
Die Doppelmoral des Westens: Indien entlarvt das schmutzige Spiel der USA beim Russland-Ă–l

Es gibt Momente in der internationalen Politik, in denen ein einzelner Satz das gesamte Lügengebäude einer angeblich werteorientierten Außenpolitik zum Einsturz bringt. Genau einen solchen Moment lieferte nun der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar – ein Mann, der mit der diplomatischen Eleganz eines Schachgroßmeisters die Heuchelei des Westens bloßlegte. Seine Aussage im finnischen Kultaranta dürfte in Washington für lange Gesichter gesorgt haben.
Wenn der Lehrmeister plötzlich seine eigenen Anweisungen vergisst
Was Jaishankar laut Bloomberg ausplauderte, ist nichts weniger als ein politischer Sprengsatz. Die USA selbst hätten Indien ausdrücklich dazu aufgefordert, russisches Öl zu kaufen – und zwar, um den globalen Ölmarkt nach Beginn des Ukraine-Krieges zu stabilisieren. „Damals forderten die USA Indien ausdrücklich auf, russisches Öl zu kaufen, um den Ölmarkt zu stabilisieren“, zitierte ihn das Nachrichtenportal. Man stelle sich das einmal vor: Dasselbe Washington, das später mit dem moralischen Zeigefinger fuchtelte und sogar Strafzölle verhängte, hatte Neu-Delhi zuvor selbst in diesen Markt gedrängt.
Es ist die altbekannte Geschichte: Wasser predigen und Wein trinken. Während europäische Staaten in panischer Hektik die Öllieferungen aus dem Nahen Osten aufkauften – also ausgerechnet jene Bezugsquellen, auf die Indien traditionell angewiesen war – blieb dem südasiatischen Giganten kaum eine andere Wahl, als auf russisches Rohöl auszuweichen.
„Ich kaufe Öl auf Basis von Kosten und Verfügbarkeit.“ – Subrahmanyam Jaishankar, indischer Außenminister
Die nackte Wahrheit ĂĽber vermeintliche Prinzipien
Mit chirurgischer Präzision sezierte Jaishankar die angebliche moralische Überlegenheit des Westens. „Tun wir nicht so, als ginge es hier um irgendein großes Prinzip“, soll er erklärt haben. Eine moralische Schau zur Verbrämung knallharter geopolitischer Interessen sei schlichtweg nicht gerechtfertigt. Wer könnte ihm da widersprechen? Wer die Geschichte der westlichen Außenpolitik kennt, der weiß: Die Moral ist meist nur das Feigenblatt, hinter dem sich nüchterne Machtinteressen verbergen.
Besonders pikant wird die Angelegenheit durch die wechselhafte Haltung Washingtons. Erst verhängte man im vergangenen Jahr Zölle wegen indischer Käufe russischen Öls, dann hob man die Sanktionen wieder auf. Und nun, so US-Außenminister Marco Rubio vergangene Woche, wolle die Trump-Regierung erneut die Ausnahmeregelungen beenden. Ein außenpolitisches Hin und Her, das eher an einen Basar erinnert als an die strategische Linie einer Weltmacht.
Russland als „zuverlässiger Lieferant“ – ein bemerkenswertes Bekenntnis
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mit knapp 40 Prozent sei Russland mittlerweile der größte Öllieferant Indiens, betonte der Minister. Im Mai hätten die russischen Rohöllieferungen bei durchschnittlich rund 1,76 Millionen Barrel pro Tag gelegen – satte 63 Prozent mehr als noch im Februar. Indien, das erst seit 2022 in nennenswertem Umfang russisches Öl bezieht, habe schlicht auf die „Umstände“ reagieren müssen, die es in diesen Markt zwangen.
Interessant ist dabei die Verschiebung der Lieferketten: Während die Vereinigten Staaten inzwischen Indiens wichtigster Gaslieferant geworden seien – eine Position, die bis Ende Februar noch Katar innehatte – bleibt Russland beim Öl unangefochten an der Spitze. Ein Geflecht von Abhängigkeiten, das die Naivität europäischer Sanktionsfantasien einmal mehr offenbart.
Eine Lektion auch fĂĽr deutsche Politiker
Während Indien souverän seine nationalen Interessen verteidigt und sich nicht von außen vorschreiben lässt, mit wem es Handel treiben darf, agiert die deutsche Politik seit Jahren nach dem Prinzip der Selbstkasteiung. Man hat die eigene Energieversorgung auf dem Altar einer ideologisch verbrämten Außen- und Klimapolitik geopfert – mit den bekannten Folgen explodierender Energiepreise und einer dahinsiechenden Industrie. Indien zeigt, wie es anders geht: Pragmatismus statt moralischer Selbstüberhöhung.
Auch die europäische Kritik an Indiens Russland-Kurs wies Jaishankar selbstbewusst zurück. „Kein europäisches Land wurde mit indischen Waffen angegriffen“, soll er gesagt haben – ein deutlicher Seitenhieb auf jene europäischen Rüstungsexporte, die nach indischer Lesart über Pakistan gegen Indien zum Einsatz kamen. Der Glanz der westlichen Moralapostel verblasst, je genauer man hinsieht.
Was bleibt: Vertrauen in das Beständige
Diese Episode lehrt uns eine zeitlose Wahrheit: In einer Welt, in der Sanktionen über Nacht verhängt und wieder aufgehoben werden, in der Bündnispartner zu Konkurrenten und Gegner zu Lieferanten mutieren, ist Verlässlichkeit ein rares Gut. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich von der Sprunghaftigkeit der Politik nicht abhängig machen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber kennen keine Doppelmoral, keine plötzlichen Kehrtwenden und keine politischen Launen. Sie sind über Jahrtausende hinweg das geblieben, was sie immer waren: ein zeitloser Wertspeicher und ein bewährter Baustein zur Beimischung in ein gesundes, breit gestreutes Vermögensportfolio.
Hinweis: Dieser Artikel gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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