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Kettner Edelmetalle
28.03.2026
14:31 Uhr

Wenn der Bischof zum politischen Aktivisten wird: Kirchensegen für Anti-AfD-Protest in Fulda

Man reibt sich die Augen und fragt sich unwillkürlich, ob man noch in einem Land lebt, in dem die Trennung von Kirche und Staat als zivilisatorische Errungenschaft gilt. In Fulda-Johannesberg hat der katholische Bischof Michael Gerber am vergangenen Samstag junge Mitglieder katholischer Jugendverbände gesegnet – nicht etwa vor einer Wallfahrt oder einem Gottesdienst, sondern vor deren Teilnahme an einem politischen Protest gegen die Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland".

Geistlicher Beistand für politischen Kampf

„Ich bin dankbar, dass junge Menschen heute Verantwortung übernehmen – friedlich, sichtbar und gemeinsam", ließ sich Gerber in einer Pressemitteilung zitieren. Friedlich und sichtbar – das klingt zunächst harmlos. Doch der Kontext ist alles andere als harmlos. Denn das sogenannte „Demokratiefest", zu dem der Bischof seine Schäfchen entsandte, wurde vom Verein „Fulda stellt sich quer" organisiert – einer Organisation, die nach eigener Aussage nichts Geringeres anstrebt als die Zerstörung der AfD. Wörtlich heißt es dort: „Die AfD ist eine von Faschist*innen geführte Partei. Ihre bloße Existenz ist eine Schande."

Dass ein katholischer Bischof seinen Segen für eine Veranstaltung erteilt, deren Organisatoren eine demokratisch gewählte und im Bundestag vertretene Partei vernichten wollen, wirft fundamentale Fragen auf. Seit wann gehört es zum Hirtenamt, politische Feindbilder zu legitimieren? Und was sagt es über den Zustand der deutschen Amtskirche aus, wenn sie sich derart bereitwillig vor den Karren einer politischen Agenda spannen lässt?

Steuergeld für den „Kampf gegen rechts"

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man die Finanzierung des Vereins „Fulda stellt sich quer" betrachtet. Der als gemeinnützig anerkannte Verein erhielt sage und schreibe 144.366 Euro vom Bundesfamilienministerium – über den Umweg der „Partnerschaft für Demokratie" der Stadt Fulda und das Bundesprogramm „Demokratie Leben". Diese Summe entspricht einem Drittel der gesamten Förderung, die die Stadt Fulda im Rahmen dieses Programms erhält und weiterverteilt.

Der deutsche Steuerzahler finanziert also indirekt einen Verein, der offen die Zerstörung einer demokratisch legitimierten Partei propagiert – und ein Bischof segnet die Teilnehmer der entsprechenden Veranstaltung. Wenn das die viel beschworene „Demokratieförderung" sein soll, dann hat der Begriff offenkundig eine Bedeutungsverschiebung erfahren, die George Orwell vor Neid erblassen ließe.

Gewalt statt Friedfertigkeit

Gerbers Grußwort strotzte vor edlen Formulierungen. Christen müssten für Demokratie, Menschenwürde und Religionsfreiheit eintreten, so der Bischof. „Gleichgültigkeit gegenüber Ausgrenzung und Herabsetzung dürfe es nicht geben." Schöne Worte. Doch die Realität der Anti-AfD-Proteste sieht gänzlich anders aus.

Bei der bundesweiten Gründung der AfD-Jugendorganisation in Gießen im November waren rund 25.000 Menschen auf die Straße gegangen. Was als friedlicher Protest angekündigt worden war, eskalierte in heftige Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten. Straßenblockaden wurden errichtet, Autos von AfD-Funktionären angegriffen. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Julian Schmidt wurde von Vermummten zu Boden gestoßen und durch Schläge und Tritte an Nase und Jochbein verletzt. Die Angreifer skandierten dabei „Alerta, alerta antifascista!" – der Schlachtruf der Antifa.

Auch Journalisten blieben nicht verschont. Bild-Journalist Paul Ronzheimer berichtete von einem „regelrechten Kessel", der sich um sein Team gebildet habe, nachdem von der Bühne aus auf seine Anwesenheit hingewiesen worden sei. Parolen wie „Hau ab!" und „Nazis raus!" wurden skandiert. Die Polizei musste das Journalistenteam vor den angeblich so friedlichen Demonstranten schützen. Ähnliches widerfuhr dem Team von Tichys Einblick, das von rund zwei Dutzend Aktivisten eingekreist, bedrängt und mit Faustschlägen angegriffen wurde.

Die Doppelmoral der Amtskirche

Angesichts dieser Vorgeschichte mutet es geradezu zynisch an, wenn ein Bischof seinen Segen für eine Folgeveranstaltung erteilt und dabei von „Menschenwürde" und „Demokratie" spricht. Wo war die bischöfliche Sorge um die Menschenwürde des zusammengeschlagenen Abgeordneten? Wo der Einsatz für die Pressefreiheit der attackierten Journalisten? Und wo bleibt die christliche Nächstenliebe gegenüber jenen Millionen Bürgern, die bei demokratischen Wahlen ihr Kreuz bei der AfD setzen?

Der hessische Innenminister Roman Poseck von der CDU kündigte auch für Fulda einen Großeinsatz der Polizei an – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Behörden mit erneuten Ausschreitungen rechneten. Dass ausgerechnet ein Bischof in diesem Umfeld seinen geistlichen Segen erteilt, offenbart ein erschreckendes Maß an politischer Verblendung oder – schlimmer noch – bewusster Instrumentalisierung des Glaubens für parteipolitische Zwecke.

Die katholische Kirche in Deutschland verliert seit Jahren in dramatischem Tempo Mitglieder. Die Gründe dafür sind vielfältig, doch eines steht fest: Wenn sich Bischöfe als politische Aktivisten gerieren und den Segen Gottes für den Kampf gegen eine demokratisch gewählte Partei erteilen, dürften sich noch mehr Gläubige fragen, ob diese Kirche noch ihre Kirche ist. Die Amtskirche wäre gut beraten, sich auf ihre eigentliche Aufgabe zu besinnen – die Seelsorge – statt sich als verlängerter Arm einer zunehmend radikalisierten „Zivilgesellschaft" zu betätigen, die mit Steuergeldern alimentiert wird und Gewalt gegen Andersdenkende billigend in Kauf nimmt.

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