
Umfrage-Schock für Merz: AfD zieht zehn Punkte vor die Union

Die Union rutscht in der Sonntagsfrage des Instituts INSA auf 19,5 Prozent – die AfD steht bei 29,5 Prozent. Zehn Prozentpunkte Abstand: So groß war die Lücke zwischen beiden Parteien bei INSA noch nie. Und fast jeder Zweite wünscht sich Neuwahlen, sollte Kanzler Friedrich Merz zurücktreten.
45 Prozent wollen an die Wahlurne
Die Erhebung, über die zuerst berichtet wurde, stellte eine brisante Frage: Was soll passieren, wenn Merz das Kanzleramt verlässt? 45 Prozent der Befragten plädieren für Neuwahlen. 31 Prozent wollen, dass CDU, CSU und SPD aus ihrer Bundestagsmehrheit heraus einfach einen neuen Kanzler wählen.
Zehn Prozent sprechen sich für eine Unions-Minderheitsregierung aus, die sich von der AfD tolerieren lässt – ein Szenario, das im politischen Berlin bislang als Tabu gilt. 14 Prozent gaben keine Antwort.
Die Lager könnten unterschiedlicher kaum sein: Bei Unionsanhängern wollen 56 Prozent lieber einen Personaltausch im Kanzleramt als einen Urnengang, bei SPD-Anhängern 54 Prozent. Unter AfD-Anhängern fordern dagegen 67 Prozent Neuwahlen, beim BSW 62 Prozent, bei der Linken 58 Prozent.
Die Grünen als Stützpfeiler von Schwarz-Rot?
Kurios ist der Befund bei den Grünen. Obwohl die Partei im Bund auf der Oppositionsbank sitzt, wollen 55 Prozent ihrer Anhänger die Fortsetzung der schwarz-roten Koalition – nur mit neuem Kanzler. Nur 30 Prozent wollen wählen.
Man könnte es so lesen: Lieber die bestehende Regierung retten, als das Risiko eingehen, dass die Wähler etwas völlig anderes beschließen. Für viele Bürger dürfte das vor allem wie Angst vor dem eigenen Souverän wirken.
Söder vorn – aber 39 Prozent wollen keinen der Kandidaten
Bei der Frage nach einem möglichen Nachfolger führt CSU-Chef Markus Söder mit 20 Prozent, gefolgt von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst mit 14 Prozent. Innenminister Alexander Dobrindt kommt auf sechs, Hessens Regierungschef Boris Rhein auf drei Prozent. Doch 39 Prozent wollen keinen der Genannten. Unter Unionsanhängern liegt Söder bei 37, Wüst bei 27 Prozent.
Besonders bitter für die Kanzlerpartei: 54 Prozent der Befragten nennen CDU und CSU als jene Partei, die ihre eigenen Wähler in dieser Legislaturperiode am meisten enttäuscht habe. Die SPD folgt mit weitem Abstand bei 14 Prozent.
Nach dem Desaster im Nordosten
Der Zeitpunkt macht die Zahlen noch heikler. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern flog die CDU nach vorläufigem Ergebnis mit 4,9 Prozent erstmals in ihrer Geschichte aus einem Landtag – die AfD gewann Medienberichten zufolge mit 38,2 Prozent vor der SPD mit 35,5 Prozent. Merz will dennoch weitermachen, wie aus Berichten über seine Pressekonferenz in Berlin hervorgeht.
Aus Sicht unserer Redaktion ist das mehr als ein Umfrage-Ausrutscher. Wer im Wahlkampf Kurswechsel bei Migration, Energie und Schulden versprach und dann ein 500-Milliarden-Sondervermögen mitträgt, muss sich über Vertrauensverlust nicht wundender. Die Rechnung dafür stellen die Wähler – und irgendwann die Steuerzahler.
Die restlichen Werte: SPD und Grüne je 13,5 Prozent, Linke 10,5, FDP 4,5 und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde, BSW 3,5 Prozent. Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Wahlergebnisse. Aber sie zeigen, wie tief das Misstrauen sitzt.
In Phasen politischer Unsicherheit richten viele Bürger den Blick auf Substanz statt auf Versprechen – physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten dabei seit Generationen als bewährte Beimischung zur Vermögenssicherung.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Als PDF in wenigen Sekunden per E-Mail.
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











