
Diplomatische Demütigung: Wadephul in Washington wie ein ungebetener Gast behandelt

Es gibt Momente in der Politik, die mehr über den Zustand einer Nation verraten als tausend Regierungserklärungen. Der jüngste Besuch von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Washington gehört zweifellos zu diesen entlarvenden Augenblicken. Was sich dort abspielte, war nicht weniger als eine diplomatische Ohrfeige für die gesamte Bundesrepublik – und ein schmerzhafter Beweis dafür, wie tief Deutschland auf der internationalen Bühne gesunken ist.
Dreißig Minuten für den deutschen Außenminister
Nichts ist peinlicher, als ein ungebetener Gast zu sein. Man hängt herum wie bestellt und nicht abgeholt, während die Gastgeber mit säuerlichem Lächeln versuchen, ein paar Minuten für den lästigen Besucher freizuschaufeln. Genau so erging es Wadephul in der amerikanischen Hauptstadt. Sein Amtskollege Marco Rubio fand gerade einmal dreißig Minuten für ihn – nachdem er zuvor Termin um Termin kurzfristig abgesagt hatte. Der Mann hatte offensichtlich Wichtigeres zu tun, als sich mit dem Vertreter eines einstmals bedeutenden europäischen Verbündeten zu unterhalten.
Die deutsche Botschaft versuchte händeringend, Ersatztermine zu organisieren. Doch auch im Kongress zeigte niemand Interesse an einem Gespräch mit dem deutschen Außenminister. Schließlich erbarmte sich Weltbankpräsident Ajay Banga – ein Mann, mit dem ein Außenminister eigentlich gar nichts zu besprechen hat. In New York gab es dann noch einen warmen Händedruck vom UN-Generalsekretär. Das war's. Eine diplomatische Reise, die man getrost als Desaster bezeichnen darf.
Merz' zweite oder dritte Wahl
Nun ähnelt der glücklose Wadephul nicht nur physiognomisch Don Quichotte, dem Ritter von der traurigen Gestalt. In Berlin ist es ein offenes Geheimnis, dass er nur Friedrich Merz' zweite oder dritte Wahl für das Amt des Außenministers war. Doch dieser Umstand zeigt, dass das Problem weit über seine Person hinausgeht. Es ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Politik insgesamt.
Einst waren Außenminister wichtige und mächtige Mitglieder im Kabinett. Ihre Namen kannte man, gleich nach dem des Regierungschefs. Hans-Dietrich Genscher, Joschka Fischer – Namen, die für außenpolitisches Gewicht standen. Doch diese Zeiten sind unwiederbringlich vorbei. Die Regierungschefs haben das Feld der Außenpolitik längst selbst übernommen, während ihre Außenminister zu besseren Reisebürokraten degradiert wurden.
Das Erbe der Vorgängerin
Man muss fairerweise anerkennen, dass Wadephul ein schweres Erbe angetreten hat. Seine Vorgängerin Annalena Baerbock hat das Amt des Außenministers bereits nachhaltig entwertet. Mit ihrer Mischung aus Inkompetenz und ideologischer Verbohrtheit hat sie Deutschland international zur Lachnummer gemacht. Wadephul ist nun in ihre kleinen Fußstapfen geschlüpft – und versinkt selbst in diesen.
Die Amerikaner wissen genau, mit wem sie es zu tun haben: mit dem Vertreter eines abgewirtschafteten Landes, in dem dreißig Prozent der Wähler demokratisch für die AfD stimmen und dafür verachtet werden, in dem Meinungszensur herrscht und das jeden Tag mehr einer islamischen Republik ähnelt. Respekt kann man nicht erkaufen – den muss man sich verdienen. Und Deutschland hat in den letzten Jahren alles getan, um jeden Respekt zu verspielen.
Europa ohne Stimme
Das Problem beschränkt sich keineswegs auf Deutschland allein. Wer kennt schon die Namen der zahlreichen Außenminister, die Frankreich und Großbritannien in den letzten Jahren verschlissen haben? Auch bei den Supermächten sieht es nicht viel anders aus – abgesehen vom russischen Dinosaurier Sergei Lawrow, der sein Amt seit über zwei Jahrzehnten bekleidet und international nach wie vor als gewichtiger Gesprächspartner gilt.
Präsident Trump hat es auf den Punkt gebracht, als er über die europäischen Regierungschefs sagte: „Ich kenne die schlechten Anführer. Ich kenne die Klugen. Ich kenne die Dummen. Es gibt auch ein paar richtig dumme." Europa macht in vielerlei Hinsicht keinen guten Job – und wird entsprechend behandelt. Wenn einmal Macron kommt, dann Meloni, dann Wadephul, zwischendurch von der Leyen – wer spricht eigentlich wirklich für Europa? Die EU ist schon lange keine Einheit mehr.
Die Frage nach der Zukunft des Amtes
Im selben Maße, in dem die Welt kleiner, enger und verzahnter wird, sollte man sich ernsthaft fragen, ob das Amt des Außenministers nicht schlichtweg überflüssig geworden ist. Menschen mit diplomatischem Geschick kann man überall einsetzen – da braucht es kein eigenes Ministerium mit aufgeblähtem Apparat und kostspieligen Auslandsreisen.
Wenn diesem glücklosen Deutschen niemand zuhört, richtet er wenigstens keinen weiteren Schaden an. Es ist bedenklich, dass sich Deutschland fast in jeder Disziplin im vollen Wissen um die Konsequenzen ins Abseits spielt. Die Hoffnung vieler Bürger ruht auf einer grundlegenden politischen Wende – denn nur so kann Deutschland noch vor der totalen Bedeutungslosigkeit bewahrt werden. Dies ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern entspricht dem Empfinden eines Großteils des deutschen Volkes, das die Fehlentwicklungen der letzten Jahre mit wachsender Sorge beobachtet.
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