
Brutaler Mord an Zugbegleiter: Deutsche Bahn ruft zum Sicherheitsgipfel – doch wer trägt die Verantwortung?

Ein 36-jähriger Familienvater, zwei Kinder, die nun ohne ihren Vater aufwachsen müssen. Serkan C. wurde bei einer simplen Fahrkartenkontrolle in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz brutal attackiert und erlag seinen Verletzungen. Ein weiteres Opfer jener Gewalt, die in Deutschland längst zur erschreckenden Normalität geworden ist.
Über 3000 Übergriffe jährlich – und die Politik schaut zu
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 3000 Übergriffe auf Bahn-Beschäftigte registriert die Bundespolizei Jahr für Jahr. Das sind mehr als acht Attacken pro Tag auf Menschen, die nichts anderes tun, als ihrer Arbeit nachzugehen. Zugbegleiter, Schaffner, Servicekräfte – sie alle setzen täglich ihre körperliche Unversehrtheit aufs Spiel, wenn sie in einen Zug steigen.
DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla reagiert nun mit der Ankündigung eines Sicherheitsgipfels. Vertreter aus Politik, Gewerkschaften, Bundespolizei und der Bahnbranche sollen zeitnah in Berlin zusammenkommen. „Schluss mit den Angriffen auf Menschen, die für unsere Gesellschaft im Einsatz sind", fordert Palla. Doch wie oft haben wir solche Appelle bereits gehört?
Symbolpolitik statt echter Lösungen?
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer von der SPD fordert Bodycams und mehr Personal. Die Verkehrsminister der Länder wollen Ende März über den Schutz von Mitarbeitern beraten. Gipfel hier, Beratungen dort – während draußen auf den Bahnsteigen und in den Zügen die Gewalt eskaliert.
Man fragt sich unweigerlich: Wo war diese Entschlossenheit in den vergangenen Jahren? Die Statistiken zur Gewaltkriminalität in Deutschland zeigen seit langem einen besorgniserregenden Trend. Messerangriffe, Körperverletzungen, tödliche Attacken – sie gehören mittlerweile zum traurigen Alltag in diesem Land. Und wer die Ursachen benennt, wird allzu oft als Panikmacher abgestempelt.
Die Bürger haben genug
Es ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern entspricht dem Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung: Die zunehmende Kriminalität ist das Ergebnis einer jahrelangen Fehlpolitik, die Sicherheit und Ordnung sträflich vernachlässigt hat. Die Menschen in diesem Land wollen wieder ohne Angst Bahn fahren können. Sie wollen, dass ihre Kinder sicher zur Schule kommen und dass Arbeitnehmer nicht um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie ihren Job ausüben.
Der tragische Tod von Serkan C. darf nicht einfach in der nächsten Nachrichtenwelle untergehen. Es braucht keine weiteren Gipfel und Absichtserklärungen – es braucht Politiker, die endlich wieder für die Sicherheit der deutschen Bürger einstehen. Politiker, die Deutschland schützen, statt es weiter dem Verfall preiszugeben.
„Unser Kollege Serkan wurde Opfer sinnloser Gewalt – jetzt müssen wir handeln."
Ja, Frau Palla, jetzt müssen wir handeln. Die Frage ist nur: Wird diesmal wirklich gehandelt, oder bleibt es bei den üblichen Lippenbekenntnissen?
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