
Donroe-Doktrin in Aktion: USA beschlagnahmen russischen Tanker im Atlantik

Was sich in den frühen Morgenstunden des 7. Januar 2026 im Nordatlantik abspielte, hätte durchaus einem Kalten-Krieg-Thriller entstammen können. Die Vereinigten Staaten haben in einer dramatischen Operation den unter russischer Flagge fahrenden Öltanker Marinera – vormals Bella 1 – etwa 300 Meilen südlich von Island beschlagnahmt. Und das, obwohl russische Kriegsschiffe und ein U-Boot in unmittelbarer Nähe patrouillierten.
Eine zweiwöchige Jagd auf hoher See
Die Beschlagnahmung markiert den vorläufigen Höhepunkt einer zweiwöchigen Verfolgungsjagd, bei der ein Kutter der US-Küstenwache und Überwachungsflugzeuge den rostigen Tanker quer durch den Atlantik verfolgten. Das US European Command bestätigte auf der Plattform X, dass das Justizministerium und das Heimatschutzministerium in Abstimmung mit dem Verteidigungsministerium das Schiff wegen Verstößen gegen US-Sanktionen beschlagnahmt hätten.
Die Operation verlief offenbar nicht ohne Spannung. Als sich ein MH-6 Little Bird Helikopter der 160th Special Operations Aviation Regiment dem Schiff näherte, änderte die Marinera abrupt ihren Kurs und verlangsamte von neun auf acht Knoten. Russische Medien veröffentlichten exklusives Videomaterial, das den Enterversuch amerikanischer Spezialkräfte dokumentiert.
Moskaus Warnung verhallte ungehört
Die Dreistigkeit der Operation ist bemerkenswert. Moskau hatte die Trump-Administration in den vergangenen Tagen ausdrücklich gewarnt, von dem Tanker abzulassen. Doch Washington zeigte sich unbeeindruckt. Als die Küstenwache vergangenen Monat erstmals versuchte, das damals noch staatenlose Schiff in venezolanischen Gewässern zu entern, wechselte die Besatzung kurzerhand die Registrierung auf Russland – ein Manöver, das offenbar ohne jegliche Inspektion oder Formalitäten vonstattenging.
„Durch Operation Southern Spear ist das Kriegsministerium unerschütterlich in seiner Mission, illegale Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre zu zerschlagen. Wir werden unser Heimatland verteidigen und Sicherheit sowie Stärke in ganz Amerika wiederherstellen."
So verkündete das US Southern Command und signalisierte damit unmissverständlich die neue außenpolitische Linie.
Doppelschlag in der Karibik
Doch damit nicht genug. Nur wenige Stunden nach der Beschlagnahmung der Marinera griffen US-Streitkräfte auch in der Karibik zu. Der staatenlose und sanktionierte Tanker M/T Sophia wurde ohne Zwischenfälle aufgebracht. Das Schiff hatte in internationalen Gewässern operiert und soll illegalen Aktivitäten nachgegangen sein. Die US-Küstenwache eskortiert es nun zur endgültigen Abwicklung in die Vereinigten Staaten.
Was macht diesen Tanker so interessant?
Eine zentrale Frage drängt sich auf: Warum konzentriert sich Washington derart auf diesen einen Tanker, während die globale Schattenflotte mehr als 1.000 Schiffe umfasst, die weltweit sanktioniertes Rohöl transportieren? Die hastige Registrierung in Russland ohne jegliche Überprüfung nährt Spekulationen, dass der aus venezolanischen Gewässern kommende Tanker möglicherweise andere, wertvollere Fracht für Russland an Bord haben könnte.
Die Rückkehr der Monroe-Doktrin
Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als die Wiederbelebung einer fast 200 Jahre alten amerikanischen Außenpolitik – angepasst an die Ära Trump. Die sogenannte „Donroe-Doktrin" macht unmissverständlich klar: Die USA beabsichtigen, die Meere in den Amerikas zu kontrollieren. Weder China noch Russland sollen hier Fuß fassen.
Für Europa und insbesondere Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während sich die Bundesregierung in endlosen Debatten über Klimaneutralität und Gendersternchen verliert, demonstrieren die Vereinigten Staaten, wie man nationale Interessen durchsetzt – notfalls mit der Kanonenboot-Diplomatie des 21. Jahrhunderts. Die Frage ist nicht, ob diese aggressive Haltung zu weiteren Konfrontationen führen wird, sondern wann.
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