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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
12:54 Uhr

Bundesbank versenkt weitere 8,6 Milliarden Euro – und der Steuerzahler schaut in die Röhre

Es ist eine Nachricht, die man fast schon mit stoischer Gelassenheit zur Kenntnis nimmt – so sehr hat man sich an die Hiobsbotschaften aus Frankfurt gewöhnt: Die Deutsche Bundesbank weist für das Jahr 2025 einen Verlust von rund 8,6 Milliarden Euro aus. Der zweithöchste Fehlbetrag in der gesamten Geschichte der Institution. Und zum sechsten Mal in Folge fließt kein einziger Cent Gewinn an den Bundeshaushalt. Sechs Jahre. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen.

Ein Bilanzverlust, der schwindelig macht

Bundesbankpräsident Joachim Nagel versuchte sich bei der Bilanzvorlage in vorsichtigem Optimismus. Die finanziellen Belastungen würden nachlassen, erklärte er, und diese positive Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Gleichwohl räumte er im selben Atemzug ein, dass auch im laufenden Jahr erneut ein Jahresfehlbetrag zu erwarten sei. Trost sieht anders aus.

Der kumulierte Bilanzverlust beläuft sich mittlerweile auf erschreckende 27,8 Milliarden Euro. Eine Zahl, die man sich vergegenwärtigen muss: Das entspricht in etwa dem gesamten Jahreshaushalt eines mittelgroßen Bundeslandes. Aufgelaufen aus dem Verlustvortrag des Vorjahres – als die Bundesbank mit einem Rekordminus von über 19 Milliarden Euro Geschichte schrieb – und dem aktuellen Fehlbetrag, türmt sich hier ein Schuldenberg auf, den künftige Jahresüberschüsse erst einmal abtragen müssen, bevor auch nur ein Euro wieder Richtung Bundeshaushalt fließen kann.

Die bittere Ernte einer verfehlten Geldpolitik

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die über Jahre hinweg in einem beispiellosen Ankaufprogramm Staats- und Unternehmensanleihen in Billionenhöhe erwarb. Diese Papiere werfen mickrige Zinsen ab – teilweise wurden sie zu Zeiten erworben, als die Renditen nahe null oder sogar negativ waren. Als die EZB dann ab Sommer 2022 die Leitzinsen rasant anhob, um die galoppierende Inflation einzufangen, explodierten die Zinsausgaben der Notenbanken für Einlagen der Geschäftsbanken. Das Ergebnis: eine gewaltige Schere zwischen niedrigen Zinseinnahmen und hohen Zinsausgaben.

Man muss kein Finanzexperte sein, um zu erkennen, dass hier jahrelang eine Politik des billigen Geldes betrieben wurde, deren Rechnung nun präsentiert wird. Die EZB selbst verbuchte für 2025 ein Minus von gut 1,25 Milliarden Euro – nach einem historischen Rekordverlust von 7,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch dort fällt eine Gewinnausschüttung an die nationalen Zentralbanken erneut aus. Die EZB schleppt insgesamt rund 10,5 Milliarden Euro an aufgelaufenen Verlusten in ihrer Bilanz mit und hofft, frühestens 2026 oder 2027 in die Gewinnzone zurückzukehren.

Der Steuerzahler als stiller Leidtragender

Was bedeutet das konkret für den deutschen Bürger? Jahrelang plante das Bundesfinanzministerium routinemäßig einen Bundesbank-Gewinn von 2,5 Milliarden Euro im Haushalt ein. 2019 – es war die Ära des damaligen Finanzministers Olaf Scholz – flossen sogar 5,85 Milliarden Euro nach Berlin. Es war der letzte Geldsegen aus Frankfurt. Seitdem: nichts. Null. Eine klaffende Lücke im Bundeshaushalt, die anderweitig gestopft werden muss – durch Einsparungen, die nie kommen, oder durch neue Schulden, die stets kommen.

Und während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz bereits ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht hat – finanziert auf Pump, versteht sich –, fehlen eben jene Milliarden aus Frankfurt, die den Haushalt zumindest etwas hätten entlasten können. Die Ironie der Geschichte: Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun regiert er mit dem größten Schuldenpaket der deutschen Nachkriegsgeschichte, und die Bundesbank kann nicht einmal mehr als stiller Zulieferer für den Fiskus dienen.

Gold als stiller Anker in stürmischen Zeiten

Nagel betonte, die Bundesbank habe trotz allem eine „solide Bilanz" und könne ihre Aufgaben vollumfänglich erfüllen. Das mag formal stimmen – schließlich kann eine Zentralbank theoretisch auch mit negativem Eigenkapital operieren. Doch das Signal, das von solchen Verlusten ausgeht, ist verheerend. Es untergräbt das Vertrauen in die Stabilität des Geldsystems und wirft fundamentale Fragen über die Nachhaltigkeit der europäischen Geldpolitik auf.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Bundesbank nach wie vor über erhebliche Goldreserven verfügt – mit über 3.350 Tonnen die zweitgrößten der Welt. Dieses Gold, dessen Wert in den vergangenen Jahren massiv gestiegen ist, bildet einen stillen, aber mächtigen Anker in der Bilanz. Es ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass physische Edelmetalle in Zeiten monetärer Verwerfungen ihren Wert nicht nur behalten, sondern steigern. Während Anleihen und Papierwerte an Substanz verlieren, glänzt das Gold umso heller.

Für den privaten Anleger dürfte die Botschaft klar sein: Wenn selbst die Hüterin der deutschen Währungsstabilität Milliardenverluste einfährt und der Staat auf Jahre hinaus keine Ausschüttungen erwarten kann, dann ist es höchste Zeit, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn das Vertrauen in Papiergeld und institutionelle Stabilität erodiert.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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