Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
10.02.2026
13:58 Uhr

Baerbock trommelt in Straßburg für die UN – und vergisst die Probleme vor der eigenen Haustür

Man muss es ihr lassen: Annalena Baerbock versteht es wie kaum eine andere, sich auf internationaler Bühne in Szene zu setzen. Als Präsidentin der UN-Generalversammlung trat die ehemalige Bundesaußenministerin am Dienstag vor das Europäische Parlament in Straßburg und beschwor in dramatischen Worten den drohenden Untergang der multilateralen Weltordnung. „Die internationale Ordnung steht nicht nur unter Druck, sondern unter Angriff", verkündete sie den Abgeordneten. Wer hätte das gedacht.

Von der gescheiterten Außenministerin zur UN-Mahnerin

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet jene Politikerin, die während ihrer Amtszeit als deutsche Außenministerin kaum einen diplomatischen Fettnapf ausließ und deren Partei maßgeblich dazu beitrug, Deutschland wirtschaftlich und gesellschaftlich an den Rand zu führen, nun der Welt erklärt, wie internationale Ordnung funktionieren sollte. Baerbock wurde im Juni 2025 zur Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung gewählt – als erste Deutsche und fünfte Frau in diesem Amt. Eine Wahl, die nicht ohne Kontroversen verlief, denn ursprünglich sei die erfahrene Diplomatin Helga Schmid für den Posten vorgesehen gewesen.

In ihrer Rede forderte Baerbock das EU-Parlament auf, eine „führende Rolle" bei der Verteidigung der regelbasierten internationalen Ordnung einzunehmen. Gemeinsam mit UN-Generalsekretär António Guterres habe sie alle Mitgliedstaaten aufgerufen, eine überregionale Allianz zum Schutz der UN-Charta zu bilden. Klingt ambitioniert. Klingt nach großer Weltpolitik. Klingt aber auch verdächtig nach den üblichen Sonntagsreden, die in Straßburg und New York so gerne gehalten werden.

Die UN am finanziellen Abgrund

Hinter den wohlklingenden Appellen verbirgt sich freilich eine weitaus nüchternere Realität. Guterres hatte erst kürzlich die 193 Mitgliedstaaten in einem Brandbrief vor einem „unmittelbar bevorstehenden finanziellen Kollaps" der Vereinten Nationen gewarnt. Die Organisation könnte demnach bereits im Juli zahlungsunfähig werden, sollten die ausstehenden Beiträge nicht beglichen werden. Insbesondere die USA hätten nicht alle Beiträge bezahlt.

Unter US-Präsident Donald Trump haben sich die Vereinigten Staaten bereits aus mehreren UN-Organisationen zurückgezogen. Trump kritisierte die Vereinten Nationen dafür, ihr „großes Potenzial" nicht zu erfüllen, und richtete stattdessen seine Bemühungen auf die Gründung eines eigenen Friedensrats unter seinem Vorsitz. Man mag von Trumps Methoden halten, was man will – doch die Frage, ob die aufgeblähte UN-Bürokratie tatsächlich noch zeitgemäß und effizient arbeitet, ist durchaus berechtigt. Milliarden fließen in eine Organisation, deren konkrete Erfolge bei der Lösung internationaler Konflikte bestenfalls überschaubar sind.

Wer soll das bezahlen?

Die bange Frage, die sich unweigerlich stellt: Wird am Ende wieder Deutschland als braver Zahlmeister einspringen müssen? In einem Land, das selbst mit maroder Infrastruktur, explodierenden Sozialausgaben und einer Wirtschaft kämpft, die seit Jahren stagniert, mutet es geradezu grotesk an, wenn eine ehemalige grüne Spitzenpolitikerin auf internationaler Bühne nach mehr Geld und Engagement ruft. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung belastet kommende Generationen bereits schwer genug – da braucht es nicht noch zusätzliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber einer Organisation, deren Reformbedürftigkeit selbst ihre glühendsten Befürworter kaum bestreiten können.

Feminismus statt Realpolitik

Besonders aufschlussreich war Baerbocks Forderung nach mehr Frauen in Führungspositionen – auch bei der anstehenden Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs. In 80 Jahren habe nie eine Frau dieses Amt bekleidet, mahnte sie. Es ist bezeichnend für die Prioritätensetzung der ehemaligen Grünen-Vorsitzenden: Während die Welt in Flammen steht, der Nahost-Konflikt eskaliert und der Ukraine-Krieg andauert, steht die Geschlechterfrage offenbar ganz oben auf der Agenda. Ob ein UN-Generalsekretär männlich oder weiblich ist, dürfte den Menschen in den Krisengebieten dieser Welt herzlich egal sein – sie wünschen sich schlicht Kompetenz und Durchsetzungsvermögen.

Baerbock mahnte zudem zur „Verteidigung der Wahrheit gegen Desinformation". Ein bemerkenswerter Appell von einer Politikerin, deren eigener Lebenslauf einst für erhebliche Irritationen sorgte. Doch geschenkt – in der internationalen Diplomatie zählt offenbar weniger die eigene Glaubwürdigkeit als vielmehr die Fähigkeit, große Worte in große Säle zu tragen.

Deutschland braucht Politiker, die nach innen wirken

Was bleibt von diesem Auftritt in Straßburg? Der Eindruck einer Politikerin, die auf der Weltbühne glänzen möchte, während die Probleme in ihrer Heimat ungelöst bleiben. Steigende Kriminalität, eine gespaltene Gesellschaft, wirtschaftlicher Niedergang – das sind die Themen, die den deutschen Bürger umtreiben. Nicht die Frage, ob die UN-Generalversammlung künftig von einer Frau geleitet wird. Deutschland braucht keine weiteren internationalen Verpflichtungen und moralischen Belehrungen. Es braucht Politiker, die sich endlich wieder um die Belange des eigenen Landes kümmern – statt von Straßburg aus die Welt retten zu wollen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen