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Kettner Edelmetalle
11.05.2026
06:06 Uhr

Energiewende-Realsatire: BASF will Solarpark bauen – doch das Stromnetz macht schlapp

Energiewende-Realsatire: BASF will Solarpark bauen – doch das Stromnetz macht schlapp

Es ist ein Lehrstück über den Zustand der deutschen Energiewende, das sich derzeit in Ludwigshafen abspielt. Der Chemieriese BASF möchte am eigenen Stammsitz einen gigantischen Solarpark errichten – 120 Hektar groß, mit einer installierten Leistung von bis zu 130 Megawatt. Rund 140.000 Megawattstunden grüner Strom pro Jahr sollen dort produziert werden, um die CO₂-Bilanz der Werke aufzupolieren und politischen Klimazielen Genüge zu tun. Ein Vorzeigeprojekt, möchte man meinen. Doch dann kam die kalte Dusche: Der zuständige Netzbetreiber, die Pfalzwerke Netze AG, sagt schlicht – nein.

Wenn der Strom kommt, aber niemand ihn aufnehmen kann

Der Grund ist so simpel wie entlarvend: Die Netzinfrastruktur kann diese gewaltigen Strommengen schlichtweg nicht aufnehmen. Ein Anschluss in dieser Größenordnung sei nach Angaben der Pfalzwerke „nicht realisierbar". Würde man die Anlage trotzdem ans Netz hängen, könnte bei sonnigem Wetter das gesamte regionale Stromnetz kollabieren. Die notwendige Anschlussleistung müsste laut Netzbetreiber rund 50 Prozent über jener der nahegelegenen Großstadt Kaiserslautern liegen – einer Stadt, die wohlgemerkt über mehrere Umspannwerke versorgt wird.

Es ist die deutsche Energiewende in Reinkultur: Subventionen werden ausgeschüttet, Solarpaneele aufgestellt, politische Sonntagsreden gehalten – aber an der profanen Frage, wie der erzeugte Strom überhaupt transportiert werden soll, scheitert das Vorhaben kläglich. Ein planwirtschaftliches Trauerspiel, das den Ingenieuren bei BASF die Schamesröte ins Gesicht treiben dürfte.

Die Billionen-Rechnung für den deutschen Steuerzahler

Auch das Bundeswirtschaftsministerium räumt mittlerweile ein, was Kritiker seit Jahren predigen: Der Netzausbau sei „zwingend erforderlich". Doch zu welchem Preis? Die Kosten allein für das Übertragungsnetz sind inzwischen auf rund 440 Milliarden Euro geklettert. Hinzu kommen mehr als 235 Milliarden Euro für die Verteilnetze bis 2045. Eine Studie im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer beziffert die Kosten für den Netzausbau bis 2049 auf 1,2 Billionen Euro – die gesamte Energiewende könnte gar 5,4 Billionen Euro verschlingen.

Zahlen, die jedem Bürger den Atem rauben sollten. Denn diese astronomischen Summen werden nicht etwa vom Himmel fallen, sondern über Strompreise, Netzentgelte und Steuern an den Endverbraucher weitergereicht. Während die Politik munter neue Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe beschließt und nachfolgenden Generationen die Zinslast aufbürdet, fragt niemand mehr, ob das Ganze überhaupt funktionieren kann.

Batteriespeicher: Der nächste Stau im System

Das gleiche Drama wiederholt sich bei den Stromspeichern. Tagsüber produzieren die zahlreichen Photovoltaikanlagen längst mehr Strom, als verbraucht werden kann – die Folge sind absurde Minuspreise an der Strombörse. Eigentlich müsste der Überschuss in Batterieparks zwischengespeichert werden. Doch auch hier blockieren fehlende Netzkapazitäten die dringend benötigten Projekte. Der Versorger Westenergie spricht inzwischen von Wartezeiten von bis zu zehn Jahren für einen Netzanschluss.

Während die Bundesregierung Photovoltaik und Windkraft mit Milliardenförderungen aufpumpt, fehlt für Speicher schlicht eine kohärente Strategie. Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert ein verbindliches Ausbauziel von 100 Gigawattstunden bis 2030 – aktuell verfügt Deutschland gerade einmal über 28,1 GWh Speicherkapazität.

Die nüchterne Bilanz

Was lernen wir aus diesem Schildbürgerstreich? Selbst Großkonzerne wie BASF, die freiwillig in grüne Energie investieren wollen, werden vom maroden deutschen Stromnetz ausgebremst. Die Energiewende wird in Berlin am Reißbrett geplant, ohne dass die elementarsten infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen wurden. Ergebnis: Milliardeninvestitionen versickern, der Industriestandort Deutschland verliert weiter an Wettbewerbsfähigkeit, und der Bürger bezahlt die Zeche.

Es ist ein weiterer Beleg dafür, wie sehr ideologiegetriebene Politik an der Realität vorbeigeplant wird. Wer Solarparks fordert, aber keine Netze baut, gleicht jemandem, der ein Auto kauft, ohne Straßen zu haben. In Zeiten, in denen wirtschaftliche Unsicherheit, Inflation und politischer Aktionismus die Vermögen der Bürger bedrohen, lohnt sich der Blick auf bewährte Wertspeicher. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässliche Säule der Vermögenssicherung erwiesen – unabhängig davon, ob in Berlin gerade ein Netzausbau scheitert oder eine neue Billionen-Rechnung präsentiert wird. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in einem zunehmend instabilen politischen und wirtschaftlichen Umfeld dringend benötigt wird.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Wir betreiben weder eine Anlage- noch eine Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen durchzuführen und Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Eine Haftung für Vermögensentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, ist ausgeschlossen.

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