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Kettner Edelmetalle
10.09.2026
05:46 Uhr
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Waffen-Streit mit Kiew: Wadephul will Aufträge für deutsche Firmen

Waffen-Streit mit Kiew: Wadephul will Aufträge für deutsche Firmen
Symbolbild: KI-generiert

Berlin, 10. September 2026: Außenminister Johann Wadephul (CDU) verlangt von der Ukraine, künftig deutlich mehr Rüstungsgüter bei deutschen Unternehmen zu bestellen. In einem Podcast des Bild-Vizechefredakteurs erklärte er, Deutschland sei inzwischen der stärkste finanzielle und militärische Unterstützer Kiews – davon müsse auch die heimische Verteidigungsindustrie profitieren.

Das Thema habe er bereits bei seinem jüngsten Besuch in Kiew direkt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj angesprochen, so der Minister. Konkrete Zahlen oder Firmennamen nannte er nicht. Eine Reaktion aus Kiew lag zunächst nicht vor.

Vom Partner auf Augenhöhe zum Mahner

Der Tonwechsel ist bemerkenswert. Bei seinem Antrittsbesuch im Juni 2025 sprach Wadephul noch von einer Partnerschaft auf Augenhöhe und lobte die Rüstungszusammenarbeit als „echten Trumpf“. Beide Seiten könnten profitieren, sagte er damals neben seinem Amtskollegen Andrij Sybiha.

Bei seiner vierten Kiew-Reise im August versicherte er noch, Deutschland werde „felsenfest an der Seite der Ukraine“ stehen. Die Unterstützung sei „die wichtigste Aufgabe unserer Außen- und Sicherheitspolitik“. Nun klingt der Minister eher wie ein Gläubiger, der Rechenschaft verlangt.

Warum es zwischen Berlin und Kiew knirscht

Der Hintergrund: Die Ukraine baut ihre eigene Waffenproduktion massiv aus und wirbt weltweit um Investoren für ihre Rüstungsindustrie. Medienberichten zufolge wächst in der Bundesregierung der Unmut darüber, dass Kiew deutsches Geld zunehmend in die eigene Fertigung lenkt – selbst Drohnen aus deutsch-ukrainischer Produktion sollen zuletzt von den Wunschlisten verschwunden sein.

Rückendeckung erhält Wadephul aus der Industrie. Der Präsident des Bundesverbands der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, Rheinmetall-Chef Armin Papperger, sagte dem Spiegel:

„Der Außenminister hat recht: Wenn Deutschland die Ukraine finanziell unterstützt, sollten mit diesem Steuergeld auch vorrangig deutsche und europäische Systeme beschafft werden.“

Der wahre Auslöser sitzt in Magdeburg

Dass der Ton rauer wird, dürfte weniger mit Kiew als mit Magdeburg zu tun haben. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September stürzte die CDU auf 17 Prozent ab. Die AfD wurde mit rund 43 Prozent stärkste Kraft – ein Rekordergebnis, das die absolute Mehrheit dennoch verfehlte.

Besonders bitter für die Union: Sie verlor sämtliche 41 Direktmandate, 38 davon gingen an die AfD. Ein Wahlabend, der in der Berliner Parteizentrale wie ein Warnschuss eingeschlagen sein dürfte.

Aus Sicht unserer Redaktion ist Wadephuls Vorstoß deshalb vor allem innenpolitisch zu lesen. Wer den eigenen Wählern Milliardenhilfen erklären muss, während Haushaltslöcher, Sozialabgaben und Energiepreise drücken, sucht nach einem Argument, das im Portemonnaie ankommt: Wenigstens ein Teil des Geldes solle in deutsche Wertschöpfung fließen.

Die Rechnung zahlt der Steuerzahler

Die eigentliche Frage bleibt jedoch unbeantwortet: Wie lange kann ein Land, das gleichzeitig 500 Milliarden Euro Sondervermögen verschuldet, Klimaneutralität ins Grundgesetz schreibt und einen der teuersten Sozialstaaten Europas finanziert, diese Lasten schultern? Kritiker sehen darin eine Rechnung, die künftige Generationen begleichen müssen – über Steuern, Abgaben und schleichende Geldentwertung.

Wer sein Vermögen gegen politische Unwägbarkeiten und Kaufkraftverlust absichern will, setzt seit Jahrhunderten auch auf physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Gold und Silber kennen keine Haushaltsdebatte.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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