
Clan-Ärger ohne Ende: Nächste Großfamilie auf Linken-Wahlparty!

Die Berliner Linke kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Nach dem Auftritt von Clan-Chef Issa Remmo sollen auf ihrer Neuköllner Wahlparty auch zwei Angehörige des palästinensischen Barbakh-Clans gewesen sein. Das berichtet der Tagesspiegel. Die Polizeigewerkschaft reagiert empört.
Siegesfeier mit bitterem Beigeschmack
Eigentlich hatte die Linke allen Grund zum Feiern. Mit rund 26 Prozent wurde sie bei der Abgeordnetenhauswahl stärkste Kraft. In Neukölln kam ihre Bezirksliste laut Berliner Morgenpost sogar auf 32 Prozent und hat ihr Ergebnis damit verdoppelt. Spitzenkandidatin Elif Eralp will ins Rote Rathaus.
Doch die Hauptstadt spricht nicht über Regierungspläne, sondern über die Gästeliste. Zuerst tauchte Remmo im Neuköllner Ballhaus auf. Ausgerechnet Remmo: Männer aus seiner Großfamilie wurden für den spektakulären Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Bode-Museum verurteilt. Dann kursierten Fotos eines propalästinensischen Aktivisten, der Medienberichten zufolge mit der PFLP in Verbindung gebracht wird. Die Gruppe steht bei EU und USA als Terrororganisation auf der Liste.
Kamera läuft, Mikro hin
Nun rücken die Barbakhs ins Bild. Die beiden Männer sollen als Social-Media-Aktivisten unterwegs gewesen sein. Berichten zufolge filmten und interviewten sie mehrere Politiker der Linken. Darunter waren Ahmed Abed, der Bezirksbürgermeister von Neukölln werden will, und Kreischefin Jolinde Schulz. Auch der Aktivist mit der mutmaßlichen PFLP-Nähe soll vor ihrer Kamera gestanden haben.
Beim Fall Remmo hatte die Partei abgewiegelt. Die Neuköllner Linke erklärte, die Person sei ihr nicht bekannt gewesen und habe auf keiner Anmeldeliste gestanden. Eralp sagte, der Mann sei nicht eingeladen gewesen und man habe ihn weggeschickt. Wie oft lässt sich diese Erklärung noch wiederholen?
Polizeigewerkschaft platzt der Kragen
Stephan Weh ist Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei. Auf X reagierte er mit deutlichen Worten. Die Linkspartei begehe
„jeden zweiten Tag ein neues Foul gegen meine Kolleginnen und Kollegen“
Weh warf der Partei außerdem ihre Nähe zu „Kriminellen und Terrorunterstützern“ vor. Für Polizisten, die in Neukölln Nacht für Nacht im Einsatz sind, dürfte das mehr sein als ein Imageproblem.
Wer steckt hinter dem Barbakh-Clan?
Die Familie stammt aus Khan Younis im Süden des Gazastreifens. Dort spricht sie laut Welt selbst von mehr als 100.000 Angehörigen. Viele Mitglieder sollen erst nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 nach Berlin gekommen sein. Im März 2025 rechnete die Polizei demnach rund 132 Personen zum harten Kern. Ihr Schwerpunkt liegt in Neukölln.
Bei den Remmos geht es vor allem um organisierte Kriminalität. Die Barbakhs fallen dagegen durch militanten Palästina-Aktivismus auf. Laut B.Z. tauchte die Familie bis Mai 2025 in mehr als 400 Polizeivorgängen auf. Knapp 20 Mitglieder galten demnach als notorische Straftäter. Genannt werden unter anderem Volksverhetzung, tätliche Angriffe und das Verwenden von Kennzeichen terroristischer Organisationen.
- Ein Familienmitglied soll laut Welt mehr als 50-mal festgenommen worden sein.
- Ein Angehöriger soll 2024 bei einer Veranstaltung des damaligen Kultursenators Joe Chialo (CDU) einen Mikrofonständer geworfen und eine Frau verletzt haben.
- Im März 2025 kontrollierte die Polizei einen 30-Jährigen aus der Familie am Hauptbahnhof. Er hatte über 50.000 Euro Bargeld dabei, die Polizei ermittelte wegen der unklaren Herkunft.
- Ein Clan-Mitglied hat auf TikTok rund 7,2 Millionen Follower.
Zufall oder Muster?
Im Neuköllner Wahlkampf warben Linke und BSW um dieselben Stimmen aus dem arabischstämmigen Milieu. Kritiker sehen darin den Grund für die Offenheit gegenüber der radikalen Palästina-Szene. Die Linken-Fraktionschefin im Bundestag, Heidi Reichinnek, weist Antisemitismus-Vorwürfe zurück. Sie spricht von einer „roten Haltelinie“.
Aus Sicht unserer Redaktion passen die Bilder aus Neukölln nicht zu dieser Linie. Eine Partei, die Berlin regieren will, muss sich klar abgrenzen, und zwar vor der Party. SPD und Grüne müssen nun entscheiden, ob sie mit diesem Partner die Hauptstadt führen wollen. Für die Sicherheit der Berliner wäre das ein riskantes Experiment.

Als PDF in wenigen Sekunden per E-Mail.
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











