
Der Hohn kennt keine Grenzen: IS-Mörder fordert Rückkehr ins kuschelige Europa
Man könnte meinen, die Dreistigkeit hätte irgendwo ihre natürlichen Grenzen. Doch El Shafee Elsheikh, besser bekannt als "Jihadi Ringo" aus der berüchtigten IS-Terrorzelle "The Jihad-Beatles", belehrt uns eines Besseren. Der 34-jährige Massenmörder, der zu achtmal lebenslanger Haft in einem US-Hochsicherheitsgefängnis verurteilt wurde, möchte nun gerne nach Großbritannien verlegt werden. Seine Begründung? Er wolle "näher bei Familie und Freunden" sein. Man fragt sich unwillkürlich: Haben seine Opfer diese Möglichkeit noch?
Ein Schlag ins Gesicht der Zivilisation
Die Taten dieses Mannes und seiner Komplizen gehören zu den abscheulichsten Verbrechen, die der sogenannte Islamische Staat hervorgebracht hat. Die Terrorzelle enthauptete mehrere westliche Geiseln, darunter den britischen Helfer David Haines und die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff. Diese barbarischen Akte wurden gefilmt und als Propagandamaterial in die Welt geschickt - ein Zeugnis menschlicher Abgründe, das selbst hartgesottene Beobachter erschütterte.
Nun also möchte dieser Mann, der 2018 zu Recht die britische Staatsbürgerschaft verlor, zurück in jenes Land, dessen Werte er mit Füßen getreten hat. Es ist, als würde ein Brandstifter darum bitten, wieder in das Haus einziehen zu dürfen, das er niedergebrannt hat.
Die berechtigte Wut der Hinterbliebenen
Bethany Haines, die Tochter des ermordeten David Haines, findet klare Worte für diesen ungeheuerlichen Antrag: eine "ungeheure Beleidigung". Ihre Befürchtungen sind mehr als berechtigt. In britischen Gefängnissen herrschen andere Standards als in US-Hochsicherheitsanstalten. Die Vorstellung, dass Elsheikh dort unter komfortableren Bedingungen leben und womöglich eines Tages sogar freikommen könnte, muss für die Angehörigen der Opfer unerträglich sein.
"Die Opferfamilien sehen in seinem Vorstoß den Versuch, das System zu manipulieren und ihnen erneut Schmerz zuzufügen."
Genau das ist der Kern des Problems. Hier geht es nicht um Resozialisierung oder Menschenrechte eines Gefangenen. Es geht um einen kalkulierten Versuch, das westliche Rechtssystem für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren - ein System, das dieser Mann und seine Gesinnungsgenossen verachten und zerstören wollen.
Europas fatale Schwäche im Umgang mit dem Terror
Dieser Fall wirft ein grelles Schlaglicht auf die fundamentale Schwäche Europas im Umgang mit islamistischem Terror. Während die USA konsequent durchgreifen und Terroristen wie Elsheikh für den Rest ihres Lebens wegsperren, diskutiert man in Europa über Resozialisierung, Menschenrechte und zweite Chancen. Es ist diese falsch verstandene Milde, die uns verwundbar macht.
Die britische Regierung hat erklärt, bislang keinen offiziellen Antrag aus den USA erhalten zu haben. Man behalte sich das Recht vor, eine Überstellung abzulehnen. Doch allein die Tatsache, dass ein solcher Antrag überhaupt möglich ist, zeigt die Absurdität unserer Zeit. Wir leben in einer Welt, in der Massenmörder über internationale Abkommen ihre Haftbedingungen optimieren können, während ihre Opfer für immer schweigen.
Ein Präzedenzfall mit fatalen Folgen
Sollte Großbritannien diesem Antrag tatsächlich stattgeben, wäre dies ein verheerendes Signal. Es würde zeigen, dass selbst die abscheulichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit letztendlich verhandelbar sind. Es würde anderen Terroristen signalisieren, dass das westliche Rechtssystem ein Spielfeld ist, auf dem man mit genügend Dreistigkeit seine Position verbessern kann.
Die Opferangehörigen haben nun 30 Tage Zeit, beim US-Justizministerium Stellung zu beziehen. Man kann nur hoffen, dass ihre Stimmen gehört werden. Denn wenn wir als Gesellschaft nicht mehr in der Lage sind, zwischen Opfern und Tätern zu unterscheiden, wenn wir die Bedürfnisse von Massenmördern über das Leid ihrer Opfer stellen, dann haben wir unsere moralische Kompassnadel endgültig verloren.
Es ist höchste Zeit, dass Europa aus seiner selbstgewählten Naivität erwacht. Der Fall Elsheikh sollte uns eine Mahnung sein: Wer mit Terroristen Mitleid hat, verhöhnt ihre Opfer. Wer Massenmördern entgegenkommt, verrät die Werte, die unsere Zivilisation ausmachen. Die einzig angemessene Antwort auf Elshaikhs Antrag kann nur ein klares, unmissverständliches Nein sein. Alles andere wäre ein Verrat an den Opfern und eine Kapitulation vor dem Terror.
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