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Kettner Edelmetalle
20.04.2026
05:56 Uhr

Chaos in der Straße von Hormus: Schüsse auf Tanker – und Tui-Kreuzfahrtschiffe mittendrin

Was sich am Samstag in einer der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt abspielte, liest sich wie das Drehbuch eines Thrillers – nur dass es bittere Realität ist. In der Straße von Hormus, jenem schmalen Nadelöhr zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch das täglich rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls transportiert wird, fielen Schüsse auf Handelsschiffe. Und mittendrin: zwei deutsche Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises mit Hunderten ahnungsloser Urlauber an Bord.

Schnellboote der Revolutionsgarde eröffnen das Feuer

Mindestens zwei Handelsschiffe sollen am Samstag von Geschossen getroffen worden sein, als sie versuchten, die Meerenge zu passieren. Die Nachrichtenagentur Reuters berief sich dabei auf drei unabhängige Quellen aus dem Bereich der maritimen Sicherheit. Die von der britischen Royal Navy geführte Schifffahrtsorganisation UKMTO bestätigte einen Vorfall in der Nähe der Meerenge nordöstlich des Oman. Der Kapitän eines Tankers habe angegeben, dass sich zwei Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde seinem Schiff genähert hätten – ohne jeglichen vorherigen Funkkontakt. Dann hätten sie das Feuer eröffnet.

Tanker und Besatzung seien Berichten zufolge in Sicherheit, die Behörden ermittelten, hieß es in einer knappen Erklärung. Kurz darauf meldete die UKMTO einen weiteren Zwischenfall: Ein Containerschiff sei von einem „unbekannten Geschoss" getroffen worden, wobei mehrere Container beschädigt worden seien. Bloomberg sprach unter Berufung auf eine nicht näher genannte Reederei von regelrechtem „Chaos" in der Meerenge. Ein Supertanker habe per Funk gemeldet, dass er unter Beschuss stehe. Ein anderer habe seine geplante Durchfahrt abgebrochen und umgedreht.

Deutsche Urlauber auf Kollisionskurs mit der Geopolitik

Während Tankerkapitäne um ihr Leben funkten, nahmen ausgerechnet zwei Kreuzfahrtschiffe von Tui Cruises Kurs auf dieselbe Wasserstraße. Die „Mein Schiff 4" und die „Mein Schiff 5" befanden sich am Samstagnachmittag im Golf von Oman, wie Tracking-Daten des Anbieters MarineTraffic zeigten. Eines der Schiffe war zuvor in Abu Dhabi gestartet, das andere vor Doha. Beide gaben den omanischen Hafen Muscat als Ziel an. Bereits am Freitag hatte das unter maltesischer Flagge fahrende Passagierschiff Celestyal Discovery Dubai verlassen und die Meerenge offenbar erfolgreich passiert.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während in unmittelbarer Nähe Schnellboote der Revolutionsgarde auf Handelsschiffe schießen, dampfen deutsche Kreuzfahrtriesen mit Touristen an Bord durch dieselben Gewässer. Welche Risikoabwägung hier getroffen wurde – und von wem – dürfte in den kommenden Tagen noch für erheblichen Erklärungsbedarf sorgen.

Irans Kehrtwende: Erst offen, dann wieder dicht

Der Hintergrund dieses gefährlichen Eskalationsszenarios ist ein diplomatisches Hin und Her, das seinesgleichen sucht. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte am Freitag die vorübergehende Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe verkündet – angeblich im Zusammenhang mit einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Der Transit sei entlang von Iran genehmigter Routen möglich, so die Ankündigung.

US-Präsident Donald Trump begrüßte die Öffnung zunächst, stellte jedoch unmissverständlich klar, dass die amerikanische Blockade iranischer Häfen bis zu einer endgültigen Vereinbarung mit Teheran aufrechterhalten werde. Die Antwort aus Teheran ließ nicht lange auf sich warten: Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, die Meerenge werde nicht offen bleiben, solange die US-Blockade andauere. Ein Sprecher des gemeinsamen Militärkommandos der iranischen Streitkräfte verkündete schließlich, die „Kontrolle über die Straße von Hormus" sei „wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt".

Ein geopolitisches Pulverfass mit globalen Konsequenzen

Die Straße von Hormus ist nicht irgendeine Wasserstraße. Sie ist die Lebensader der globalen Energieversorgung. Jede Eskalation in diesem Gebiet hat unmittelbare Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auf die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage in Europa – und ganz besonders in Deutschland. Wer glaubt, die Ereignisse am Persischen Golf hätten nichts mit dem Preis an der heimischen Tankstelle oder der nächsten Heizkostenabrechnung zu tun, der irrt gewaltig.

Es ist bezeichnend, dass sich die geopolitischen Spannungen in einer Region entladen, die für die westliche Welt von existenzieller Bedeutung ist. Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen die Infrastruktur auf Pump sanieren will und die Energiewende vorantreibt, zeigt die Realität am Persischen Golf einmal mehr, wie verwundbar unsere Energieversorgung tatsächlich ist. Die naive Vorstellung, man könne sich durch Windräder und Solarpanels von den Unwägbarkeiten der Weltpolitik abkoppeln, entpuppt sich als das, was sie schon immer war: eine gefährliche Illusion.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen sich in rasantem Tempo überlagern – vom Ukraine-Krieg über die Eskalation im Nahen Osten bis hin zu den Handelskonflikten zwischen den USA und China –, erweist sich einmal mehr physisches Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten. Wer sein Vermögen gegen die Erschütterungen einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen in ein breit gestreutes Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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