
Wirtschaft im Würgegriff: Jedes zwölfte deutsche Unternehmen kämpft ums Überleben
Die Zahlen lesen sich wie ein Alarmsignal aus der Notaufnahme der deutschen Volkswirtschaft: 8,1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland fürchten um ihre nackte Existenz. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Münchner Ifo-Instituts hervor. Mit anderen Worten: Jeder zwölfte Betrieb im einstigen Exportweltmeister-Land steht mit einem Bein im Insolvenzgericht. Während die Bundesregierung in Berlin lieber über Sondervermögen, Klimaneutralität im Grundgesetz und milliardenschwere Schuldenpakete debattiert, brennt es an der wirtschaftlichen Basis lichterloh.
Einzelhandel: Der Sterbeort der deutschen Innenstädte
Besonders dramatisch ist die Situation im Einzelhandel. Dort sehen sich sage und schreibe 17,4 Prozent der Unternehmen existenziell bedroht – ein neuer trauriger Höchstwert. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, brachte es auf den Punkt: Die wirtschaftliche Lage bleibe angespannt, die Insolvenzzahlen würden auch in den kommenden Monaten auf hohem Niveau verharren.
Die Gründe? Die Verbraucher halten ihr Portemonnaie geschlossen. Wer kann es ihnen verdenken, wenn die Inflation weiter an der Kaufkraft nagt, die Energiekosten Rekordhöhen erreichen und die Steuerlast eine der höchsten der industrialisierten Welt darstellt? Zusätzlich machen ausländische Billiganbieter und der grenzenlose Online-Handel den heimischen Geschäften das Leben zur Hölle. Die Innenstädte verwaisen, Schaufenster werden mit Plakaten beklebt, kleine Boutiquen und Fachgeschäfte verschwinden – und mit ihnen ein Stück deutscher Mittelstandskultur.
Drei Krankheiten, ein gemeinsamer Patient
Branchenübergreifend identifiziert das Ifo-Institut drei toxische Faktoren, die wie ein Schraubstock auf den Unternehmen lasten: fehlende Aufträge bei schwacher Nachfrage, explodierende Betriebs- und Energiekosten sowie eine immer absurder werdende Bürokratie. Wer in Deutschland heute ein Unternehmen führt, kämpft sich täglich durch einen Dschungel aus Formularen, Meldepflichten, Berichtspflichten und Dokumentationsorgien. Statt zu wirtschaften, werden Unternehmer zu unfreiwilligen Verwaltungsbeamten degradiert.
Hinzu kommen die berüchtigten Dominoeffekte entlang der Lieferketten. Wenn ein Kunde insolvent wird oder Aufträge storniert, trifft das die Zulieferer mit voller Wucht. Wohlrabe sprach von einer Krise, die sich entlang der Lieferketten übertrage. Ein wirtschaftliches Schneeballsystem nach unten – mit verheerenden Folgen für ganze Branchen.
Gastronomie und Hotellerie: Bald nur noch Erinnerung?
Bei den Dienstleistern fühlen sich 7,6 Prozent der Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. Doch im Bereich Beherbergung und Gastronomie liegt der Wert bei nahezu zwanzig Prozent. Die Folgen der politisch gewollten Mehrwertsteuer-Wiedererhöhung auf Speisen, gepaart mit explodierenden Energiekosten und einem auf 12,82 Euro angehobenen Mindestlohn, treiben die traditionellen deutschen Wirtshäuser reihenweise in den Ruin. Auch in der Werbe- und Marktforschungsbranche stehen 14,3 Prozent der Unternehmen vor dem Abgrund.
Industrie und Bau: Das Fundament bröckelt
In der einst weltweit gerühmten deutschen Industrie liegt die Existenzbedrohungsquote bei 7,5 Prozent. Zwar leicht rückläufig, doch der Druck bleibt erdrückend. Hohe Energie- und Rohstoffkosten sowie massive Wettbewerbsnachteile gegenüber asiatischen Anbietern – insbesondere China – setzen vor allem den exportorientierten Branchen schwer zu. Die deutsche Energiepolitik, die mit dem Atomausstieg und einer ideologisch getriebenen Energiewende den Industriestandort systematisch entkernt hat, fordert ihren Tribut.
Im Bauhauptgewerbe stieg der Anteil der existenzbedrohten Betriebe leicht auf 7,3 Prozent. Der Auftragseinbruch im Wohnungsbau hält unvermindert an. Endlose Genehmigungsverfahren, eine vor Auflagen strotzende Energieeinsparverordnung und Banken, die bei Baufinanzierungen mittlerweile so vorsichtig agieren wie ein Fakir auf dem Nagelbett – all das lähmt eine Schlüsselbranche, während gleichzeitig 400.000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen, aber nie gebaut werden.
Politisches Versagen mit Ansage
Was sich hier abzeichnet, ist nicht bloß eine konjunkturelle Delle, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlsteuerung. Eine Wirtschaftspolitik, die sich mehr um Gender-Sternchen, Wärmepumpen-Vorschriften und Klimaneutralitäts-Phantasien als um die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie sorgt, erntet jetzt, was sie gesät hat. Die unter dem Etikett „Verantwortung für Deutschland" angetretene Große Koalition aus CDU/CSU und SPD setzt zwar neue Akzente – das 500-Milliarden-Sondervermögen wird allerdings die Schuldenlast für künftige Generationen weiter aufblähen, ohne die strukturellen Probleme zu lösen.
Friedrich Merz, der vor der Wahl versprach, keine neuen Schulden zu machen, hat dieses Versprechen schneller kassiert, als ein Berliner Politiker „Sondervermögen" buchstabieren kann. Es braucht endlich eine Politik, die wieder für den deutschen Mittelstand, für die Arbeitsplätze und für eine echte wirtschaftliche Vernunft regiert.
Sachwerte als Bollwerk in stürmischen Zeiten
In Zeiten, in denen reihenweise Unternehmen kollabieren, Lieferketten reißen und die Geldpolitik immer neue Schuldentürme aufschichtet, gewinnt eine alte Wahrheit wieder an Bedeutung: Wer sein Vermögen sichern will, sollte auf Sachwerte setzen. Physisches Gold und Silber haben in den vergangenen Jahrtausenden jede Wirtschaftskrise, jede Währungsreform und jeden politischen Wahnsinn überdauert. Eine wohlüberlegte Beimischung von Edelmetallen als Baustein eines breit gestreuten Vermögens kann gerade in solchen unsicheren Zeiten zum stabilen Anker werden – während ringsum die Papiervermögen im Krisenwind flattern.
Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, vor einer Anlage-, Steuer- oder rechtlichen Entscheidung eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Eine Haftung für Entscheidungen, die aufgrund dieses Artikels getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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