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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
12:01 Uhr

Während VW im Sinkflug trudelt, zeigt die tschechische Tochter Skoda, wie Autobauen funktioniert

Es ist ein Bild, das an Ironie kaum zu überbieten ist: Ausgerechnet die einst als „Billigmarke" belächelte Konzerntochter Skoda fährt dem stolzen Wolfsburger Mutterkonzern Volkswagen mit Vollgas davon. Während VW einen Gewinneinbruch von rund 50 Prozent verkraften muss und bis 2030 sage und schreibe 50.000 Stellen in Deutschland streichen will, meldet Skoda aus dem beschaulichen Mladá Boleslav Rekordzahlen. Der operative Gewinn stieg um 8,6 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro, der Umsatz knackte erstmals die 30-Milliarden-Marke. Man möchte fast fragen: Wer ist hier eigentlich die Mutter und wer die Tochter?

Das Erfolgsrezept: Pragmatismus statt Ideologie

Was Skoda-Chef Klaus Zellmer als Erklärung für den Erfolg anführt, klingt so simpel, dass man sich fragt, warum Wolfsburg nicht längst auf dieselbe Idee gekommen ist. Man entwickle, produziere und verkaufe schlicht das, was der Kunde wolle – unabhängig von der Antriebsart. Welch revolutionärer Gedanke! Während die deutsche Automobilindustrie jahrelang von der Politik in eine ideologisch getriebene Elektro-Offensive gedrängt wurde, setzt Skoda auf Flexibilität. Verbrenner, Hybrid, Elektro – der Kunde entscheidet, nicht der Zeitgeist.

Besonders aufschlussreich ist die Ankündigung, einen Nachfolger für den beliebten Kompakt-SUV Karoq zu bauen – mit konventionellem Antrieb und Hybridvariante. Zellmer nannte dies eine „Reaktion auf die Verlangsamung der Transformation hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen". Auf gut Deutsch: Die Realität hat die grünen Träume eingeholt. Der Markt will keine erzwungene Elektrifizierung um jeden Preis.

Deutschlands Autoindustrie – ein Trauerspiel mit Ansage

Der Kontrast könnte kaum schärfer sein. Porsche verzeichnet einen Gewinneinbruch von über 91 Prozent, VW bricht um die Hälfte ein, und selbst BMW muss Federn lassen. Die deutsche Automobilindustrie, einst das Kronjuwel der Exportnation, steckt in einer existenziellen Krise. Und wer trägt die Verantwortung? Sicherlich nicht allein die Konzernvorstände.

Jahrelang hat die Politik – allen voran die gescheiterte Ampelkoalition – die Branche mit immer absurderen Regulierungen überzogen, das Verbrenner-Aus propagiert und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für eine wettbewerbsfähige Industriepolitik systematisch untergraben. Explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie und eine Infrastruktur, die den Namen kaum noch verdient: Das sind die wahren Standortfaktoren, die Deutschland als Automobilnation zunehmend ins Abseits drängen.

Geopolitische Risiken verschärfen die Lage

Als wäre die hausgemachte Krise nicht genug, kommen nun geopolitische Verwerfungen hinzu, die das Bild weiter verdüstern. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben die Ölpreise in die Höhe. Die Freigabe der deutschen Ölreserven verpufft wirkungslos am Markt. Trumps Zollpolitik mit 20 Prozent auf EU-Importe trifft die deutschen Premiumhersteller ins Mark – während Skoda, das in Nordamerika gar nicht vertreten ist, davon völlig unberührt bleibt. Manchmal ist es eben ein Vorteil, nicht in den großen Märkten mitzuspielen.

Zellmer hat zudem den Blick nach vorn gerichtet: Nachdem Skoda den russischen Markt verlassen hat und sich aus China zurückzieht, soll Indien zum neuen Wachstumszentrum werden. Eine strategische Entscheidung, die angesichts der wachsenden Mittelschicht auf dem Subkontinent durchaus Sinn ergibt – und die zeigt, dass in Mladá Boleslav offenbar klarer gedacht wird als in so manchem deutschen Vorstandsbüro.

Die bittere Lektion für den Standort Deutschland

Was uns die Skoda-Erfolgsstory lehrt, ist im Grunde erschreckend einfach: Wer auf den Kunden hört statt auf ideologische Vorgaben, wer effizient wirtschaftet statt Milliarden in politisch gewollte Prestigeprojekte zu versenken, und wer flexibel bleibt statt sich dogmatisch an eine einzige Antriebstechnologie zu klammern, der hat auch in turbulenten Zeiten Erfolg. Dass diese Binsenweisheit ausgerechnet aus Tschechien kommen muss, während in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen, ist ein Armutszeugnis für die deutsche Wirtschaftspolitik.

Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz aufgelegte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur mag gut gemeint sein. Doch solange die grundlegenden Standortbedingungen – bezahlbare Energie, schlanke Bürokratie, technologieoffene Regulierung – nicht stimmen, wird auch dieses schuldenfinanzierte Mammutprogramm die Deindustrialisierung Deutschlands bestenfalls verlangsamen, aber nicht aufhalten. Die Zeche zahlen am Ende, wie immer, die Bürger und Steuerzahler.

In unsicheren Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen, Währungsrisiken und eine schwächelnde Konjunktur zusammentreffen, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio klug diversifizieren möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen als zeitlosen Wertspeicher ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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