
Eskalation im Südchinesischen Meer: Peking wirft Manila gezielte Provokation vor
Die Spannungen zwischen China und den Philippinen erreichen einen neuen Höhepunkt. Nach einem Zwischenfall am vergangenen Freitag nahe dem umstrittenen Sabina-Riff beschuldigt Peking die philippinische Regierung, eine "vorsätzliche Provokation" inszeniert zu haben. Die Volksrepublik macht zudem Washington für irreführende Stellungnahmen verantwortlich, die die gesamte Region in Aufruhr versetzt hätten.
Wasserwerfer gegen Fischerboote
Nach Angaben der philippinischen Küstenwache setzten chinesische Schiffe Wasserwerfer gegen philippinische Fischerboote ein. Der Vorfall ereignete sich etwa 75 Seemeilen vor der philippinischen Insel Palawan, als mehrere Schiffe der chinesischen Küstenwache und der chinesischen maritimen Miliz rund 20 philippinische Fischerboote umzingelten. Dabei wurden offenbar auch Schlauchboote eingesetzt, um die Ankerleinen der Fischer zu kappen – ein Manöver, das die Boote hilflos auf dem offenen Meer treiben ließ.
Drei philippinische Staatsbürger erlitten Verletzungen, darunter Prellungen und offene Wunden. Zwei Fischerboote wurden durch die Hochdruck-Wasserwerfer beschädigt. Dass Manila explizit offene Wunden erwähnt, ist bemerkenswert und deutet auf die Schwere des Vorfalls hin.
Pekings Gegendarstellung: Messer gegen chinesische Beamte
Die chinesische Seite zeichnet ein völlig anderes Bild der Ereignisse. Laut dem Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, hätten philippinische Kräfte chinesische Beamte mit Messern bedroht. Die Philippinen hätten eine große Anzahl von Schiffen in einer koordinierten Aktion entsandt, um gezielt Unruhe zu stiften.
"Die von China ergriffenen Maßnahmen waren notwendig, um seine territoriale Souveränität und maritimen Rechte zu wahren. Sie waren angemessen, rechtmäßig, professionell und zurückhaltend."
Peking forderte Manila auf, die "Provokationen" sofort einzustellen und die "endlose selbstinszenierte maritime Farce" zu beenden. Die Verletzungsmeldungen der philippinischen Seite werden als Übertreibung und Propaganda abgetan.
Washingtons Beistandspakt als Zündstoff
Die Vereinigten Staaten haben unmissverständlich klargestellt, dass ihr Verteidigungsbündnis mit den Philippinen auch für philippinische Schiffe im Südchinesischen Meer gilt. Artikel IV des Mutual Defense Treaty von 1951 deckt bewaffnete Angriffe auf philippinische Streitkräfte, öffentliche Schiffe oder Flugzeuge ab – einschließlich der Küstenwache. Diese Garantie erstreckt sich auf das gesamte Südchinesische Meer.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte bereits im vergangenen Jahr in Singapur eine rote Linie gezogen: Sollte ein philippinischer Staatsbürger bei solchen Zusammenstößen getötet werden, wäre diese überschritten. Eine Position, die Manila zuletzt bekräftigt hat.
Ein gefährliches Pulverfass
Die Situation im Südchinesischen Meer bleibt ein geopolitisches Pulverfass. China beansprucht nahezu das gesamte Gewässer für sich, obwohl ein internationales Schiedsgericht diese Ansprüche 2016 zurückwies. Die zunehmende Aggressivität Pekings gegenüber seinen Nachbarn – sei es Japan wegen dessen Taiwan-freundlicher Haltung oder die Philippinen – zeigt, wie fragil die Stabilität in der Region geworden ist. Dass Washington seinen Verbündeten demonstrativ den Rücken stärkt, dürfte die Spannungen kaum entschärfen.
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