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24.09.2026
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Volksbank-Beben in Wolfsburg: 608 Millionen Minus – und VW wankt!

Volksbank-Beben in Wolfsburg: 608 Millionen Minus – und VW wankt!
Symbolbild: KI-generiert

Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg, kurz BraWo, meldet für 2025 einen vorläufigen Verlust von 608,1 Millionen Euro. Den Schaden fängt der genossenschaftliche Sicherungsverbund mit bis zu 720 Millionen Euro auf. Gleichzeitig streicht Volkswagen weitere Zehntausende Stellen. Damit gerät eine ganze Region in eine gefährliche Doppelzange.

Eine Volksbank, die lieber Immobilienkonzern sein wollte

Die Ursache liegt nach Angaben der Bank vor allem bei ihr selbst. Über Jahre hat die BraWo ihr Geschäft weit über Konten und Kredite hinaus ausgedehnt, hin zu Immobilienprojekten und Firmenbeteiligungen. Laut dem Institut stammen 96 Prozent der Wertberichtigungen aus Bereichen außerhalb des klassischen Bankgeschäfts. Rund 80 Prozent entfallen allein auf Immobilien.

Die Rettung ist Medienberichten zufolge der größte Stützungsfall unter deutschen Genossenschaftsbanken in jüngster Zeit. Die Bank erhält Garantien über 473 Millionen Euro. Außerdem könnte die Sicherungseinrichtung des Branchenverbands BVR Anteile von bis zu 250 Millionen Euro zeichnen. Zusätzlich hat die Bank 136 Millionen Euro an Reserven aufgelöst.

Interims-Vorstandssprecher Lars Berkefeld gab laut NDR die neue Richtung vor:

„Mehr Bank, mehr Region, weniger Komplexität. Wir wollen die kommenden Jahre nutzen, um die Volksbank BRAWO wieder zu einer klassischen Volksbank in unserer Heimatregion zu machen."

So weit, so vernünftig. Man fragt sich nur, warum eine Genossenschaftsbank diese Erkenntnis erst nach einem Loch von über 600 Millionen Euro hat. Wie berichtet wird, sollen 15 Immobilien verkauft werden, und die Sanierung soll fünf Jahre dauern. Eine unabhängige Kanzlei prüft frühere Entscheidungen. Ob Vorstand oder Aufsichtsrat Pflichten verletzt haben, ist offen.

Wolfsburg hängt am VW-Tropf

Die Bankenkrise trifft ausgerechnet auf eine Region, der das wirtschaftliche Fundament wegbricht. Der VW-Aufsichtsrat hat weitere 50.000 Stellenstreichungen beschlossen. Damit steigt der geplante Abbau auf insgesamt rund 100.000 Arbeitsplätze. Laut Berichten prüft der Konzern für vier Werke eine neue Nutzung und rechnet mit Restrukturierungskosten in Milliardenhöhe. Betriebsratschefin Daniela Cavallo bestreitet allerdings, dass die Arbeitnehmerseite diesem Abbau zugestimmt habe.

Für Wolfsburg ist das ein Erdbeben. Konzern und Zulieferer bestimmen hier Einkommen, Kaufkraft und Wohnungsmarkt. Im Agenturbezirk Helmstedt, zu dem die Stadt gehört, lag die Arbeitslosigkeit im Juli 2026 um 8,4 Prozent über dem Vorjahr, und das noch vor dem jüngsten VW-Paket. Knapp 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten dort in Großbetrieben. Eine solche Abhängigkeit ist ein Klumpenrisiko.

Wenn der Job wackelt, wackelt der Kredit

Wie sich so eine Krise ausbreitet, ist bekannt. Zuerst fallen Arbeitsplätze weg und die Menschen verdienen weniger. Dann werden Raten für das Eigenheim zum Problem. Notverkäufe drücken die Preise, und damit verlieren genau die Häuser an Wert, die Banken als Sicherheit für Kredite halten. Bei Häusern in Wolfsburg zeigen Marktdaten über sechs Monate bereits ein Minus von 2,6 Prozent. Von einem Absturz kann zwar noch keine Rede sein, aber die Richtung ist unangenehm.

Wie viele BraWo-Kunden bei VW oder bei Zulieferern arbeiten, veröffentlicht die Bank nicht. Das zusätzliche Kreditrisiko lässt sich deshalb nicht beziffern. Klar ist aber: Die Bank wird gleichzeitig von ihren eigenen Altlasten und von der Krise in ihrer Region getroffen.

Ein Warnsignal weit über Niedersachsen hinaus

Der Fall zeigt im Kleinen ein großes Problem. Kritiker sehen die Ursachen der Autokrise auch in hohen Energiepreisen, ausufernder Regulierung und politischen Vorgaben aus Berlin und Brüssel. Am Ende landen die Folgen bei Banken, Sparern und Familien. Für viele Anleger ist das ein Grund, einen Teil ihres Vermögens außerhalb des Bankensystems zu halten. Physisches Gold und Silber hängen weder von Bankbilanzen noch von einzelnen Arbeitgebern ab und können deshalb eine sinnvolle Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Finanzprodukte oder Edelmetalle zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Leser muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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