
Feuer über Hormus: Der Iran-Krieg entbrennt aufs Neue – und die Weltwirtschaft zittert mit

Es dauerte gerade einmal wenige Nächte, bis das brüchige Waffenstillstandskonstrukt am Persischen Golf zerbrach wie dünnes Glas. In der Nacht flogen US-Streitkräfte rund 80 Angriffe auf iranisches Territorium – eine Eskalationsstufe, wie man sie seit Wochen nicht mehr gesehen hatte. Der Anlass: Teheran hatte drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus unter Beschuss genommen, jener strategischen Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels fließt.
Washington schlägt zurück – und nennt es „Bestrafung“
Das US-Zentralkommando Centcom ließ keinen Zweifel an der Härte seiner Antwort. Man habe Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie über 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Meerenge getroffen. Ein US-Beamter sprach gegenüber CNN unverblümt von einer „Bestrafung“. Die iranische Aggression, so hieß es aus Washington, sei „ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe“ gewesen.
„Die Streitkräfte des US-Zentralkommandos haben eine Reihe von schweren Luftangriffen gegen den Iran gestartet, um diesem für die Angriffe auf unbeteiligte Zivilisten in einer internationalen Wasserstraße schwere Konsequenzen aufzuerlegen.“
Berichten des gut vernetzten Journalisten Barak Ravid zufolge habe Präsident Trump den Militärschlag ausgerechnet am Rande des Nato-Gipfels in der Türkei genehmigt. Iranische Medien meldeten heftige Explosionen in der Hafenstadt Sirik, auf der Insel Qeschm und rund um Bandar Abbas, wo wichtige Marine- und Schifffahrtsinfrastruktur beheimatet ist. Der Sender Press TV berichtete von mehreren Verletzten.
Teheran droht – und schlägt gegen Bahrain und Kuwait zu
Die Reaktion des Regimes ließ nicht lange auf sich warten. Der Iran beschoss Bahrain, wo die 5. US-Flotte stationiert ist, sowie Kuwait. Bahrain löste Raketenalarm aus und rief seine Bevölkerung dazu auf, Schutz zu suchen. Kuwaits Luftabwehr will nach eigenen Angaben iranische Raketen und Drohnen abgefangen haben. Pikant: Die Eskalation ereignete sich mitten in den Trauerfeierlichkeiten für das getötete iranische Staatsoberhaupt.
Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf gab sich kämpferisch. Man werde keine Einmischung in Angelegenheiten der Straße von Hormus dulden, verkündete er. Und weiter: „Wir knicken nicht ein.“ Das Außenministerium sprach von einem „Vertragsbruch durch die USA“ und kündigte „entschlossene Maßnahmen“ an.
Was das für Deutschland bedeutet – und warum Sachwerte glänzen
Während in Berlin über Genderfragen und Klimaneutralität im Grundgesetz debattiert wird, spielt sich am Golf ein Konflikt ab, der uns alle unmittelbar treffen könnte. Der Ölpreis sprang bereits um sechs Prozent nach oben. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was das für die ohnehin gebeutelte deutsche Wirtschaft und den Verbraucher an der Zapfsäule bedeuten dürfte. Steigende Energiekosten treffen ein Land, das sich durch ideologiegetriebene Energiepolitik längst selbst geschwächt hat.
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, weshalb kluge Anleger auf krisenfeste Sachwerte setzen. Wenn Kriege eskalieren, Währungen wanken und die Papierversprechen der Politik immer weniger wert sind, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg ihre Rolle als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung bewiesen. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie Schutz, wenn andere Anlageklassen ins Wanken geraten.
Ein Konflikt ohne Ende in Sicht
Ob die nächtlichen Schläge das Vorspiel zu einem neuen, ausgewachsenen Krieg sind oder ein einmaliges Kräftemessen bleiben, lässt sich derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Beide Seiten haben mit weiterer Vergeltung gedroht. Die Straße von Hormus bleibt ein Pulverfass – und die Welt schaut gebannt zu, während in Deutschland weiterhin an den falschen Baustellen gewerkelt wird.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei Bedarf sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















