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Kettner Edelmetalle
24.01.2026
19:45 Uhr

Arbeitsmarkt-Paradoxon: Trotz Fachkräftemangel warten Berufseinsteiger monatelang auf ersten Job

Arbeitsmarkt-Paradoxon: Trotz Fachkräftemangel warten Berufseinsteiger monatelang auf ersten Job

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität: Während Unternehmen landauf, landab über fehlende Fachkräfte klagen und Politiker nicht müde werden, den demografischen Wandel als größte Herausforderung unserer Zeit zu beschwören, stehen junge Menschen nach ihrer Ausbildung immer länger auf der Straße. Die Zahlen, die das Bundesarbeitsministerium nun auf Anfrage der Grünen offenlegen musste, sind ein Armutszeugnis für die deutsche Wirtschaftspolitik.

Erschreckende Zahlen aus dem Arbeitsministerium

Mehr als ein Fünftel aller Berufseinsteiger benötigte im vergangenen Jahr länger als sechs Monate, um nach der Ausbildung eine erste Stelle zu finden. Bei Akademikern liegt dieser Wert sogar bei 23 Prozent. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Fast jeder vierte Hochschulabsolvent wartet ein halbes Jahr oder länger auf seinen Berufseinstieg – und das in einem Land, das angeblich händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften sucht.

Der Vergleich mit früheren Jahren macht das Ausmaß des Niedergangs erst richtig deutlich. Noch 2018 gelang etwa jedem Vierten der Sprung in die Berufswelt innerhalb eines einzigen Monats. Heute schafft das nur noch jeder Fünfte. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist seit 2019 um rund 19 Tage angestiegen und liegt mittlerweile bei 134 Tagen – also annähernd viereinhalb Monaten.

Regierung tappt im Dunkeln

Besonders brisant ist, was die Bundesregierung offenbar nicht weiß. Die grüne Arbeitsmarktpolitikerin Sylvia Rietenberg kritisiert, dass die Regierung keine Ahnung habe, welche Rolle neben der schwachen Konjunktur die wirtschaftliche Transformation und der rasante Vormarsch der Künstlichen Intelligenz bei dieser Entwicklung spielen. „KI verändert den Arbeitsmarkt rasant, doch die Bundesregierung weiß nicht einmal, wie viele Einstiegsstellen bereits weggefallen oder umgebaut worden sind", moniert Rietenberg.

„Wer junge Menschen ernst nimmt, muss diesen Wandel aktiv gestalten, dafür braucht es als Erstes ein genaueres Bild der Lage."

Ein Symptom tiefgreifender Strukturprobleme

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das logische Ergebnis jahrelanger politischer Fehlentscheidungen. Die deutsche Wirtschaft leidet unter einer erdrückenden Bürokratielast, explodierenden Energiekosten und einer Regulierungswut, die Unternehmen in die Knie zwingt. Statt Arbeitsplätze zu schaffen, bauen viele Betriebe ab oder verlagern ihre Produktion ins Ausland. Die Leidtragenden sind ausgerechnet jene jungen Menschen, die voller Tatendrang ins Berufsleben starten wollen.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die Grünen diese Anfrage gestellt haben – jene Partei, die mit ihrer ideologiegetriebenen Wirtschaftspolitik maßgeblich zur Deindustrialisierung Deutschlands beigetragen hat. Nun zeigen sie sich überrascht über die Konsequenzen ihrer eigenen Politik. Die Ironie könnte kaum größer sein.

Junge Generation als Verlierer

Die junge Generation zahlt den Preis für eine Politik, die lieber Klimaziele verfolgt als Arbeitsplätze zu sichern. Während man sich in Berlin mit Gender-Sternchen und Lastenfahrrad-Subventionen beschäftigt, warten gut ausgebildete junge Deutsche monatelang auf eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das ist nicht nur wirtschaftlich verheerend, sondern auch gesellschaftlich brandgefährlich.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Orientierungslosigkeit suchen viele Anleger nach stabilen Werten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios darstellen – gerade wenn die Zukunft so ungewiss erscheint wie derzeit.

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