
Während Deutschland Atomkraftwerke abreißt, plant Indien den nuklearen Aufbruch
Man stelle sich die Szene vor: Auf der einen Seite des Planeten läutet eine aufstrebende Wirtschaftsmacht ein neues Zeitalter der Kernenergie ein, während auf der anderen Seite – in Deutschland – die letzten Meiler abgeschaltet und mit ideologischer Genugtuung dem Erdboden gleichgemacht werden. Der Kontrast könnte kaum bitterer ausfallen. Indien greift nach den Sternen, Deutschland versinkt im energiepolitischen Blindflug.
Fünf Reaktoren bis 2033 – ein ambitionierter Fahrplan
Wie Indiens Atomenergie-Minister Jitendra Singh in einer schriftlichen Antwort an Parlamentarier mitteilte, wolle das Land bis 2033 fünf sogenannte Small Modular Reactors (SMR) im eigenen Land errichten. Diese kompakten, modular gefertigten Kernreaktoren gelten als die Zukunft der Kernenergie – kostengünstiger, flexibler und schneller zu bauen als die kolossalen Großkraftwerke der Vergangenheit.
Das renommierte Bhabha Atomic Research Centre arbeite laut Singh bereits an gleich mehreren Projekten: einem 220-Megawatt-Reaktor namens Bharat Small Modular Reactor, einem 55-Megawatt-Modell sowie einem Hochtemperatur-Gasreaktor, der sogar zur Wasserstoffproduktion tauge. Man spürt förmlich die Aufbruchstimmung, die in Neu-Delhi herrscht.
Von 8,8 auf 100 Gigawatt – ein Sprung in eine andere Liga
Die Zahlen sind beeindruckend. Aktuell verfügt Indien über gerade einmal 8,78 Gigawatt installierter Kernkraftleistung. Bis zum Haushaltsjahr 2031/32 soll dieser Wert auf rund 22 Gigawatt anwachsen. Doch das eigentliche Ziel ist noch weitaus größer: Bis 2047 will das Land seine nukleare Kapazität auf sagenhafte 100 Gigawatt hochfahren – eine Verzehnfachung.
Ein solcher Kraftakt erfordert gewaltige Investitionen: Rund 19,28 Billionen indische Rupien, umgerechnet etwa 200 Milliarden US-Dollar, seien laut einem Regierungsgremium notwendig, um dieses Ziel zu erreichen.
Privatwirtschaft darf endlich mitmischen
Besonders bemerkenswert: Ende 2025 habe die indische Regierung ein wegweisendes Atomgesetz verabschiedet, das erstmals privaten Unternehmen Investitionen in die Kernenergie erlaube. Der sogenannte SHANTI-Act könne enorme Kapitalströme in den Sektor lenken. Während man in Berlin über Genderleitfäden und Heizungsverbote debattiert, öffnet Indien seinen Energiemarkt für unternehmerischen Tatendrang. Der staatliche Versorger NTPC Ltd, bislang der einzige Kernkraftbetreiber des Landes, soll dennoch rund 30 Prozent der neuen Kapazitäten stemmen und sichert sich bereits weltweit Beteiligungen an Uranvorkommen, um den Brennstoffnachschub zu garantieren.
Und was macht Deutschland?
Hierzulande hat man sich mit dem endgültigen Atomausstieg 2023 selbst ins energiepolitische Abseits manövriert. Funktionsfähige, hochmoderne Kraftwerke wurden aus rein ideologischen Gründen vom Netz genommen, während die Strompreise für Bürger und Industrie in schwindelerregende Höhen kletterten. Der Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland ist heute mit Händen zu greifen. Es ist die Meinung unserer Redaktion – und die eines wachsenden Teils der Bevölkerung –, dass eine Politik, die eigene Zukunftstechnologien mutwillig zerstört, während andere Nationen sie beherzt ausbauen, sich am eigenen Volk versündigt.
Was das für den Anleger bedeutet
Der weltweite Ausbau der Kernenergie zeigt, wie unterschiedlich Nationen mit ihrer Zukunft umgehen. In unsicheren Zeiten – geprägt von Inflation, Schuldenbergen und politischer Kurzsichtigkeit – bleibt physisches Gold und Silber ein bewährter Anker zur Vermögenssicherung. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle jenen Schutz, den keine ideologiegetriebene Regierung entwerten kann.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für konkrete Fragen wenden Sie sich bitte an einen unabhängigen Fachberater.

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