
410 islamistische Gefährder – und der Staat verwaltet das Risiko, statt es zu beseitigen

Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte: 410 Menschen gelten dem Bundeskriminalamt derzeit als islamistische Gefährder. Also als Personen, denen die Sicherheitsbehörden schwerste Gewalttaten bis hin zu Anschlägen zutrauen. Nicht vermuten. Zutrauen. Hinzu kämen laut einem BKA-Sprecher gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland 65 Gefährder aus dem rechtsextremen und 17 aus dem linksextremen Spektrum.
Die Statistik des Grauens – nüchtern vorgetragen
Der Sprecher der Behörde bemühte sich sichtlich um Sachlichkeit. Die Einstufung als Gefährder oder als sogenannte „Relevante Person“ – gemeint sind Unterstützer aus dem Umfeld – erfolge durch die jeweils zuständigen Bundesländer. Die Gründe seien vielfältig, jeder Fall werde einzeln betrachtet, die Zahlen unterlägen deshalb Schwankungen. Und überhaupt, so der Hinweis, gebe die reine Anzahl der Gefährder als alleiniges Kriterium keinen Aufschluss über die tatsächliche Gefährdungslage.
Das mag behördlich korrekt sein. Für den Bürger, der abends noch schnell zum Bahnhof läuft oder mit seinen Kindern über einen Weihnachtsmarkt schlendert, klingt es allerdings wie Hohn. Denn übersetzt heißt der Satz: Es könnte auch schlimmer sein, als die Zahl vermuten lässt.
Wenn Verwaltung an die Stelle von Schutz tritt
Bemerkenswert ist vor allem, was in dieser Meldung nicht steht. Kein Wort darüber, wie viele dieser 410 Personen sich frei in Deutschland bewegen. Kein Wort darüber, wie viele davon ausreisepflichtig wären, aber nicht abgeschoben werden – weil Papiere fehlen, weil Herkunftsstaaten mauern, weil deutsche Gerichte und Behörden sich in einem Dickicht aus Verfahrensrecht verheddert haben. Kein Wort darüber, wie viele überhaupt lückenlos observiert werden könnten. Fachleute weisen seit Jahren darauf hin, dass eine echte Rund-um-die-Uhr-Überwachung einer einzigen Zielperson zweistellige Personalstärken erfordert. Man rechne das für 410 Fälle einmal hoch.
Ein Staat, der Gefährder zählt, statt sie außer Landes zu bringen, hat sich vom Schutzversprechen an seine Bürger verabschiedet.
Der schreckliche Anlass im Hintergrund
Die Meldung erreicht die Öffentlichkeit ausgerechnet in jenen Tagen, in denen das Land noch unter dem Eindruck der Todesfahrt bei einem Christopher Street Day am 26. Juli steht. Wie auch immer die Ermittlungen dort ausgehen mögen – die Bilder brennen sich ein. Und sie fügen sich in ein Muster, das sich seit Jahren wiederholt: Attacke, Entsetzen, Kerzen, Betroffenheitsrhetorik, Ankündigung von Konsequenzen. Dann Stille. Bis zum nächsten Mal.
Rekordkriminalität und eine Politik, die wegschaut
Die polizeiliche Kriminalstatistik der vergangenen Jahre spricht eine deutliche Sprache: Gewaltdelikte auf Rekordniveau, Messerangriffe in einer Häufigkeit, die vor zwei Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre. Wer diese Entwicklung mit der ungesteuerten Zuwanderung seit 2015 in Verbindung bringt, wird reflexhaft in eine Ecke gestellt. Nur: Der Zusammenhang verschwindet nicht dadurch, dass man ihn nicht benennen darf. Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion – es ist die Wahrnehmung eines Großteils der Bevölkerung, die in Umfragen zur inneren Sicherheit seit Jahren konstant Alarm schlägt.
Die Regierung Merz war angetreten mit dem Versprechen, in der Migrations- und Sicherheitspolitik durchzugreifen. Zurückweisungen an den Grenzen, konsequente Abschiebungen, ein Ende der Willkommensromantik. Wo die Ergebnisse bleiben, darf man nach über einem Jahr im Amt durchaus fragen. Was in Deutschland fehlt, sind keine weiteren Arbeitsgruppen und keine neuen Statistikkategorien, sondern politische Entschlossenheit. Deutschland braucht Politiker, die für dieses Land regieren – und nicht gegen es.
Was das für die Vermögenssicherung bedeutet
Innere Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität sind keine getrennten Welten. Ein Staat, der seine Kernaufgaben nicht mehr erfüllt, verliert Vertrauen – bei Bürgern wie bei Investoren. Wer sein Vermögen in solchen Zeiten breit aufstellen möchte, kommt an physischen Edelmetallen als krisenerprobtem Fundament kaum vorbei. Gold und Silber sind seit Jahrtausenden das, was staatliche Versprechen längst nicht mehr sind: verlässlich.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt weder eine Anlage-, Rechts- noch Steuerberatung dar. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich eigenständig informieren beziehungsweise fachkundigen Rat einholen. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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