
Verbraucher verschenken Hunderte Euro: Die Bündelangebot-Falle der Mobilfunkriesen

Es ist ein offenes Geheimnis, das die großen Telekommunikationskonzerne lieber unter Verschluss halten würden: Wer sein Smartphone zusammen mit einem Mobilfunktarif erwirbt, zahlt kräftig drauf. Eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox legt nun schonungslos offen, wie tief die deutschen Verbraucher in die Tasche greifen – und das völlig unnötig.
Durchschnittlich ein Viertel der Kosten einsparen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Wer Gerät und Tarif separat erwirbt, spart über eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten im Durchschnitt satte 25 Prozent. In besonders günstigen Konstellationen lassen sich sogar bis zu 37 Prozent der Kosten vermeiden. Man fragt sich unweigerlich, warum die Mehrheit der Deutschen nach wie vor bereitwillig in die Bündelangebot-Falle tappt.
Besonders interessant gestaltet sich der Blick auf die einzelnen Netzbetreiber. Im Telekom-Netz liegt die durchschnittliche Ersparnis bei beachtlichen 29 Prozent, gefolgt von Vodafone mit 27 Prozent. Bei 1&1 können Verbraucher immerhin noch 24 Prozent einsparen, während O2-Kunden mit 21 Prozent das Schlusslicht bilden – wobei auch diese Ersparnis keineswegs zu verachten ist.
Premium-Geräte: Hier wird besonders kräftig abkassiert
Die absoluten Spitzenreiter in Sachen Ersparnis finden sich ausgerechnet bei den teuersten Geräten. Das iPhone 17 Pro, kombiniert mit einem separat gebuchten Discounter-Tarif, kostet über 24 Monate gerechnet sage und schreibe 675 Euro weniger als im Telekom-Bundle. Eine Summe, für die manch einer mehrere Wochen arbeiten muss – einfach so verschenkt an einen Konzern, der ohnehin Milliardengewinne einfährt.
Die prozentual höchste Ersparnis von 37 Prozent ergab sich laut der Erhebung im 1&1-Netz beim Mittelklasse-Smartphone Google Pixel 9a. Ein Gerät, das sich an preisbewusste Käufer richtet – die dann paradoxerweise beim Bündelkauf am meisten draufzahlen würden.
Das perfide Spiel mit überdimensionierten Tarifen
Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox, bringt das Problem auf den Punkt: In den Vertragstarifen der großen Anbieter stecke rund sechsmal so viel Datenvolumen, wie in Deutschland im Schnitt pro Kopf verbraucht werde. Die Kunden würden überdimensionierte Tarife buchen, nur um die Anzahlung für das Wunschhandy möglichst niedrig zu halten. Damit zahlten sie jeden Monat für Leistungen, die sie schlichtweg nicht benötigten.
Es ist ein psychologischer Trick, der seit Jahren funktioniert: Die niedrige Anzahlung suggeriert ein Schnäppchen, während die monatlichen Kosten über zwei Jahre hinweg still und heimlich das Portemonnaie leeren. Die Konzerne wissen genau, dass der durchschnittliche Verbraucher selten die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit berechnet.
Methodische Grundlagen der Untersuchung
Für die Analyse verglich Verivox gängige Smartphone-Bundles der Anbieter Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 mit der Kombination aus separat gekauftem Endgerät und Discounter-Tarif im selben Netz. Als Grundlage dienten zwei Nutzerprofile: ein Durchschnittsnutzer und ein Premiumnutzer. Für beide Profile wurden jeweils zwei Varianten berechnet – einmal mit Tarifen ähnlicher Leistung und einmal mit einem am tatsächlichen Durchschnittsverbrauch orientierten Datenvolumen.
Als Beispielgeräte dienten das Google Pixel 9a mit 128 GB Speicher sowie das Apple iPhone 17 Pro mit 256 GB, jeweils zum unverbindlichen Verkaufspreis der Hersteller. Sämtliche Kosten wurden auf eine Laufzeit von 24 Monaten hochgerechnet, wobei kurzfristige Aktionsangebote bewusst außen vor blieben.
Ein Appell an den mündigen Verbraucher
Die Ergebnisse dieser Analyse sollten jedem Smartphone-Käufer zu denken geben. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und einer Inflation, die den Bürgern ohnehin schon genug zusetzt, ist es geradezu fahrlässig, Hunderte Euro an Großkonzerne zu verschenken. Der getrennte Kauf von Gerät und Tarif erfordert zwar etwas mehr Rechercheaufwand, belohnt den informierten Verbraucher jedoch mit einer erheblichen Ersparnis.
Wer sein hart verdientes Geld lieber in wertbeständige Anlagen wie physische Edelmetalle investiert, anstatt es den Mobilfunkgiganten in den Rachen zu werfen, handelt nicht nur finanziell klüger, sondern sichert auch langfristig sein Vermögen gegen die schleichende Entwertung durch die Inflation ab.
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