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Kettner Edelmetalle
19.04.2026
11:23 Uhr

20 Milliarden für marode Bahnhöfe: Die Deutsche Bahn entdeckt nach Jahrzehnten des Verfalls plötzlich ihr Herz für die Infrastruktur

Man reibt sich verwundert die Augen. Die Deutsche Bahn – jenes Staatsunternehmen, das seit Jahren vor allem durch Verspätungen, Zugausfälle und bröckelnde Bahnsteige von sich reden macht – will nun in den kommenden fünf Jahren satte 20 Milliarden Euro in die Renovierung ihrer Bahnhöfe pumpen. DB-Chefin Evelyn Palla verkündete diese Nachricht gegenüber den Funke-Medien mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte man nicht jahrzehntelang die Infrastruktur systematisch verkommen lassen.

Visitenkarte Deutschland – oder eher Armutszeugnis?

Die Bahnhöfe lägen der Deutschen Bahn „besonders am Herzen", so Palla. Sie seien eine „Visitenkarte" – nicht nur für den Konzern, sondern auch für Städte und Gemeinden. Man habe „ganz klar Nachholbedarf". Das ist eine bemerkenswerte Untertreibung. Wer in den vergangenen Jahren durch deutsche Bahnhöfe gereist ist – ob in der Provinz oder in Großstädten –, der weiß: Viele dieser Stationen sind keine Visitenkarten, sondern regelrechte Armutszeugnisse. Defekte Rolltreppen, undichte Dächer, verschmutzte Wartebereiche und eine Atmosphäre, die eher an den Niedergang als an eine führende Industrienation erinnert.

Allein in diesem Jahr sollen für vier Milliarden Euro „mehr als 1.000 Stationen in der gesamten Republik" modernisiert werden. Darüber hinaus habe die DB ihr Programm zur Rundum-Neugestaltung ganzer Stationen von ursprünglich 500 auf nunmehr 710 Bahnhöfe ausgeweitet. 130 davon sollen bereits 2026 in Angriff genommen werden. Zusätzlich fließen 50 Millionen Euro in ein Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit – ein Programm, das bereits im Januar gestartet sei.

Stuttgart 21: Ein Milliardengrab ohne Ende

Besonders pikant ist der Blick auf das Prestigeprojekt Stuttgart 21. Seit über 16 Jahren wird an diesem Bahnhof gebaut. Die ursprünglich veranschlagten Kosten von rund drei Milliarden Euro sind mittlerweile auf geschätzte zwölf Milliarden Euro explodiert – eine Vervierfachung, die in der Privatwirtschaft wohl jeden Vorstand den Posten gekostet hätte. Mitte des Jahres wolle die Bahn bekanntgeben, wann der Stuttgarter Hauptbahnhof endlich in Betrieb genommen werde. Man sei „gerade dabei, das Projekt, die Organisation und die Kapazitäten zu überprüfen", erklärte Palla. Nach 16 Jahren Bauzeit überprüft man also noch immer.

Stuttgart 21 steht dabei symptomatisch für ein viel tieferes Problem: die chronische Unfähigkeit des deutschen Staates, Großprojekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren. Ob BER, Elbphilharmonie oder eben Stuttgart 21 – das Muster ist stets dasselbe. Überbordende Bürokratie, politische Eitelkeiten und mangelnde Kontrolle treiben die Kosten in astronomische Höhen, während der Steuerzahler die Zeche begleicht.

Wer bezahlt die Rechnung?

Die entscheidende Frage, die sich bei diesen gewaltigen Investitionssummen stellt, ist natürlich: Wer finanziert das alles? Die Deutsche Bahn gehört zu 100 Prozent dem Bund – und damit letztlich dem Steuerzahler. In einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz bereits ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht hat und die Staatsverschuldung immer neue Rekorde erreicht, kommen weitere Milliardenpakete nicht gerade beruhigend daher. Die Inflation wird durch diese schuldenfinanzierte Ausgabenpolitik weiter angeheizt, und es sind die kommenden Generationen, die diese Lasten werden tragen müssen.

Natürlich ist es richtig und überfällig, in die marode Bahninfrastruktur zu investieren. Doch man darf sich schon fragen, warum es so weit kommen musste. Jahrelang hat die Politik – ob unter Rot-Grün, Schwarz-Rot oder der unseligen Ampelkoalition – die Infrastruktur sträflich vernachlässigt, während man Milliarden in ideologische Projekte steckte. Nun soll mit der großen Geldspritze repariert werden, was über Jahrzehnte versäumt wurde. Ob die 20 Milliarden tatsächlich effizient eingesetzt werden oder im bürokratischen Dickicht versickern, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung mit deutschen Großprojekten stimmt jedenfalls nicht gerade optimistisch.

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