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Kettner Edelmetalle
13.03.2026
12:07 Uhr

Washingtons Kehrtwende: USA lockern Russland-Sanktionen – Thailand wittert billige Öldeals

Washingtons Kehrtwende: USA lockern Russland-Sanktionen – Thailand wittert billige Öldeals

Was noch vor wenigen Monaten als undenkbar galt, ist nun Realität: Die Vereinigten Staaten haben eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung für den Erwerb russischen Öls erteilt. Rund 100 Millionen Barrel sanktionierten Rohöls, das sich derzeit auf hoher See befindet, dürfen nun den Besitzer wechseln. Das entspricht nahezu der gesamten globalen Tagesproduktion. Ein bemerkenswerter Schritt für eine Regierung, die sich einst als Speerspitze der Sanktionspolitik gegen Moskau inszenierte.

Thailand positioniert sich als williger Abnehmer

Kaum war die Nachricht aus Washington in der Welt, meldete sich Bangkok zu Wort. Thailands stellvertretender Premierminister Phipat Ratchakitprakarn erklärte, sein Land sei bereit, russisches Rohöl zu kaufen und bereite entsprechende Verhandlungen vor. Die Dringlichkeit ist nachvollziehbar: Thailand importiert derzeit etwa die Hälfte seines Öls über die Straße von Hormus – jene strategische Meerenge, die durch die Eskalation des Iran-Konflikts faktisch blockiert ist.

Die Lage im Persischen Golf hat sich dramatisch zugespitzt. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt – ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Ölpreise explodierten in der Folge. Ein thailändisches Schiff wurde am Mittwoch von einem Geschoss getroffen, was einen Brand auslöste und die Besatzung zur Evakuierung zwang. Bangkok forderte daraufhin eine Entschuldigung vom Iran. Man sieht: Die geopolitischen Verwerfungen treffen längst nicht mehr nur die unmittelbaren Konfliktparteien.

Realpolitik schlägt Ideologie – wieder einmal

US-Finanzminister Scott Bessent bemühte sich, die Maßnahme als „eng zugeschnitten" und „kurzfristig" darzustellen. Eine Stabilisierung der globalen Energiemärkte sei das Ziel. Die Lizenz erlaubt den Kauf und die Lieferung von russischem Rohöl und Erdölprodukten, die bis zum 12. März auf Schiffe verladen wurden, und gilt bis zum 11. April. Doch wer glaubt ernsthaft, dass solche Ausnahmen nicht zur Regel werden, wenn der Druck auf die Energiemärkte anhält?

Es ist bereits die zweite Aussetzung von Ukraine-bezogenen US-Sanktionen innerhalb einer einzigen Woche. Schon am 5. März hatte Washington eine ähnliche Ausnahmegenehmigung speziell für Indien erteilt. Ein Muster zeichnet sich ab – und es erzählt eine Geschichte, die so alt ist wie die Geopolitik selbst: Wenn die eigenen wirtschaftlichen Interessen bedroht sind, werden selbst die lautesten moralischen Bekenntnisse erstaunlich leise.

Europa protestiert – doch wer hört noch zu?

Erwartungsgemäß kam aus Europa Kritik. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte nach einem Telefonat mit den G7-Staats- und Regierungschefs, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, die Sanktionen zu lockern. Der britische Energieminister Michael Shanks warnte, Putin dürfe dies nicht als Gelegenheit sehen, „in die Kriegsmaschinerie zu investieren". Starke Worte – doch wie viel Gewicht haben sie noch, wenn der mächtigste Verbündete bereits Fakten schafft?

Die europäische Empörung wirkt zunehmend wie ein Ritual ohne Konsequenzen. Während Washington pragmatisch handelt und seine Energieversorgung sichert, klammert sich Brüssel an eine Sanktionspolitik, deren Wirksamkeit von Monat zu Monat fragwürdiger erscheint. Deutschland, das sich unter der Ampelregierung mit besonderem Eifer von russischer Energie abwandte und dafür einen enormen wirtschaftlichen Preis zahlte, steht nun vor der bitteren Erkenntnis: Die Amerikaner spielen nach ihren eigenen Regeln. Sie taten es immer – und sie werden es immer tun.

Thailand rüstet sich für die Krise

Die thailändische Regierung handelt derweil mit bemerkenswerter Umsicht. Die strategischen Ölreserven wurden bereits aufgestockt, um den Verbrauch für 98 statt zuvor 92 Tage zu decken. Die Dieselpreise sollen zunächst bis zum 16. März gedeckelt bleiben, danach werde die Preisgestaltung erneut geprüft. Gleichzeitig beschleunigt Bangkok Verhandlungen über Öllieferungen aus alternativen Quellen. Ein Land, das seine Interessen kennt und danach handelt – man könnte fast neidisch werden.

Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie fragil die globale Energieversorgung ist und wie schnell geopolitische Krisen die Preise in die Höhe treiben können. In solchen Zeiten der Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber traditionell als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Ölpreise schwanken, Sanktionen kommen und gehen und politische Allianzen sich über Nacht verschieben, behält das Edelmetall seinen inneren Wert – unabhängig von den Launen der Weltpolitik.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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