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Kettner Edelmetalle
09.09.2026
12:54 Uhr
KI-generiert

Eine Billion für die Energiewende – und 9 von 15 Zielen verfehlt

Eine Billion für die Energiewende – und 9 von 15 Zielen verfehlt
Symbolbild: KI-generiert

Die Zahl ist so groß, dass sie kaum noch jemand begreift: Bis zu 1.035 Milliarden Euro soll der Umbau des deutschen Energiesystems allein in den kommenden zehn Jahren verschlingen. Das geht aus dem neuen „Energiewende-Index“ der Beratungsgesellschaft McKinsey hervor, über den mehrere Medien berichten. Und trotz dieser Summe drohen laut der Untersuchung neun von 15 energiepolitischen Zielen verfehlt zu werden.

780 bis 1.035 Milliarden – und das ist noch nicht alles

Die Spanne der Berechnung reicht von 780 bis 1.035 Milliarden Euro bis 2035. Enthalten sind staatliche wie private Investitionen in Netzausbau, Stromerzeugung, Wärme und Wasserstoff. Der größte Brocken entfällt dem Bericht zufolge mit 680 bis 910 Milliarden Euro auf die Stromversorgung – rund die Hälfte davon auf erneuerbare Energien.

Was in dieser Billion nicht steckt, ist bemerkenswert: Solaranlagen auf Privatdächern, energetische Gebäudesanierungen, Wärmepumpen, Wallboxen. Diese Kosten tragen Hauseigentümer selbst – vor allem kleine Vermieter und Selbstnutzer. Die Billion ist also die Untergrenze, nicht die Rechnung.

Was die Energiewende schon gekostet hat

Eine offizielle Gesamtbilanz der bisherigen Kosten existiert nicht – bemerkenswert genug für ein Projekt dieser Dimension. Schätzungen bewegen sich im dreistelligen Milliardenbereich: Der Wirtschaftsdienst des Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft beziffert allein die Differenzkosten des EEG zwischen 2000 und 2020 auf knapp 250 Milliarden Euro. Die Stiftung Marktwirtschaft kommt für den Zeitraum bis 2030 auf über 400 Milliarden.

Hinzu kommen Ausgaben, die kaum jemand auf dem Zettel hat: Redispatch-Maßnahmen, Entschädigungen für Strom, der gar nicht eingespeist wurde, und Exportstrom, für dessen Abnahme Deutschland an der Börse bei Negativpreisen auch noch zahlt.

„Kein Kapitalproblem“ – oder doch ein Vertrauensproblem?

McKinsey verweist darauf, dass die bisherigen Geldgeber – vor allem kommunale Stadtwerke – finanziell weitgehend ausgereizt seien. Nötig sei mehr privates Kapital. Studien-Co-Autor Sebastian Overlack wird mit den Worten zitiert:

„Deutschland hat kein Kapitalproblem – das Problem ist der Zugang zu diesem Kapital.“

Laut Berichten über die Studie ließen sich durch günstigere Kapitalkosten bis 2035 immerhin 13 bis 16 Milliarden Euro einsparen. Gemessen an einer Billion wirkt das wie ein Rabatt an der Supermarktkasse.

Der Netzausbau hinkt dramatisch hinterher

Besonders ernüchternd sei die Bilanz beim Stromnetz: Von 7.904 geplanten Kilometern Höchstspannungsleitungen seien bislang erst 4.045 Kilometer realisiert – trotz eines Rekordausbaus im zweiten Halbjahr 2025. Besser laufe es bei der Photovoltaik: Das Jahresausbauziel für 2026 von 128 Gigawatt sei bereits im August erreicht worden.

Und der sinkende Primärenergieverbrauch – von rund 13.400 Petajoule 2015 auf etwa 10.550 im Vorjahr? Ein maßgeblicher Grund dafür sind dem Bericht zufolge Standortschließungen deutscher Unternehmen. Aus Sicht unserer Redaktion ist das kein Erfolg, sondern ein Alarmsignal: Deindustrialisierung als Klimabilanz-Kosmetik.

Für Sparer bleibt die Frage, wer diese Billion am Ende trägt – über Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Wer sein Vermögen gegen politisch getriebene Kostenwellen und Kaufkraftverlust absichern will, hält physische Edelmetalle traditionell als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers.

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