
Die Spritpreis-Posse: Wie Berlins „12-Uhr-Regel" den Tankstellen volle Kassen beschert

Es ist wieder einmal das altbekannte Lied: Die Politik kündigt großspurig eine Entlastung für die Bürger an – und am Ende lachen sich andere ins Fäustchen. Eine aktuelle Untersuchung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) sowie des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) bringt nun schwarz auf weiß zu Papier, was kritische Beobachter ohnehin geahnt hatten: Die sogenannte 12-Uhr-Regel mästet die Tankstellen, statt die Autofahrer zu entlasten.
Sechs Cent mehr in der Tasche – allerdings nicht beim Verbraucher
Die nüchternen Zahlen sprechen Bände. Bei Superbenzin lag die Gewinnmarge in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Regelung sage und schreibe sechs Cent höher als in den zwei Wochen davor. Profiteure sind in erster Linie unabhängige Tankstellen und kleinere Ketten. Größere Ketten verzeichneten zwar einen geringeren Anstieg, doch auch sie reichen den Kelch nicht an die Kunden weiter, sondern füllen lieber die eigenen Geldbeutel.
Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal pro Tag, jeweils um Punkt 12 Uhr, anheben. Senken hingegen können sie diese jederzeit. Die Berliner Politiker hatten sich von dieser bürokratischen Konstruktion eine Dämpfung des Preisauftriebs erhofft. Ein Schuss, der nach hinten losging: Statt sinkender Spritpreise erleben die Bürger fortlaufend neue Höchststände bei den täglichen Aufschlägen.
Wenn aus „Preisbremse" ein Beschleuniger wird
Anfang April waren es noch neun Cent pro Liter, die zum Mittagsgong aufgeschlagen wurden. Am vergangenen Freitag legte Diesel um stolze 18 Cent zu, E10 um 15 Cent. Der ADAC findet deutliche Worte für dieses Trauerspiel und konstatiert, dass das nach österreichischem Vorbild kopierte Modell den Namen „Preisbremse" definitiv nicht verdiene und vielmehr kontraproduktiv wirke.
Beim Diesel ließ sich laut Studienautor Jacob Schildknecht vom ZEW kein eindeutiger Effekt auf die Gewinnmargen ausmachen, da diese im Beobachtungszeitraum stark geschwankt hätten. Doch es gebe Anzeichen, dass auch hier die Tankstellen kräftig mitverdienten.
Süddeutschland zahlt am meisten
Besonders interessant ist die geografische Komponente: Vor allem Tankstellen in Süddeutschland streichen üppige Margen ein. Die Forscher führen dies auf das höhere durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen im Süden zurück, das eine größere Zahlungsbereitschaft und damit deutlichere Margenanpassungen begünstige. Mit anderen Worten: Wo mehr zu holen ist, wird auch ordentlich zugelangt.
Zur Berechnung der Gewinnmargen wurden die Nettopreise an den Zapfsäulen mit den Großhandelspreisen aus der Region Amsterdam-Rotterdam zwischen Mitte März und Mitte April abgeglichen. Die Daten stammen aus der Markttransparenzstelle.
Symptomatisch für Berliner Politik
Der Vorgang ist beispielhaft für eine Politik, die mit großen Worten und kleinen Lösungen den Bürger zu beruhigen versucht. Statt an die wirklichen Ursachen heranzugehen – etwa die enorme Steuerlast auf Kraftstoffe in Form von Energiesteuer, Mehrwertsteuer und CO2-Bepreisung – wird mit kosmetischen Eingriffen herumlaboriert. Das Ergebnis: Die Bürger zahlen weiter, die Tankstellen verdienen mehr, und der Staat spielt sich als hilfreicher Retter auf, obwohl er der größte Profiteur an jeder Zapfsäule bleibt.
Wer angesichts solcher Kapriolen der Geld- und Wirtschaftspolitik nach einem stabilen Anker für sein Vermögen sucht, wird in den klassischen Sachwerten fündig. Physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Bollwerk gegen politische Fehlentscheidungen, schleichende Geldentwertung und staatliche Eingriffe bewährt. Während Papierversprechen kommen und gehen, behalten Edelmetalle ihren inneren Wert – ganz ohne Stichtagsregelungen oder bürokratische Preisbremsen.
Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie öffentlich zugängliche Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Bei steuerlichen oder rechtlichen Fragen empfehlen wir, einen qualifizierten Berater zu konsultieren.

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