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VW im Abwärtsstrudel: 5,8 Milliarden Euro Minus in drei Monaten!

VW im Abwärtsstrudel: 5,8 Milliarden Euro Minus in drei Monaten!
Symbolbild: KI-generiert

Volkswagen rutscht tief in die roten Zahlen. Von Juli bis September 2026 stand beim Wolfsburger Konzern nach Steuern ein Verlust von rund 5,82 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Gründe sind eine gewaltige Abschreibung auf Porsche, das Debakel in China und die teure Sanierung des Konzerns.

Ein Ausrutscher ist das nicht. Schon im dritten Quartal des Vorjahres hatte VW ein Minus gemeldet, damals gut 1,07 Milliarden Euro. Diesmal ist das Loch mehr als fünfmal so groß.

Porsche: Von der Goldgrube zum Sorgenkind

Allein die Sondereffekte summieren sich laut Konzern auf 7,8 Milliarden Euro. Den größten Brocken macht mit rund 6,4 Milliarden Euro eine Abschreibung auf den Firmenwert der Stuttgarter Sportwagentochter aus. Geld fließt dabei zwar nicht ab. Der operative Gewinn wird aber trotzdem massiv belastet, weil VW von Porsche künftig schlicht weniger erwartet.

Die Lage wirkt beinahe wie ein Déjà-vu. Medienberichten zufolge hatte VW schon im September 2025 rund drei Milliarden Euro auf Porsche abgeschrieben. Die Marke, früher die verlässlichste Gewinnmaschine im Konzern, leidet seit Langem unter dem China-Einbruch, den US-Zöllen und Kehrtwenden bei der Elektrostrategie. Zuletzt hätten sich die Porsche-Zahlen allerdings stabilisiert.

China-Debakel und E-Auto-Falle

Noch dramatischer sehen die Absatzzahlen aus. Im Quartal lieferte der Konzern 1,89 Millionen Fahrzeuge aus, gut 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In China, lange der wichtigste Wachstumsmarkt der Wolfsburger, brach der Absatz um 38,5 Prozent auf knapp 406.000 Autos ein. Mehr als jedes dritte China-Geschäft ist damit binnen eines Jahres weggefallen.

Dazu kommen ein harter Preiskampf weltweit und ein wachsender Anteil von Elektroautos, an denen VW deutlich weniger verdient. Was in Brüssel und Berlin als Fortschritt gefeiert wird, frisst in Wolfsburg also die Marge auf. Der Quartalsumsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro. Nach neun Monaten stehen gut sechs Millionen ausgelieferte Fahrzeuge in der Bilanz, rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Prognose: Kaum noch Gewinn übrig

Ganz überraschend kommen die Zahlen nicht. Schon Mitte September hatte Konzernchef Oliver Blume die Jahresprognose zusammengestrichen. Statt einer operativen Rendite von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet VW nun höchstens noch ein Prozent. 2025 waren es noch 2,8 Prozent. Beobachter verweisen darauf, dass VW damit schon im dritten September in Folge die Erwartungen kappen musste.

  • Umsatzziel 2026: rund 315 Milliarden Euro (2025: 321,9 Milliarden)
  • Operative Rendite: bis zu 1 Prozent
  • Sondereffekte im Gesamtjahr: laut Konzern rund 10 Milliarden Euro

Zu den Belastungen gehören laut der Unternehmensmitteilung auch zusätzliche Kosten für Vorruhestandsregelungen und der geplante Verkauf des Standorts Osnabrück.

Die Rechnung zahlen die Beschäftigten

Für die Belegschaft sind das bittere Nachrichten. Blume hatte im Juli Berichten zufolge eingeräumt, dass weltweit bis zu 50.000 weitere Stellen bedroht seien. Was beim größten Industriekonzern des Landes passiert, ist ein Warnsignal für ganz Deutschland: hohe Energiepreise, ausufernde Regulierung, politisch erzwungene Antriebswende. Hat die Bundesregierung darauf eine überzeugende Antwort? Bislang ist kaum eine zu erkennen.

Wer sehen muss, wie selbst Weltkonzerne innerhalb weniger Jahre Milliarden an Wert verlieren, fragt sich zu Recht, wie sicher sein eigenes Vermögen eigentlich ist. Physisches Gold und Silber hängen nicht an Absatzzahlen, Firmenwerten oder Konzernstrategien. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie helfen, das Vermögen zu stabilisieren.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Anlageprodukten. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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