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Kettner Edelmetalle
05.09.2026
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„Feindbild Russland“: Ex-ARD-Korrespondentin rechnet mit Berlin ab

„Feindbild Russland“: Ex-ARD-Korrespondentin rechnet mit Berlin ab
Symbolbild: KI-generiert

Berlin schließt Russlands Generalkonsulat in Bonn, kündigt den Vertrag für das Russische Haus an der Friedrichstraße – und wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt meldet sich eine der bekanntesten Kritikerinnen dieses Kurses zu Wort. Die Publizistin und langjährige ARD-Moskau-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz hat in einem am 3. September veröffentlichten Interview der Berliner Zeitung schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung erhoben. Der Titel des Gesprächs: „Das Feindbild Russland ist nötig“.

Was hinter den Maßnahmen steckt

Auslöser der harten Linie ist ein Vorfall vom 4. August: Am Flughafen Leipzig/Halle wurde nach offiziellen Angaben ein mit Sprengstoff präparierter Flugkörper im Sicherheitsbereich zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte Anfang September, polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse belegten zusammen betrachtet eine russische Verantwortung. Außenminister Johann Wadephul (CDU) kündigte die Schließung des Konsulats zum 18. September an, dazu schärfere Einreisekontrollen und mehr Druck auf die russische Schattenflotte. Moskau bestreitet jede Beteiligung; Präsident Putin sprach Medienberichten zufolge von einem „schweren Fehler“ und nannte die vorgelegten Belege gefälscht.

Die Kritik der Publizistin

Krone-Schmalz kritisiert nach Darstellung des Interviews genau diesen Kurs: eine Politik, die auf Sieg und Niederlage setze statt auf diplomatische Klugheit. Zudem sei der Zeitpunkt der Entscheidungen – unmittelbar vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September – aus ihrer Sicht nicht zufällig gewählt. Auch der russische Präsident hatte die Reaktion Berlins als innenpolitisch motiviert bezeichnet. Belege dafür liegen öffentlich nicht vor.

Man muss ihre Thesen nicht teilen, um den zweiten, deutlich unbequemeren Teil dieser Geschichte zu sehen: Krone-Schmalz war jahrelang Dauergast in politischen Talkshows. Seit Februar 2022 habe sie nach eigenen Angaben keine einzige Einladung von ARD oder ZDF mehr erhalten. Ihr Publikum findet sie heute in ausverkauften Theatersälen und im Netz.

Debattenkultur auf dem Prüfstand

Kritiker werfen ihr mangelnde Distanz zum Kreml vor. Ihre Anhänger sehen in ihr eine der letzten Verteidigerinnen einer pluralistischen Debattenkultur. Aus Sicht unserer Redaktion ist beides denkbar – entschieden wird so etwas in der offenen Auseinandersetzung, nicht durch Nichteinladung. Wer den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit rund neun Milliarden Euro jährlich aus Beitragsgeldern finanziert, darf erwarten, dass dort auch unbequeme Stimmen vorkommen.

Fest steht: Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau haben einen neuen Tiefpunkt erreicht. Russland kündigte bereits die Schließung der Goethe-Institute an. In Berlin demonstrierten hunderte Menschen für den Erhalt des Russischen Hauses – jenes Kulturinstituts, das die staatliche Agentur Rossotrudnitschestwo betreibt und dem eine Einschätzung des französischen Innenministeriums zufolge eine Tarnfunktion für Geheimdienste zugeschrieben wird. Das Haus selbst bezeichnet sich als rein kulturelle Einrichtung.

Was das für Sparer bedeutet

Geopolitische Eskalation ist Gift für Planbarkeit – und Planbarkeit ist die Währung der Märkte. In solchen Phasen richten viele Anleger den Blick traditionell auf Sachwerte ohne Gegenparteirisiko. Physische Edelmetalle gelten seit Jahrhunderten als Stabilitätsanker in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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