
Washington fordert Europa auf: Schluss mit der KI-Angstmacherei
Es sind deutliche Worte, die aus dem Weißen Haus in Richtung Brüssel hallen – und sie dürften den Bürokraten in der EU-Kommission nicht schmecken. Sriram Krishnan, der oberste KI-Berater von Präsident Donald Trump, hat der Europäischen Union am Rande des India AI Impact Summit in Neu-Delhi unmissverständlich ins Stammbuch geschrieben, was viele Unternehmer und Technologie-Experten längst denken: Europa reguliert sich beim Thema Künstliche Intelligenz zu Tode.
Ein vernichtendes Urteil über den EU AI Act
Krishnan nahm kein Blatt vor den Mund. Die Atmosphäre in der EU müsse sich grundlegend ändern, weg von der obsessiven Regulierungswut und dem „Doomerism" – also der permanenten Schwarzmalerei über die Gefahren Künstlicher Intelligenz – hin zu einem echten Innovationsgeist. Der 2024 verabschiedete EU AI Act, das europäische Regelwerk zur Regulierung von KI-Systemen, sei schlicht nicht dazu geeignet, Unternehmern das Entwickeln grundlegender Technologien zu ermöglichen.
Besonders pikant: Krishnan betonte, er habe den EU AI Act bereits vor seinem Amtsantritt kritisiert, tue es während seiner Amtszeit und werde es vermutlich auch danach noch tun. Eine bemerkenswert konsistente Haltung, die zeigt, dass es sich hier nicht um bloße politische Rhetorik handelt, sondern um eine tiefe Überzeugung.
Europas Talente wandern ab
Als konkretes Beispiel für die verheerenden Auswirkungen der europäischen Überregulierung nannte der Trump-Berater den Fall des österreichischen Programmierers Peter Steinberger. Der Entwickler hinter der persönlichen KI-Assistenten-Plattform OpenClaw verlässt Europa, um in den Vereinigten Staaten bei OpenAI anzuheuern. Ein Symptom, das Bände spricht. Während Europa Formulare entwirft und Compliance-Abteilungen aufbläht, saugen die USA die klügsten Köpfe des Kontinents ab wie ein Staubsauger.
Man muss sich diese Dynamik einmal vor Augen führen: Die EU investiert Millionen in die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte – nur um sie dann durch ein erstickend dichtes Regulierungsnetz in die Arme der amerikanischen Tech-Giganten zu treiben. Absurder könnte Wirtschaftspolitik kaum sein.
Indien als Gegenentwurf zu Europas Bürokratie
Während Krishnan für die EU nur Kritik übrig hatte, lobte er Indiens regulatorischen Ansatz ausdrücklich als „pro-innovation". Tatsächlich versammeln sich am Donnerstag Weltführer in Neu-Delhi, darunter auch EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Bezeichnend dabei: In einem Entwurf der Gipfelerklärung tauche das Wort „Sicherheit" nicht einmal auf. Die globale KI-Debatte hat sich seit dem ersten KI-Gipfel 2023 in Großbritannien spürbar verschoben – weg von Governance-Diskussionen, hin zu konkreten Geschäfts- und Investitionsvereinbarungen zwischen Industrie und Regierungen.
Europas fatale Selbstbeschränkung
Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als eine tektonische Verschiebung in der globalen Technologiepolitik. Während die USA unter Trump konsequent auf Deregulierung und Innovationsförderung setzen und Indien einen pragmatischen Kurs fährt, verharrt Europa in seiner Lieblingsrolle: der des weltweiten Oberlehrers, der anderen erklärt, wie man Technologie nicht nutzen sollte.
Die Parallelen zur deutschen Politik sind dabei frappierend. Auch hierzulande kennt man das Phänomen nur zu gut: Statt Rahmenbedingungen zu schaffen, die Unternehmer ermutigen und Innovationen beflügeln, wird reguliert, kontrolliert und eingeschränkt. Das Ergebnis ist ein schleichender Verlust an Wettbewerbsfähigkeit, der sich in den kommenden Jahren noch dramatisch verschärfen dürfte. Wer glaubt, man könne die KI-Revolution mit Paragraphen aufhalten, der glaubt auch, man könne den Wind mit einem Stoppschild bremsen.
Es wäre an der Zeit, dass Europa – und insbesondere Deutschland – aufwacht. Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz wird nicht in Brüsseler Konferenzräumen entschieden, sondern in den Laboren und Start-ups jener Länder, die ihren Innovatoren Freiheit statt Fesseln bieten. Doch die Hoffnung, dass diese Erkenntnis in den Köpfen der europäischen Entscheidungsträger ankommt, ist – man verzeihe den Realismus – äußerst gering.
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