
Artemis 2: NASAs Mondtraum stolpert über Wasserstoff-Lecks und defekte Filter

Mehr als ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Menschen zuletzt den Mond aus nächster Nähe bestaunten. 1972 – als die Welt noch eine andere war, als Deutschland noch geteilt und der Kalte Krieg in vollem Gange war – betraten die letzten Apollo-Astronauten die staubige Mondoberfläche. Nun sollte die NASA mit ihrer „Artemis 2"-Mission endlich wieder Geschichte schreiben. Doch statt eines triumphalen Aufbruchs ins All erlebt die amerikanische Raumfahrtbehörde derzeit eine peinliche Serie technischer Pannen.
Wasserstoff-Lecks und ein widerspenstiges Filtersystem
Bei der ersten großen Generalprobe auf dem legendären Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida – einem sogenannten „Wet Dress Rehearsal", bei dem sämtliche Abläufe bis auf den eigentlichen Start durchgespielt werden – traten Anfang Februar Wasserstoff-Lecks auf. Ein Problem, das man bei einem Milliardenprojekt dieser Größenordnung eigentlich nicht erwarten sollte. Die NASA reagierte, tauschte Dichtungen aus und versuchte es erneut. Doch auch ein weiterer kleinerer Test verlief nicht nach Plan: Die Wasserstoff-Befüllung funktionierte abermals nicht wie vorgesehen.
Als mögliche Ursache wurde schließlich ein defektes Filtersystem identifiziert und ausgetauscht. Ein zweiter großer Bodentest musste durchgeführt werden. Nähere Informationen zu dessen Ergebnissen sowie ein mögliches neues Startdatum wollte die Behörde im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgeben. Der ursprünglich für den 6. Februar angesetzte frühestmögliche Starttermin war bereits auf frühestens März verschoben worden.
Vier Astronauten warten auf ihren historischen Flug
An Bord der Artemis-2-Kapsel sollen die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen Platz nehmen. Ihre Mission: den Mond während eines etwa zehntägigen Fluges umrunden – ohne zu landen, wohlgemerkt, aber immerhin als erste Menschen seit über 53 Jahren in unmittelbarer Mondnähe. Man fragt sich unwillkürlich, wie es sein kann, dass eine Technologie, die in den 1960er Jahren mit vergleichsweise primitiven Computern beherrscht wurde, im Jahr 2026 derart hartnäckige Schwierigkeiten bereitet.
Ein Sinnbild für den Zustand westlicher Großprojekte?
Die Verzögerungen bei Artemis 2 reihen sich ein in eine lange Liste von Großprojekten, die im Westen chronisch hinter dem Zeitplan zurückbleiben. Ob es der Berliner Flughafen BER war, die Elbphilharmonie oder nun eben das ambitionierteste Raumfahrtprogramm seit Apollo – das Muster ist stets dasselbe: Überzogene Budgets, verschobene Termine und technische Probleme, die eigentlich längst gelöst sein sollten. Während China und Indien ihre Raumfahrtprogramme mit beeindruckender Effizienz vorantreiben, scheint der Westen zunehmend Mühe zu haben, an vergangene Glanzleistungen anzuknüpfen.
Dabei wäre gerade jetzt ein Zeichen amerikanischer Stärke im All von enormer geopolitischer Bedeutung. Unter Präsident Trump, der massive Investitionen in die nationale Infrastruktur und Technologie angekündigt hat, steht die NASA unter besonderem Druck, Ergebnisse zu liefern. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Chinas Raumfahrtprogramm hat in den vergangenen Jahren atemberaubende Fortschritte gemacht, und Peking verfolgt eigene ambitionierte Mondpläne.
Ob die vier Astronauten noch in diesem Jahr tatsächlich den Mond umrunden werden, bleibt abzuwarten. Die Geschichte der Raumfahrt lehrt uns, dass Geduld und Sorgfalt wichtiger sind als politische Zeitpläne. Doch sie lehrt uns auch, dass große Nationen einst in der Lage waren, das scheinbar Unmögliche in Rekordzeit zu vollbringen. Vielleicht wäre es an der Zeit, sich wieder auf jene Tugenden zu besinnen, die solche Leistungen einst möglich machten: Disziplin, Ingenieurskunst und den unbedingten Willen zum Erfolg.
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