
Brennende Raffinerien rund um den Globus: Die unbequemen Fragen, die niemand stellen will

Während sich die Weltöffentlichkeit gebannt auf die Straße von Hormus konzentriert und die Nachrichtensender unermüdlich dieselben Satellitenbilder durchschleifen, geschieht im Hintergrund etwas, das deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte: Auf allen fünf Kontinenten brennen in atemberaubender Frequenz genau jene Anlagen, die aus Rohöl das machen, was unsere Wirtschaft am Laufen hält – Diesel, Benzin und Kerosin. Wer hier noch von einer harmlosen Statistik spricht, hat ein bemerkenswert robustes Vertrauen in den Zufall.
Der Flaschenhals der Weltwirtschaft
Die Zahlen aus der Straße von Hormus sprechen eine deutliche Sprache. Reuters meldete am 24. April, dass innerhalb von 24 Stunden lediglich fünf Schiffe die strategisch wichtige Meerenge passierten. Vor Ausbruch des Konflikts seien es im Durchschnitt rund 140 pro Tag gewesen. Eine Reduzierung um über 96 Prozent – und das bei einer der wichtigsten Verkehrsadern für den globalen Energiehandel. Doch während die Aufmerksamkeit auf diesen einen Brennpunkt gelenkt werde, geschehe parallel etwas, das aufmerksame Beobachter aufhorchen lassen müsse.
Eine Kette merkwürdiger Vorfälle
Die Liste der Zwischenfälle in den vergangenen Wochen liest sich wie das Drehbuch eines schlechten Thrillers. Am 2. März brach in Esmeraldas, Ecuadors größter Raffinerie, ein Feuer aus, das den Betrieb lahmlegte. Am 23. März erschütterte eine Explosion die Valero-Raffinerie im texanischen Port Arthur – Reuters berichtete von schweren Schäden an wichtigen Anlagenteilen. Am 3. April brannte es bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen in Mexikos Dos-Bocas-Raffinerie.
Es ging Schlag auf Schlag weiter: Am 15. April traf ein verheerendes Feuer Australiens größte Raffinerie in Geelong, woraufhin die Produktion von Benzin, Diesel und Flugbenzin nur noch eingeschränkt aufrechterhalten werden konnte. Am 18. April folgte eine Explosion in der BP Cherry Point Raffinerie im US-Bundesstaat Washington, bei der drei Arbeiter verletzt wurden. Am 20. April loderte es in Pachpadra im indischen Bundesstaat Rajasthan – pikanterweise nur einen Tag vor der geplanten Einweihung der neuen Anlage durch Premierminister Modi. Am selben Tag brach im Bukarester Kraftwerk CET Vest ein schweres Feuer aus, bei dem große Mengen Isolieröl in Flammen aufgingen.
Statistik oder Strategie?
Wer in dieser Häufung lediglich eine lose Aneinanderreihung bedauerlicher Einzelfälle erkennen mag, dem sei gegönnt, sich in dieser angenehmen Naivität einzurichten. Es brennt eben nicht in Schuhfabriken, Tapetenlagern oder Möbelhäusern. Es trifft mit beunruhigender Präzision genau jene neuralgischen Punkte, an denen aus Rohöl der Treibstoff wird, ohne den Lastwagen stehenbleiben, Flugzeuge am Boden gehalten werden und Volkswirtschaften ins Stottern geraten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass derart spezifische Anlagen weltweit nahezu zeitgleich von Bränden, Explosionen und Betriebsausfällen heimgesucht werden, sollte nüchtern betrachtet jeden Statistiker hellhörig machen. Doch hellhörige Statistiker sind in den großen Redaktionen offenbar Mangelware – oder sie schweigen.
Was kommt auf uns zu?
Die Konsequenzen einer derartigen Entwicklung würden früher oder später jeden Bürger erreichen. Zuerst dürften Flüge gestrichen werden, anschließend käme der Schienenverkehr ins Stocken. Heizungen blieben kalt, Tankstellen leer, und am Ende stünden selbst militärische Fahrzeuge ohne Treibstoff da. Eine Welt ohne raffinierte Erdölprodukte wäre eine Welt, die in wenigen Wochen in vorindustrielle Zustände zurückfiele.
Besonders Deutschland, das sich unter der grünen Energiepolitik der vergangenen Jahre selbst die wichtigsten Versorgungsadern abgeklemmt hat, stünde in einem solchen Szenario besonders schlecht da. Die Bundesrepublik, einst Industrienation mit verlässlicher Energieversorgung, ist heute abhängig von Importen, die über genau jene Knotenpunkte laufen, die nun reihenweise in Flammen aufgehen. Die ideologisch motivierte Abkehr von Kernkraft, Kohle und russischem Gas rächt sich nun bitter.
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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die getroffenen Aussagen geben die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlage eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Eine Haftung für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Inhalte entstehen, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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