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Kettner Edelmetalle
29.06.2026
09:11 Uhr

Eine Billion für die Zukunft: Während Südkorea klotzt, verzwergt sich Europa selbst

Es ist eine Zahl, die einem den Atem stocken lässt: Mehr als eine Billion Euro will Südkorea in den kommenden Jahren in Chip-Fabriken und Rechenzentren für Künstliche Intelligenz pumpen. Während Berlin über Tempolimits, Heizungsgesetze und die korrekte Schreibweise von Genderzeichen debattiert, schmiedet ein Land von der Größe Niedersachsens und Bayerns zusammengenommen Pläne, die das technologische Kräftegleichgewicht der nächsten Jahrzehnte zementieren sollen.

Vier neue Halbleiter-Werke und eine klare Ansage

Industrieminister Kim Jung-kwan verkündete am Montag, dass für umgerechnet 455 Milliarden Euro gleich vier neue Halbleiter-Werke entstehen sollen – zwei vom Schwergewicht Samsung Electronics, zwei vom Konzern SK hynix. Forschungsminister Bae Kyung-hoon legte noch eine Schippe drauf und kündigte bis zum Jahr 2035 Investitionen von satten 568 Milliarden Euro für den Bau neuer Rechenzentren an.

Mit diesen Investitionen werde Südkorea seine „überwältigende Marktführerschaft" und seinen „entscheidenden technologischen Vorsprung im Bereich der Halbleiter behalten", so der Industrieminister.

Man beachte die Wortwahl: überwältigende Marktführerschaft. Kein zaghaftes Konjunktiv-Geraune, kein bürokratisches Wenn-und-Aber. Sondern ein selbstbewusstes Bekenntnis zur eigenen Stärke. Wann hat man derartige Töne zuletzt aus einem deutschen Ministerium vernommen?

Europa: Abgeschlagen im einstelligen Prozentbereich

Und hier wird es für den alten Kontinent richtig bitter. Laut dem Münchner Ifo-Institut beherrschen die USA aktuell rund 75 Prozent der weltweiten Hochleistungs-Rechenkapazität für moderne KI, China etwa 15 Prozent. Und Europa? Europa dümpelt bei weniger als fünf Prozent herum – ein Armutszeugnis, das jede Sonntagsrede über digitale Souveränität zur Farce verkommen lässt.

Während in Seoul Milliarden in die Wertschöpfung der Zukunft fließen, beschäftigt sich die deutsche Politik mit einem 500-Milliarden-Schuldenpaket für Infrastruktur und der Verankerung der Klimaneutralität im Grundgesetz. Dass damit kommende Generationen auf Jahrzehnte hinaus zur Kasse gebeten werden, scheint niemanden zu stören. Investitionen in technologische Spitzenleistung sehen anders aus.

Wer regiert eigentlich für die Bürger?

Es drängt sich die Frage auf, warum ein Land wie Südkorea, das vor wenigen Jahrzehnten noch als bitterarm galt, heute die zweit- und drittgrößten Chip-Hersteller der Welt beheimatet – während Deutschland, einst Land der Dichter, Denker und Ingenieure, zum Zuschauer degradiert wurde. Die Antwort liegt auf der Hand: Wer seine Energiepreise in astronomische Höhen treibt, wer Bürokratie zur Staatsreligion erhebt und ideologische Projekte über wirtschaftliche Vernunft stellt, der darf sich über den Abstieg nicht wundern.

Was bleibt dem deutschen Sparer?

Während die Technologiemächte ihre Claims abstecken, sollte sich der besonnene Bürger fragen, wie er sein Vermögen vor den Folgen einer schwindenden Wettbewerbsfähigkeit und einer durch Schuldenorgien angeheizten Inflation schützt. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie als krisenfester Anker im Portfolio dienen – unabhängig davon, welche Regierung gerade welche Milliarden verbrennt. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle gehört in jedes breit gestreute Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für mögliche Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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