
Debakel im Norden: Günthers CDU verliert zwölf Punkte – AfD schnappt sich Platz zwei
Es ist ein politisches Erdbeben, das die einstige Vorzeige-CDU von Daniel Günther bis in die Grundfesten erschüttert. Wo einst von der absoluten Mehrheit geträumt wurde, herrscht heute blankes Entsetzen. Eine neue Insa-Umfrage im Auftrag der Bild-Zeitung liefert dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten eine schallende Ohrfeige, die es in sich hat.
Zwölf Prozentpunkte pulverisiert
Fände die Landtagswahl am kommenden Sonntag statt, käme Günthers CDU nur noch auf magere 27 Prozent. Zum Vergleich: Im Januar waren es noch zwölf Prozentpunkte mehr. Ein solcher Absturz binnen weniger Monate ist selbst für die krisenerprobte Union eine bittere Pille. Der Mann, der einst mit 43,4 Prozent nur knapp die absolute Mehrheit verpasste, steht heute als Verwalter des eigenen Niedergangs da.
Und als wäre das nicht genug: Das schwarz-grüne Bündnis, jenes vermeintliche Erfolgsmodell des Nordens, hätte keine Mehrheit mehr. Günther bräuchte einen dritten Partner, um überhaupt weiterregieren zu können. Ein Offenbarungseid für eine Koalition, die sich stets als alternativlos verkaufte.
Die AfD kehrt zurück – und wie
Während die CDU implodiert, feiert die AfD ein bemerkenswertes Comeback. Mit 18 Prozent wäre sie erstmals zweitstärkste Kraft im Kieler Landtag – ein Plus von vier Punkten. Man erinnere sich: 2022 flog die Partei mit lächerlichen 4,4 Prozent noch aus dem Parlament. Der Wähler im hohen Norden hat offenbar dazugelernt.
Die Grünen legten zwar auf 17 Prozent zu, die SPD dümpelt bei 15 Prozent, während die Linkspartei mit sieben Prozent erstmals seit 2009 wieder einziehen würde. FDP und der von der Sperrklausel befreite SSW landen bei jeweils sechs Prozent.
„Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen. Die AfD ist die deutlich größere Gefahr“, so Günther im Mai.
Wer im Glashaus sitzt, sollte keine Verbote fordern
Pikant: Ausgerechnet dieser Daniel Günther, der öffentlich über eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei sinniert und lautstark ein Verbotsverfahren gegen die AfD fordert, muss nun mitansehen, wie seine eigene Klientel scharenweise davonläuft. Man fragt sich unweigerlich: Ist es wirklich die Opposition, die eine Gefahr darstellt – oder vielmehr eine Politik, die den eigenen Wählern den Rücken kehrt?
Statt Verbotsphantasien zu wälzen, täte die Union gut daran, sich zu fragen, warum das Vertrauen so dramatisch schwindet. Der Bürger straft ab, was ihm nicht mehr gefällt. Und diese Erkenntnis dürfte weit über Schleswig-Holstein hinaus für schlaflose Nächte sorgen – nicht zuletzt in der Bundes-CDU unter Friedrich Merz.
Ein Weckruf mit Signalwirkung
Die Zahlen aus dem Norden sind mehr als eine regionale Momentaufnahme. Sie sind ein Fieberthermometer für den Zustand der gesamten Volkspartei. Wer traditionelle Werte predigt, aber grüne Politik betreibt, darf sich über den Zorn seiner Stammwählerschaft nicht wundern. Der Souverän, das deutsche Volk, hat ein feines Gespür dafür, wenn Wort und Tat auseinanderklaffen.
In unsicheren politischen Zeiten wie diesen, in denen ganze Parteienlandschaften ins Wanken geraten und das Vertrauen in etablierte Strukturen erodiert, gewinnt eine altbewährte Konstante an Bedeutung: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Umfragestürze, keine Koalitionskrisen und keine gebrochenen Wahlversprechen. Als krisenfester Baustein eines breit gestreuten Vermögens haben sie sich über Jahrhunderte bewährt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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