
Wirtschaft schlägt Alarm: SPD-Erbschaftssteuer-Pläne als Angriff auf den Mittelstand

Die Sozialdemokraten haben wieder einmal tief in die ideologische Mottenkiste gegriffen und ein Konzept zur Reform der Erbschaftssteuer vorgelegt, das in der deutschen Wirtschaft für blankes Entsetzen sorgt. Was die SPD als vermeintlich gerechte Umverteilung verkauft, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als frontaler Angriff auf das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: die Familienunternehmen.
Ein Lebensfreibetrag als trojanisches Pferd
Der Kern des SPD-Konzepts klingt zunächst harmlos: Ein neuer Lebensfreibetrag von einer Million Euro pro Erben soll eingeführt werden, aufgeteilt in 900.000 Euro aus der Familie und 100.000 Euro von Dritten. Für Unternehmen ist ein zusätzlicher Freibetrag von fünf Millionen Euro vorgesehen. Doch hinter dieser scheinbar großzügigen Fassade verbirgt sich eine drastische Steuererhöhung für mittlere und große Familienunternehmen.
Die Reaktionen aus der Wirtschaft fielen entsprechend vernichtend aus. Berthold Welling, Geschäftsführer für Recht und Steuern beim Verband der Chemischen Industrie, brachte es auf den Punkt: Die angedachte Erhöhung sei ein „falsches Signal zur falschen Zeit". Während in Sonntagsreden das hohe Lied des Mittelstands angestimmt werde, drohten im politischen Alltag überflüssige Belastungen.
Familienunternehmen im Würgegriff der Steuerpolitik
Was die SPD offenbar nicht verstehen will oder kann: Das Kapital der Familienunternehmer steckt im Betrieb, nicht auf Schweizer Bankkonten. Jede zusätzliche Abgabe schmälert Investitionen und gefährdet Arbeitsplätze. In einer Zeit, in der Deutschland die längste Rezession seit Jahrzehnten durchlebt, mutet diese Steuerdebatte geradezu grotesk an.
„Das Modell der SPD wird am Ende uns alle schädigen und wir alle werden uns auf einem geringeren Wohlstandslevel wiederfinden."
Mit diesen deutlichen Worten kritisierte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung „Familienunternehmen und Politik", die sozialdemokratischen Pläne. Er sprach von drastischen Steuererhöhungen, die mittlere und große Familienunternehmen treffen würden. Die von der SPD angebotene Möglichkeit der Steuerstundung über bis zu 20 Jahre sei dabei keine echte Hilfe, da sich die Bonität und Finanzierungsmöglichkeiten der betroffenen Betriebe wegen der anfallenden Steuern rapide verschlechtern würden.
Strukturkrise wird weiter verschärft
Deutschland befindet sich bereits in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Industrie wandert ab, Investitionen bleiben aus, und der internationale Wettbewerb wird immer härter. In dieser Situation mit Steuererhöhungen zu drohen, zeugt von einer erschreckenden Realitätsferne. Kirchdörfer warf der SPD vor, mit ihrem „Steuererhöhungskonzept aus der Mottenkiste" die Strukturkrise weiter zu verschärfen und viele Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu schwächen.
Es ist bezeichnend, dass derartige Forderungen nach einer stärkeren Besteuerung großer Vermögen in der Union, insbesondere bei der CSU, auf entschiedene Ablehnung stoßen. Bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz diesem ideologischen Irrweg nicht folgt und stattdessen auf Entlastungen für die gebeutelte deutsche Wirtschaft setzt.
Gold als Vermögensschutz in unsicheren Zeiten
Angesichts solcher politischen Unwägbarkeiten und der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen breit zu streuen und auch physische Edelmetalle als Beimischung in Betracht zu ziehen. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt und bieten einen gewissen Schutz vor politischen Eingriffen in das Privatvermögen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuerberatung dar. Die dargestellten Informationen entsprechen der Meinung unserer Redaktion. Für individuelle steuerliche Fragen konsultieren Sie bitte einen Steuerberater.
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