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Kettner Edelmetalle
28.08.2026
10:13 Uhr
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Windkraft-Betrüger flieht bei Freigang: Kaviar-Grüße aus Moskau!

Windkraft-Betrüger flieht bei Freigang: Kaviar-Grüße aus Moskau!
Symbolbild: KI-generiert

Er verkaufte Windparks, die es nie gab – jetzt ist er selbst verschwunden. Der wegen millionenschweren Betrugs verurteilte Hendrik Holt kehrte am 25. August von einem genehmigten, unbegleiteten Ausgang nicht in die Justizvollzugsanstalt im Berliner Raum zurück. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück geht von einer Flucht aus und fahndet nach dem 36-Jährigen.

Ein Schreiben, ein Instagram-Bild – und weg ist er

Ein Behördensprecher erklärte, es lägen inzwischen Tatsachen vor, die auf eine Flucht schließen ließen. Laut Medienberichten liegt der Staatsanwaltschaft zudem ein Schreiben aus Holts Umfeld vor, wonach er das Bundesgebiet verlassen habe und nicht in den offenen Vollzug zurückkehren werde.

Und dann ist da noch dieser Instagram-Account, hinter dem offenbar Holt selbst steckt. Dort tauchte ein Bild auf mit der Zeile:

Liebesgrüße aus Moskau sehr schön hier der Kaviar ist fantastisch

Bestätigen ließ sich der Aufenthaltsort bislang nicht. Ein Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und Russland existiert nicht – sollte sich die Spur bestätigen, dürfte die Fahndung schwierig werden.

Windparks aus dem Nichts – zehn Millionen Euro Schaden

Der Fall des Emsländers aus Haselünne liest sich wie ein Wirtschaftskrimi. Holt trat als schillernder Windkraft-Unternehmer auf, signierte E-Mails mit einem frei erfundenen Doktortitel und ließ sich im Februar 2020 sogar als Sponsor der Münchner Sicherheitskonferenz feiern – mit einer Firma, die es faktisch nicht gab.

Im April 2020 klickten im Berliner Hotel Adlon die Handschellen. Ermittler beschlagnahmten drei Bentleys, einen Porsche, einen Mercedes-AMG und zwei Rolex-Uhren. Geschädigt wurden unter anderem der tschechische Staatskonzern ČEZ, der italienische Versorger Enel und die schottische SSE – Berichten zufolge um rund zehn Millionen Euro.

Im Mai 2022 verurteilte ihn das Landgericht Osnabrück wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zu siebeneinhalb Jahren Haft; in mehreren Verfahren summierte sich die Gesamtstrafe später auf rund neun Jahre. Auch Mutter, Schwester und Bruder erhielten Freiheitsstrafen. Zudem soll er ausländische Diplomaten bestochen haben, um sich per Diplomatenpass Immunität zu verschaffen.

Offener Vollzug für einen Serienbetrüger – wie konnte das passieren?

Die eigentliche Frage lautet: Warum saß ein Mann mit dieser Vorgeschichte überhaupt im offenen Vollzug? Nach Recherchen der Zeitung „Welt“ soll Holt Mitte 2025 aus der Haft heraus über Mittelsleute sogar den zivilen Teil des Flughafens Rostock-Laage gekauft haben – von 3,1 Millionen Euro Kaufpreis sei nur eine erste Rate von 240.000 Euro geflossen, die Verkäuferin habe Strafanzeige erstattet. Bewiesen ist davon nichts, es gilt die Unschuldsvermutung.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall ein doppeltes Versagen: Ein rechtskräftig verurteilter Serienbetrüger erhält Hafterleichterungen – und die Boom-Branche Windkraft war jahrelang so vom Fördergeld-Rausch getrieben, dass selbst Konzerne auf Papierprojekte hereinfielen.

Was Anleger daraus lernen sollten

Wo Subventionen fließen und Renditeversprechen glänzen, sind Blender nie weit. Papier ist geduldig – Beteiligungen, Fonds und „grüne“ Projektversprechen existieren zuweilen nur in Prospekten. Physische Edelmetalle im eigenen Besitz sind da anders gelagert: Sie brauchen keinen Vertragspartner, der liefert.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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