdings auch der Informationsgewinnung dienen.
Der BKA-Präsident erläuterte einen möglichen Anwendungsfall: Häufig würden militärische Einrichtungen überflogen, in denen ukrainische Soldaten ausgebildet werden. Die Drohnen könnten dabei Smartphones in der Umgebung erfassen und diese Geräte später möglicherweise an der ukrainischen Front wiedererkennen. Zwar ließen sich solche Informationen theoretisch auch über Satelliten gewinnen, doch diese hätten technische Grenzen.
Bundesregierung reagiert mit neuen Maßnahmen
Das Bundesinnenministerium bestätigte die Einschätzung einer erhöhten Bedrohungslage. Ein Sprecher verwies auf bereits ergriffene Gegenmaßnahmen. Anfang Dezember wurde eine spezielle Drohnenabwehr-Einheit bei der Bundespolizei in Dienst gestellt. Diese Einheit sei innerhalb kürzester Zeit aufgebaut worden.
Zusätzlich wurde ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern eingerichtet. Dieses Zentrum soll Erkenntnisse bündeln und ein gemeinsames Lagebild erstellen. Das erklärte Ziel ist es, schneller handlungsfähig zu werden und die Resilienz gegenüber derartigen Bedrohungen zu erhöhen.
Herausforderungen bei der Abwehr
Die Bekämpfung unerlaubter Drohnenflüge stellt die Sicherheitsbehörden vor erhebliche Herausforderungen. Die kleinen Fluggeräte sind schwer zu orten und noch schwerer abzufangen. Zudem gestaltet sich die Identifizierung der Piloten als äußerst schwierig, da diese ihre Drohnen aus großer Entfernung steuern können.
Die Entwicklung zeigt, dass der Luftraum über Deutschland zunehmend zu einem sicherheitspolitischen Problemfeld wird. Die Behörden stehen vor der Aufgabe, einerseits die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu gewährleisten und andererseits die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine effektive Drohnenabwehr zu schaffen.
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