
Wenn die Erben Kohls mit den Erben Honeckers paktieren: Die CDU vor dem Selbstmord auf Raten

Es gibt politische Momente, in denen sich der Charakter einer Partei offenbart wie unter einem grellen Scheinwerfer. Die Christlich Demokratische Union erlebt gerade einen solchen Moment – und was zu sehen ist, dürfte selbst hartgesottene Konservative die Faust in der Tasche ballen lassen. Die Partei Ludwig Erhards, einst Hüterin der sozialen Marktwirtschaft und des Privateigentums, liebäugelt offenbar mit jenen politischen Kräften, deren ideologische Ahnenreihe direkt in die Mauer- und Stacheldraht-Tradition der SED führt.
Günthers gefährliches Geplauder
Daniel Günther, der Kieler Ministerpräsident mit dem Hang zum Linkstrend, behauptet seit geraumer Zeit, die Linkspartei stehe der Union näher als die AfD. Eine These, die jeden, der schon einmal einen Blick in ein Parteiprogramm geworfen hat, ungläubig zurücklässt. Doch ausgerechnet jetzt, da in Teilen der Union munter Lockerungsübungen gegenüber der Linkspartei stattfinden, liefert die Linke selbst den Beweis, weshalb der Unvereinbarkeitsbeschluss kein politisches Folkloreelement, sondern eine demokratische Notwendigkeit ist.
Ulrike Eifler, immerhin Mitglied im Parteivorstand der Linken, erklärte auf der Plattform X mit einer Offenheit, die ihresgleichen sucht: Das Privateigentum, das die Mehrheit erarbeitet habe, aber nur einer Minderheit gehöre, sei kein demokratisch legitimiertes Freiheitsrecht, sondern eine Ungerechtigkeit, die zu beenden man sich entschlossen habe. Im Klartext: Die Linke will das Privateigentum abschaffen. Punkt. Daneben träumt die Bundestagsabgeordnete Caren Lay auf Instagram offen von der Enteignung des Wohnungskonzerns Vonovia und bastelt aus dem Firmennamen sozialistische Parolen.
Vulgärmarxismus in Reinkultur
Während sich Teile der Union also redlich mühen, die Linksaußenpartei als verirrte Mitte-Bewegung schönzureden, bricht aus den Genossen wieder jener Vulgärmarxismus hervor, den man im Westen vor 1989 kaum für möglich gehalten hätte. Die Forderung nach Abschaffung des Privateigentums zugunsten von „Volkseigentum" – das ist nicht etwa eine ungeschickte Formulierung, das ist Programm. Die Linke hat sich intellektuell nie von der SED emanzipiert. Sie ist nicht in der Mitte angekommen, sondern radikal geblieben.
Was das Ende des Privateigentums wirklich bedeutet
Wer das Privateigentum abschaffen will, schafft das Grundgesetz ab. Wer das Grundgesetz abschafft, schafft die Freiheit ab. Und wer die Freiheit abschafft, schafft den Wohlstand ab. Mangelwirtschaft, leere Regale, Schlangen vor den Konsumläden, Republikflucht – wer das für übertriebene Schwarzmalerei hält, möge in den Geschichtsbüchern blättern. Zwischen Ostsee und Erzgebirge gibt es noch genügend Zeitzeugen, die berichten können, wohin sozialistische Eigentumstheorien führen.
Die Merz'sche Zwickmühle
Die Union steckt in einem strategischen Dilemma, das sie sich selbst eingebrockt hat. Die Umfragewerte befinden sich im Sturzflug, die Koalition mit der SPD ist so unbeliebt wie selten ein Bündnis zuvor, und die Ostwahlen rücken bedrohlich näher. Friedrich Merz hat sich mit seinem starren „Brandmauer"-Dogma gegenüber der AfD selbst in eine Ecke manövriert, aus der er kaum mehr herauskommt. Eine Zusammenarbeit mit der AfD bedeutete für ihn das sofortige Ende seiner Kanzlerschaft – die SPD stünde umgehend mit allem im Antifa-Wahlkampfmodus, die Union selbst stünde vor der Implosion.
Also die Linke? Es klingt absurd, doch in Berliner Hinterzimmern dürfte genau das diskutiert werden. Eine Minderheitsregierung mit indirekter Unterstützung der Postkommunisten – kurzfristig vielleicht ein Ausweg, langfristig der Tod der Christdemokratie als bürgerlicher Kraft.
Der Verrat an der eigenen Geschichte
Sollte der Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken tatsächlich fallen, wäre dies nicht weniger als der finale Verrat an der eigenen Geschichte. Die Partei Konrad Adenauers, Ludwig Erhards und Helmut Kohls würde sich endgültig von ihren bürgerlichen Wurzeln verabschieden. Was bliebe, wäre eine entkernte Hülle, ein politisches Vehikel zur Pfründesicherung ohne Substanz und ohne Seele.
Bemerkenswert ist auch, dass die Linke offenbar ganz selektiv vorgehen möchte: Das Privateigentum der Bürger soll fallen, während die Pfründe der Parteibonzen selbstverständlich unangetastet bleiben. Eine Heuchelei mit System, die jeder kennt, der die DDR-Nomenklatura noch in Erinnerung hat. Wandlitz lässt grüßen.
Was bürgerliche Vorsorge in solchen Zeiten bedeutet
Wer politischen Strömungen zuhört, die offen die Abschaffung des Privateigentums fordern, der sollte sich Gedanken über die Sicherung seines Vermögens machen. Wenn etablierte Parteien plötzlich mit Kräften paktieren, die in ihrem Kern enteignungspolitisch denken, dann ist Vermögenssicherung keine Marotte mehr, sondern Notwendigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in der Geschichte stets eine Rolle als verlässlicher Anker in unsicheren Zeiten gespielt – als greifbarer, unabhängiger Wertspeicher außerhalb des Zugriffs politischer Tagesentscheidungen. Eine kluge Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio dürfte für viele Bürger gerade jetzt eine Überlegung wert sein.
Das Fazit ist bitter
Die Sehnsucht der Union nach einer Alternative zur AfD ist verständlich, doch der Preis dieser Verzweiflung wäre die eigene Auflösung. Wer mit jenen koaliert, die das Privateigentum als Übel betrachten, der gibt das Bürgerliche endgültig preis. Die CDU täte gut daran, sich wieder auf ihre Wurzeln zu besinnen, statt im machtpolitischen Taumel mit den Erben der SED zu flirten. Andernfalls dürfte sich der Christlich-Demokratische Untergang in einer Geschwindigkeit vollziehen, die selbst pessimistische Beobachter überraschen wird.
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