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11.08.2026
04:17 Uhr
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Dürre-Schock auf dem Acker: Bauern kämpfen ums Überleben

Dürre-Schock auf dem Acker: Bauern kämpfen ums Überleben
Symbolbild: KI-generiert

Die Trockenheit dieses Sommers reißt tiefe Löcher in die Kassen der deutschen Landwirte. Bauernpräsident Joachim Rukwied sprach gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe von extremen Auswirkungen und rechnet mit erheblichen Ertragseinbußen – beim Getreide, bei den Herbstkulturen und im Futterbau. Manche Betriebe, so seine Warnung, bräuchten inzwischen Zwischenfinanzierungen, um überhaupt weitermachen zu können.

Wenn drei Krisen gleichzeitig zuschlagen

Es ist die gefährliche Kombination, die den Höfen zusetzt: schwache Erträge, niedrige Erzeugerpreise, hohe Kosten. Diesel, Dünger, Maschinen – alles teuer. Am Ende bleibt vielen Betrieben schlicht die Liquidität weg.

"Nicht wenige Betriebe brauchen Sonder- oder Zwischenfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität und zum Fortbestand des Betriebes", sagte Rukwied.

Der Verbandspräsident mahnte die Politik, in dieser "dramatischen Zeit" auf jegliche Kürzungen im Agrarbereich zu verzichten. Ein Appell, der nach den Bauernprotesten des Winters 2023/24 gegen die Streichung der Agrardiesel-Rückvergütung einen bitteren Beiklang hat.

Die Zahlen: Sieben Prozent weniger Getreide

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Blick in die amtliche Statistik. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes werden für 2026 rund 37,5 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) erwartet – etwa sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Der Hektarertrag sinkt demnach auf 69,4 Dezitonnen, ein Minus von gut fünf Prozent.

Besonders hart trifft es den Winterweizen, Deutschlands wichtigste Getreideart: Statistikern zufolge dürften rund 20,6 Millionen Tonnen zusammenkommen, etwa 8,7 Prozent weniger als 2025. Auch Roggen, Triticale und Winterraps liegen unter Vorjahr.

Aus dem Bauernverband hieß es bereits im Juli, in abgeernteten Regionen seien beim Weizen Rückgänge von bis zu 15 Prozent gemeldet worden, beim Raps drohten Einbußen von bis zu 18 Prozent. Die Wintergerste hielt sich mit geschätzten 7,6 Tonnen je Hektar vergleichsweise stabil.

Futterknappheit – die stille Gefahr

Noch weniger beachtet, aber womöglich folgenschwerer: Ausbleibender Regen setzt Grünland und Futterflächen zu. Bei Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln sei die Lage angespannt, so der Verband. Wer Milchvieh hält, blickt sorgenvoll auf den Winter – knappes Futter bedeutet Zukauf zu höheren Preisen.

Rukwied forderte deshalb eine spürbare Steuerentlastung beim Agrardiesel und die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, mit der Betriebe gute Jahre für schlechte vorsorgen könnten. Ein durchaus marktwirtschaftlicher Gedanke: Eigenvorsorge statt Nothilfe-Bürokratie.

Was das für den Verbraucher bedeutet

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart die Dürre ein strukturelles Problem: Ein Berufsstand, der die Grundversorgung sichert, arbeitet seit Jahren am Rand der Rentabilität – gedrückt von Auflagen aus Berlin und Brüssel, Dokumentationspflichten und schwankenden Weltmarktpreisen. Wetterkapriolen sind das eine. Politisch gemachte Kosten das andere.

Für die Bürger heißt das nüchtern: Was auf dem Feld fehlt, taucht früher oder später auf dem Kassenbon auf. Lebensmittelpreise reagieren empfindlich auf knappe Ernten – und wer sein Vermögen gegen Kaufkraftverlust absichern will, denkt traditionell auch an reale, physisch greifbare Werte wie Gold und Silber, die sich in Zeiten von Teuerung über Jahrhunderte bewährt haben.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ab. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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