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17.06.2026
10:10 Uhr

Aufstand in der Downing Street: Labour-Rebellen wittern den Sturz von Keir Starmer

Aufstand in der Downing Street: Labour-Rebellen wittern den Sturz von Keir Starmer

Es knirscht gewaltig im Gebälk der britischen Regierung. Was sich derzeit in London abspielt, gleicht weniger einem geordneten politischen Prozess als vielmehr einem Königsdrama, in dem die Messer bereits gewetzt werden. Im Zentrum des Sturms: Premierminister Keir Starmer, dessen Autorität von Woche zu Woche bröckelt – und der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting, der sich bereits warmläuft, um seinen einstigen Parteichef vom Thron zu stoßen.

Ein Putsch mit Ansage

Streeting, der vergangenen Monat aus Protest gegen Starmers Amtsführung das Handtuch warf, gab sich gegenüber der BBC betont staatstragend. Er wolle der drückenden „Unsicherheit und Lähmung" ein rasches Ende bereiten, ließ er verlauten. Übersetzt in die schonungslose Sprache der Realpolitik bedeutet das: Der Mann hat die Witterung aufgenommen und sieht seine Stunde gekommen.

Nach eigenen Angaben verfüge Streeting bereits über den Rückhalt jener 81 Labour-Abgeordneten, die nötig seien, um eine offizielle Herausforderung der Parteiführung in Gang zu setzen. Ein Machtwort, das er noch in der kommenden Woche aussprechen könnte. Mit honigsüßer Höflichkeit empfahl er dem Premier, das Wochenende zur „Reflexion" zu nutzen – ein politischer Wink mit dem Zaunpfahl, der an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist.

„Ich würde es vorziehen, wenn der Premierminister eine Entscheidung zu seinen eigenen Bedingungen trifft, anstatt es mir, Andy oder irgendjemand anderem zu überlassen, einen Wettstreit auszulösen."

Starmer kämpft – noch

Der Angegriffene selbst zeigte sich beim G7-Gipfel im französischen Evian kampfeslustig. Sollte tatsächlich eine formelle Herausforderung erfolgen, werde er für seinen Posten streiten, erklärte Starmer trotzig. Eine solche Auseinandersetzung sei „schlecht für das Land". Wie bequem, wenn der eigene Machterhalt plötzlich zur nationalen Notwendigkeit erklärt wird – ein Argumentationsmuster, das auch hierzulande wohlbekannt ist, wenn die Sessel zu wackeln beginnen.

Der Mann aus Manchester wartet im Hintergrund

Doch Streeting ist nicht der einzige, der nach der Krone schielt. Die gesamte Labour-Partei hält den Atem an und blickt nach Makerfield, wo der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, bei einer Nachwahl den Einzug ins Parlament schaffen will. Gelänge ihm dieser Coup, dürfte er sich umgehend als aussichtsreichster Anwärter auf die Nachfolge Starmers positionieren. Das Personalkarussell dreht sich schneller, als es dem amtierenden Regierungschef lieb sein kann.

Eine Regierung im freien Fall

Als wäre das interne Chaos nicht schon genug, traf Starmer in der vergangenen Woche ein weiterer schwerer Schlag: Der hochangesehene Verteidigungsminister John Healey warf hin – und versah seinen Abgang mit einer vernichtenden Abrechnung über Starmers Versagen bei der Finanzierung der Verteidigungsausgaben. In Zeiten, in denen sich Europa angesichts des andauernden Ukraine-Krieges und der dramatischen Eskalation im Nahen Osten in einer sicherheitspolitischen Zerreißprobe befindet, ist ein solcher Rücktritt mehr als nur eine Personalie. Er ist ein Misstrauensvotum.

Das Schauspiel auf der Insel führt einmal mehr vor Augen, wie schnell politische Versprechen verblassen, wenn die Realität an die Tür klopft. Starmers Labour-Regierung, einst mit großen Erwartungen angetreten, scheint sich selbst zu zerlegen. Wer sich an die Hoffnungsreden der Vergangenheit erinnert, erkennt das altbekannte Muster: Vollmundige Ankündigungen, gefolgt von Ernüchterung und parteiinternen Grabenkämpfen.

Was bleibt dem Anleger?

Wieder einmal liefert die große Politik ein Lehrstück darüber, wie fragil das vermeintlich stabile Fundament westlicher Regierungen tatsächlich ist. Machtkämpfe, Rücktritte, Unsicherheit – all das sind Faktoren, die Märkte nervös machen und Währungen ins Wanken bringen. In solchen Phasen besinnen sich kluge Köpfe auf Werte, die keiner Wahlperiode und keinem Parteitag unterworfen sind. Physisches Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie politischen Stürmen trotzen – ganz gleich, wer gerade in der Downing Street ein- oder auszieht. Als solides Fundament eines breit gestreuten Vermögens bleiben Edelmetalle der ruhende Pol in einer Welt, in der politische Gewissheiten so schnell zerbröseln wie das Vertrauen in Keir Starmer.

Hinweis: Die in diesem Beitrag dargestellten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder und stellen keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig ausreichend zu recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Anlageentscheidungen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

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