
Winterchaos in Frankreich: Schneefall legt Pariser Flughäfen lahm

Ein heftiger Wintereinbruch hat am Montag den Flugverkehr in der französischen Hauptstadt massiv beeinträchtigt. Starke Schneefälle zwangen die Betreiber der beiden größten Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly zu drastischen Maßnahmen. Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot verkündete, dass die Fluggesellschaften rund 15 Prozent ihrer geplanten Verbindungen ersatzlos streichen mussten.
Räumarbeiten erzwingen massive Einschränkungen
Die Streichungen seien unvermeidlich gewesen, um die Start- und Landebahnen vom Schnee zu befreien und die Maschinen für den Betrieb vorzubereiten, so der Minister. Frankreichs größter Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle war bis 20:00 Uhr von den Einschränkungen betroffen, während Paris-Orly sogar bis 23:00 Uhr mit Behinderungen zu kämpfen hatte.
Wer also gehofft hatte, dem winterlichen Treiben per Flugzeug zu entkommen, wurde bitter enttäuscht. Die weiße Pracht, die mancherorts durchaus romantisch anmuten mag, entpuppte sich für Tausende Reisende als handfestes Ärgernis.
Rekordstaus auf französischen Straßen
Doch nicht nur der Luftverkehr litt unter den Wetterbedingungen. Schnee und Eis sorgten in der Normandie, der Bretagne sowie im Großraum Paris für erhebliche Verkehrsstörungen auf den Straßen. Die Bilanz ist erschreckend: Staus mit einer Gesamtlänge von sage und schreibe 850 Kilometern bildeten sich im Laufe des Tages. Eine Zahl, die selbst für französische Verhältnisse außergewöhnlich ist.
Auch der Schienenverkehr blieb nicht verschont. Der legendäre Hochgeschwindigkeitszug TGV, normalerweise mit stolzen 300 Stundenkilometern unterwegs, musste seine Geschwindigkeit auf 200 Stundenkilometer drosseln. Für ein Land, das sich seiner Eisenbahntechnologie rühmt, ein durchaus demütigender Umstand.
Frostige Temperaturen im ganzen Land
Laut dem französischen Wetterdienst Météo-France herrschten nicht nur in den betroffenen Regionen, sondern im gesamten Land frostige Temperaturen. Der Winter zeigt sich von seiner unbarmherzigen Seite – und offenbart einmal mehr, wie verwundbar moderne Infrastrukturen gegenüber Naturereignissen sind.
Man fragt sich unweigerlich: Wie gut sind unsere europäischen Nachbarn – und wir selbst – eigentlich auf solche Wetterextreme vorbereitet? In Zeiten, in denen Milliarden für fragwürdige Klimaprojekte ausgegeben werden, scheint die grundlegende Infrastruktur für den Umgang mit ganz normalem Winterwetter mancherorts auf der Strecke zu bleiben. Ein Schneesturm, und schon steht ein Großteil des öffentlichen Lebens still. Das sollte zu denken geben.
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