
Fed-Chef Powell trotzt Trumps Zinsdruckpolitik – Präsident tobt über „Totalversager"
Die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank steht auf dem Spiel. In einem bemerkenswerten Schlagabtausch hat Fed-Chef Jerome Powell dem US-Präsidenten Donald Trump eine klare Absage erteilt. Der 72-jährige Zentralbankchef warnte Trump unverblümt davor, die Geldpolitik für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. Eine solche Standhaftigkeit gegenüber dem mächtigen Präsidenten ist in Washington mittlerweile zur Seltenheit geworden.
Zinspolitik als Zankapfel
Der Konflikt entzündete sich an der jüngsten Zinsentscheidung der Federal Reserve. Die US-Notenbank beließ den Leitzins zum fünften Mal in Folge in der Spanne zwischen 4,25 und 4,5 Prozent. Trump hatte hingegen vehement eine Senkung um satte drei Prozentpunkte gefordert – angeblich, um Verbrauchern günstigere Kredite für Immobilien zu ermöglichen. Doch Powell ließ sich nicht beirren.
„Es wäre natürlich eine große Versuchung, die Zinssätze zu nutzen, um Wahlen zu beeinflussen", erklärte Powell vor Journalisten mit ungewöhnlicher Deutlichkeit. Ohne Trump beim Namen zu nennen, machte er klar: Politische Faktoren dürften bei der Fed keine Rolle spielen. Der Zentralbankchef verwies darauf, dass auch in anderen wichtigen Volkswirtschaften Regierungen auf Distanz zu ihren Notenbanken achten würden.
Trumps Wutausbruch lässt nicht auf sich warten
Die Reaktion des Präsidenten folgte prompt und fiel gewohnt deftig aus. Auf seiner Social-Media-Plattform bezeichnete Trump den Fed-Chef als „Totalversager", der „wieder zu spät dran" sei. Das Land bezahle den Preis für Powells Versäumnisse, polterte der Präsident. Seit seinem erneuten Amtsantritt im Januar überschüttet Trump den Zentralbankchef mit einer Flut von Beleidigungen: „Trottel", „Schwachkopf" und „Loser" sind nur einige der Schmähungen, die der Präsident öffentlich äußerte.
Die Anhänger des Präsidenten gehen sogar noch weiter: Auf diversen Onlineplattformen kursieren gefälschte Rücktrittsschreiben und manipulierte Videos, die Powells angeblichen Abgang verkünden.
Die Grenzen präsidialer Macht
„You are fired!" – diese drei berühmten Worte aus Trumps früherer Fernsehshow „The Apprentice" würde der Präsident dem Fed-Chef liebend gerne entgegenschleudern. Doch so einfach ist es nicht. Die Fed-Statuten von 1913 legen fest, dass ein Zentralbankchef nur bei
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